Offizielles Viagra-Generika wird ab 2017 erhältlich sein

Offizielles Viagra-Generika wird ab 2017 erhältlich sein

Der israelische Pharma-Konzern Teva hat ein Viagra-Generika entwickelt. Ein Lizenzabkommen mit Pfizer ermöglicht den Verkauf des Produkts ab dem Dezember 2017. Pfizers Viagra-Patent läuft bis 2020.

Der israelische Pharma-Konzern Teva hat ein Abkommen mit Pfizer geschlossen, das es den Israelis ab dem Dezember 2017 ermöglichen wird, ein Viagra Generika zu vertreiben. Damit wird bereits zwei Jahre vor Ablauf des Patentschutzes ein günstigeres Generikum der Potenzpille zur Verfügung stehen. Teva wird bis zum endgültigen Ablauf der Patentrechte im April 2020 entsprechende Lizenzgebühren an Pfizer zahlen.

Viagra wurde durch Zufall erfunden. Das Medikament stammt aus einer Testreihe für ein neues Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Angina. Die medikamentöse Wirkung bei Erektionsstörungen wurde erst im Zuge der Testphase erkannt. 2002 erhielt Pfizer für das Medikament das Patent als Mittel zur Behandlung von Impotenz. Einige Teile aus dem ursprünglichen Patent wurden 2010 gestrichen, da sie stark dem der Elfenblume - auch Sockenblume oder im Englischen als "Horny Goat Weed" bekannt - enthaltenen natürlichen Wirkstoff ähnelten. Teva hatte ursprünglich das gesamte Patent Pfizers angefochten, wurde jedoch zurückgewiesen. Teva versuchte zu berufen, nachdem aber am Dienstag vor Weihnachten auch die Berufung abgewiesen wurde, kam es nun zur Lizenzvereinbarung zwischen Pfizer und Teva. Die Lizenz für Teva ist nicht zuletzt eine Reaktion auf die zahlreichen Viagra-Fälschungen, die via Internet verkauft werden. Pfizer hatte als einen ersten Schritt vor einigen Monaten auch schon damit begonnen, Viagra über eine eigene, vom Unternehmen gesponserte Website zu vertreiben.

Viagra, dessen chemische Bezeichnung Silendafil Citrat ist, gehört zu den bekanntesten Medikamenten aus dem Hause Pfizer. Mit dem Medikament nahm der Pharma-Konzern im Jahr 2012 2,05 Milliarden Dollar ein.

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