Joints zu Silvester: Colorado feiert die Legalisierung von Marihuana

Joints zu Silvester: Colorado feiert die Legalisierung von Marihuana

Pünktlich zu Mitternacht loderten in Colorado zahlreiche Joints auf: Die Kiffer des US-Staates feiern mit "Pot-Parties" die Freigabe des Marihuana-Verkaufs.

Es ist eine ganz besondere Silvesterparty, die sie in Denver im "Casselman's" feiern: Die Frauen tragen Federboas, Stirnbänder und feine Kleider, die Herren Filzhut und Knickerbocker. Alles erinnert an die 1930er Jahre. "Die Prohibition ist vorbei!", ruft ein junger Mann den Gästen zu, die gerade in der Bar eintreffen. Er meint allerdings nicht das Ende des Alkoholverbots im Jahre 1933: Die Partygäste sind zusammengekommen, um die Freigabe des Marihuana-Verkaufs zu feiern.

Seit dem 1. Jänner 2014 darf im US-Bundesstaat Colorado Cannabis an Erwachsene über 21 Jahre verkauft werden. Zuvor waren Verkauf und Konsum nur zu medizinischen Zwecken erlaubt. Dann hatte in einem Referendum die Mehrheit der Bürger für eine "Pot"-Legalisierung gestimmt. Das Gesetz erlaubt nun zwar den Cannabis-Verkauf in lizenzierten Geschäften, der Konsum in der Öffentlichkeit bleibt aber verboten.

Legaler Handel

Unter den rund 200 Feiernden sind auch einige, die sich vom legalen Marihuanahandel ein gutes Geschäft versprechen. Die beiden Organisatoren der Party, Brett Mouser und Dave Maddalena, hatten schon begierig auf die "Gras"-Freigabe gewartet. "Es ist definitiv ein marktfähiges Produkt", sagt Mouser. "Man nehme nur die strafrechtliche Komponente weg, und schon sieht man überall Unternehmer, die viele neue Dinge entwickeln."

Die meisten Verkäufer glauben, dass weitere US-Staaten dem Beispiel Colorados folgen werden. In Washington soll noch im Laufe dieses Jahres der Marihuana-Verkauf legalisiert werden. Ein Schlüsselelement der künftigen Entwicklung sei jedoch die Einstufung von "Gras" durch die US-Bundesregierung, sagt Mouser. Die Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) definiert Marihuana weiterhin auf einer Stufe mit Heroin, LSD und Ecstasy als "Droge mit hohem Missbrauchsrisiko", deren medizinischer Nutzen gegenwärtig nicht anerkannt sei.

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