Mode aus Naturmaterialien – nur ein Trend?

Ist das nur ein neuer Trend, der die Verbraucher zum Kaufen verführen soll, oder hält die Kleidung tatsächlich, was sie verspricht?

Mode aus Naturmaterialien – nur ein Trend?

Kleidung aus Naturmaterialien besitzt besondere Eigenschaften

Kleidung wird seit Jahrtausenden aus Naturmaterialien wie Baumwolle und Kaschmir hergestellt. Mit dem Boom von Kleidung aus Kunstfasern sind die Naturmaterialien in den Hintergrund geraten. Jetzt erleben sie wieder ein Revival. Eine Marketingstrategie? Tatsache ist: Kaschmir- und Baumwolle besitzen spezifische Eigenschaften, die seit langem bekannt sind und zum Mehrwert der Kleidung beitragen. Kaschmir wird aus der Unterwolle der gleichnamigen Ziege gewonnen und ist deshalb sehr leicht und gleichzeitig sehr warm. Nicht umsonst verwenden Modehersteller (z.B. Peter Hahn) Kaschmir für Herbst- und Winterkleidung wie Pullover, Mützen und Schals. Auch Kleidung aus reiner Baumwolle besitzt hervorragende thermische Eigenschaften: Die Naturfasern sind feuchtigkeits- und temperaturausgleichend, was den Tragekomfort deutlich erhöht. Viel wichtiger als die thermischen Eigenschaften ist jedoch: Naturmaterialien lösen weniger Allergien aus. Die Fasern aus Kaschmir sind sehr weich und fein und daher auch für Neurodermitis-Betroffene sehr gut zu tragen. Bei Baumwolle achten Hersteller darauf, dass sie frei von allergieauslösenden Stoffen ist. In Zeiten zunehmender Allergien – insbesondere Neurodermitis, von welcher gerade Kinder betroffen sind – gewinnt diese Tatsache immer mehr an Bedeutung. Die vermehrte Werbung für nachhaltige Stoffe und Naturmaterialien ist daher eher als Reaktion auf zunehmende Allergien in der Gesellschaft zu werten.

Bio-Baumwolle – ein Beitrag zur Gesundheit und zum Umweltschutz

In vielen Kleidungsstücken sind Schadstoffe wie Pestizide und schwermetallhaltige Färbemittel enthalten. Diese können Allergien auslösen. Bio-Baumwolle ist daher kein Trend, sondern eine Lösung, um Allergien, die durch schadstoffbelastete Kleidung entstehen, zu vermeiden. Beim Anbau von Bio-Baumwolle werden keine Pestizide verwendet, beim Einfärben der Kleidung achtet man darauf, dass die Farben keine schädlichen Chemikalien oder Schwermetalle enthalten. Diese schaden nicht nur dem Menschen, sondern auch der Umwelt. Kleidung aus nachhaltig angebauter Baumwolle ist damit auch ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Vertrauenswürdige Hersteller von Bio-Baumwolle achten darüber hinaus auf eine umwelt- und ressourcenschonende Verarbeitung.

Auf Gütesiegel achten

Baumwolle ist nicht gleich Baumwolle und nicht überall, wo Bio drauf steht, ist Bio drin. Verbraucher sollten unbedingt auf Gütesiegel achten, die Verbrauchern eine gute Orientierung bieten. Es gibt unterschiedliche Gütesiegel, welche Naturmaterialien und Stoffe aus nachhaltiger Herstellung kennzeichnen. Zu den wichtigsten Siegeln gehören:

• Das internationale Zeichen für reine Baumwolle – eine symbolisierte Fruchtkapsel des Baumwollstrauches. Der Baumwollfasergehalt muss 100 Prozent betragen. Toleranzen sind lediglich für Dekorations- und Effektzwecke bei den Kleidungsstücken zulässig.

• Öko-Tex® Standard 100 . Es garantiert, dass die Kleidung keine Krebs- und allergieauslösenden Stoffe enthält. Die Textilien entsprechen dem pH-Wert der Haut.

• Öko-Tex® Standard 100 + Öko-Tex® Standard 1000 . Bei diesem Siegel werden zudem produktionsökologische Gesichtspunkte miteinbezogen. Alle Hersteller, die an der Fertigung der Kleidung beteiligt sind, werden nach umwelt- und sozialverträglichen Aspekten überprüft. Darüber hinaus gelten die gleichen Bedingungen wie beim Öko-Tex® Standard 100.

• Global Organic Textile Standard oder auch GOTS . Es ist das Siegel des internationalen Zusammenschlusses von Naturtextil-Verbänden. Kriterien für das Siegel beziehen sich auf die Herstellung unter umwelt- und sozialverträglichen Aspekten. Die Textilien müssen zu 90 % aus Naturfasern bestehen, wobei von diesen bis zu 70 % aus biologisch-kontrolliertem hergestellt sein müssen. Die Textilien müssen für die Zertifizierung außerdem nickelfrei sowie frei von Azofarbstoffen und anderen allergieauslösenden Farbstoffen sein.

Innenminister Karl Nehammer, Vizekanzler Werner Kogler, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober bei ihrer Erklärung.

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