Rauchen: Tägliches Tschicken macht dicker

Wiener Wissenschaftler haben in einer Studie mit rund 1000 Personen herausgefunden, dass tägliches Rauchen zu höherem Gewicht und schlechteren Blutwerten führt. Ausgewertet wurden die Daten von Bankangestellten.

Rauchen: Tägliches Tschicken macht dicker

Wien. Ein Tschick pro Tag ist noch nicht wirklich schädlich. Die Menge macht bekanntlich das Gift. Und neuerdings auch das Gewicht. Mit dem Anstieg des Zigarettenkonsums steigt neben den bekannten Risiken (Herzinfarkt; Lungenkrebs, Zeugungsunfähigkeit) auch die Gewichtszunahme. Auch wenn besonders Frauen offenbar glauben, dass der Griff zur Zigarette ein "Schlankmacher" ist - das Gegenteil ist der Fall. Der tägliche Raucher hat laut einer neuen Studie von Wiener Wissenschaftern im Durchschnitt ein höheres Gewicht und schlechtere Blutwerte. Das haben die Wissenschafter jetzt im "British Medical Journal Open" publiziert.

Lizia de Oliveira Fontes Gasperin vom Institut für Ernährungwissenschaftern der Universität Wien, die Umweltmediziner Manfred Neuberger und Hans Moshammer (MedUni Wien) sowie Alexander Tichy von der Bioinformatik-Plattform der Universität für Veterinärmedizin in Wien äußern in der Studie von Beginn an Zweifel am "Gewichtskontrollen-Effekt" des Tabakrauchens. "Heranwachsende, speziell Mädchen, glauben häufig, dass das Rauchen ein wirksames Mittel darstellt, um sein Gewicht unter Kontrolle zu halten. In ähnlicher Weise ist ein Rauch-Stopp mit einer Gewichtszunahme in Verbindung gebracht worden." Doch das müsse nicht auf weniger Fett beruhen, könnte eher auf einer Abnahme an Muskelmasse zurückzuführen sein. Die Wissenschafter analysierten die Daten von 986 österreichischen Bankangestellten aus jährlichen Gesundenuntersuchungen aus. Dabei ging es auch um das Erheben des Raucher-Status, körperlicher Aktivität, Ernährung, Gewicht, Größe, BMI, Bauchumfang und um Laborwerte (Blutzuckerspiegel, Blutfettwerte etc.).

Viel Rauchen, mehr Gewicht

Vorweg: Zwischen Nichtrauchern, Rauchern (insgesamt) und Ex-Rauchern gab es keinen statistisch signifikanten Unterschied beim Körperfettanteil. Allerdings, je mehr Zigaretten geraucht wurden, desto höher waren das Körpergewicht und der Body-Mass-Index (BMI).

Personen mit geringem bzw. moderatem Zigarettenkonsum wiesen beispielsweise im Querschnitt rund 71 Kilogramm Körpergewicht auf, schwere Raucher kamen hingegen auf rund zehn Kilogramm mehr. Bei Body-Mass-Index lagen die Werten unter den ersten beiden Gruppen bei knapp über 24, bei starken Rauchern hingegen bei 27,5 - also bereits bei deutlichem Übergewicht.

Viel Rauchen, schlechte Blutwerte

Bei den Blutwerten gab es Unterschiede zwischen Rauchern und Nichtrauchern, und zwar sowohl unter den Männern als auch unter den Frauen. So hatten die Raucher mehr weiße Blutkörperchen, was eventuell auf erhöhte Entzündungsparameter hindeuten könnte. "Starke Raucher wiesen auch eine ungesündere Blutfett-Zusammensetzung (geringere HDL-Werte) und höhere Nüchtern-Blutzuckerwerte auf (...)", schrieben die Experten.

Fazit: Entgegen dem Glauben vieler Raucher wirkt sich starker Zigarettenkonsum mit höherem Körpergewicht und nicht erwünschten Laborwerten aus. In Österreich rauchen täglich rund 27 Prozent der Männer und 19 Prozent der Frauen im Alter über 15 Jahren.

Innenminister Karl Nehammer, Vizekanzler Werner Kogler, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober bei ihrer Erklärung.

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