Naturheilkunde: Erstes zugelassenes Arzneimittel aus Österreich

Es ist eine kleine Sensation im Bereich der Medizin: Der Österreicher Herbert Schwabl hat es erstmals geschafft, mit Circosan ein naturheilkundliches Präparat als Arzneimittel in Europa zugelassen zu bekommen.

Naturheilkunde: Erstes zugelassenes Arzneimittel aus Österreich

Herbert Schwabl ist kein esoterisch angehauchter Wunderheiler, sondern Wissenschaftler. Und dennoch hat er es als erster Österreicher geschafft, dass ein von ihm selbst entwickeltes naturheilkundliches Präparat in Europa als Arznei zugelassen wurde. Das Präparat, das unter dem Namen Circosan auf Rezept erhältlich ist, beruht auf einer uralten Rezeptur aus der traditionellen tibetischen Medizin.

"Das Zulassungsverfahren für Arzneimittel ist ganz klar auf die etablierten pharmazeutischen Wirkstoffe abgestimmt", erklärt Schwabl im Gespräch mit FORMAT. "Um in Europa als Arzneimittel zugelassen zu werden, muss ein Präparat den Effekt und die Notwendigkeit jedes einzelnen Inhaltsstoffes nachweisen. Das ist bei traditionellen Mixturen auf pflanzlicher Basis jedoch ausgesprochen schwierig: Für sich allein genommen ist keiner der Inhaltsstoffe medizinisch relevant - erst durch Wechselwirkungen zwischen den Inhaltsstoffen und die Gesamtwirkung auf den Organismus entfaltet beispielsweise Circosan seine eigentliche Wirkung."

Genau diese Effekte konnten Herbert Schwabl und sein Unternehmen Padma erfolgreich wissenschaftlich belegen. Ganz ohne esoterische Pseudowissenschaft, ganz ohne Chakras und Meridiane, ganz ohne Hokuspokus.

20 Wirkstoffe

Die 20 Wirkstoffe von Circosan wurden in 400 unterschiedlichen Analyseverfahren auf ihre medizinische Relevanz getestet."Wir unterliegen strengen Auflagen, um unsere tibetischen Rezepturen am Markt vertreiben zu dürfen", so Schwabl.

Der diplomierte Biophysiker sieht die traditionelle tibetische Medizin allerdings auch nicht mit akademischen Scheuklappen. Mit ins Team holte er daher auch die weltweit renommierteste Expertin für traditionelle tibetische Medizin Natalia Bolsokhoeva.


Padma-Boss und Biophysiker Herbert Schwabl mit Tibet-Expertin Natalia Bolsokhoeva. Bild: © beigestellt

"Das Herzstück der tibetischen Heilkunde sind pflanzliche Vielstoffgemische", weiß die russische Universitätsprofessorin. "Sie sind in Form von sehr poetischen und ziemlich kompliziert formulierten Schriften festgehalten und werden seit Jahrhunderten nahezu unverändert gelehrt."

Jahresumsatz: Zehn Millionen Euro

Schwabls Unternehmenszentrale in der Schweiz erwirtschaftete schon vor der Zulassung als europäisches Arzneimittel einen Umsatz von rund zehn Millionen Euro jährlich. Das österreichische Tochterunternehmen Padma Europe GmbH mit Sitz in Wien soll nun die Märkte in der Europäischen Union betreuen.

Geht es nach Herbert Schwabl, soll es freilich nicht bei dem einen Medikament bleiben. Die Padma-Produktfamilie hat drei weitere Mitglieder: Nervotonin, Digestin und Hepaten -die erst noch als Nahrungsergänzungsmittel in den Apotheken stehen. "Die Zulassung als Arzneimittel eröffnet jetzt völlig neue Möglichkeiten", so Schwabl.

Weitere Informationen zu Circosan: Circosan - Informationen des Herstellers

Innenminister Karl Nehammer, Vizekanzler Werner Kogler, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober bei ihrer Erklärung.

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