Studie: Bienensterben noch immer über dem Durchschnitt

Studie: Bienensterben noch immer über dem Durchschnitt

Die Winterverluste von Bienenvölkern in Österreich liegen laut einer Auswertung der Universität Graz unter den Werten der vorausgegangenen Jahre. Österreichweit haben im Mittel 12,5 Prozent der eingewinterten Bienenvölker den Winter nicht überlebt. Das sind um fünf Prozentpunkte weniger als im Winter 2012/13 aber die Verlustrate liegt noch immer leicht über der als normal angesehen Sterblichkeit.

Seit 2008 führt das Institut für Zoologie der Universität Graz die Erhebung der Winterverluste von Bienenvölkern in Österreich durch. Insgesamt stellten rund drei Prozent bzw. mehr als 1.000 österreichische Imkereien ihre Daten zur Verfügung. "Die bundesweite Verlustrate von 12,5 Prozent liegt im Vergleich zum Katastrophenwinter 2011/12 diesmal deutlich niedriger", so Karl Crailsheim vom Institut für Zoologie an der Uni Graz im Gespräch mit der APA. Damals habe es außergewöhnlich hohe Verluste von knapp 26 Prozent gegeben. Dennoch wurde auch in diesem Winter keine normale Sterblichkeitsrate erreicht. Diese würde bei etwa zehn Prozent der Bienenvölker liegen, so Crailsheim.

Deutlich über dem Mittelwert liegen Vorarlberg mit durchschnittlich 23,5 Prozent der eingewinterten Bienenvölker, Wien (19,2 Prozent) und Salzburg (16, Prozent). Die niedrigsten Werte wurden aus der Steiermark (8,5) und Oberösterreich (9,9) Prozent gemeldet.

Aus vielen Ländern werden seit einigen Jahren bei von Menschen gepflegten Bienenvölkern hohe Überwinterungsverluste gemeldet, die Gründe dafür sind nicht vollständig bekannt. Es handelt sich vermutlich um das Zusammenspiel einer Reihe von Faktoren, so Crailsheim. Unter seiner Leitung gehen Grazer Zoologen, Wissenschafter des Wegenerzentrums Graz und Experten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in dem mit 2,4 Mio. Euro dotierten Forschungsprojekt "Zukunft Biene" den Fragen rund um das Bienensterben und deren komplexen Ursachen nach. Finanziert wird das Forschungsprojekt vom Umweltministerium, den Bundesländern und dem Verein "Biene Österreich".

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