EU verschärft den Anti-Raucher Kurs

EU verschärft den Anti-Raucher Kurs

Die EU setzt den nächsten Schritt im Kampf gegen das Rauchen. Schockbilder auf den Zigarettenpackungen und Warnhinweise, auf mehr als der Hälfte der Verpackungsfläche sollen Nichtraucher abschrecken und Raucher ermahnen.

Auf Zigarettenpackungen werden schon bald abschreckende Bilder von verfaulten Füßen oder schwarzen Raucherlungen zu sehen sein. Außerdem müssen 65 Prozent der Vorder- und Rückseite der Packungen von Warnhinweisen wie "Rauchen tötet" bedeckt sein.

Mit diesen Horror-Bildern und Schock-Mahnungen verschärft die EU ihren Kampf gegen das Rauchen. Auch Produkte wie Zigaretten-Feinschnitt und Wasserpfeifen-Tabak sind von dieser Bestimmung betroffen.

Die Brüsseler Kommission, das Europaparlament und die EU-Staaten haben sich nach langen und zähen Beratungen in der Nacht zum Dienstag auf diese Neuregelung geeinigt. Die Richtlinie muss noch formell von Rat und Parlament verabschiedet werden. Anschließend haben die Mitgliedsländer zwei Jahre Zeit, um die Vorschriften in nationales Recht umzusetzen.

Zusatzstoffe werden verboten

Warnhinweise für Tabakprodukte sind in der EU bereits heute vorgeschrieben. Sie bedecken allerdings bisher nur 30 Prozent der Vorder- und 40 Prozent der Rückseite von Zigarettenschachteln. Besonders gefährliche Zusatzstoffe, die Krebs erregen, das Erbgut verändern oder die Fortpflanzungsfähigkeit einschränken können, sollen ganz aus Tabakprodukten verbannt werden. Das gleiche gilt für "charakteristische Aromen", die nicht nach Tabak schmecken - etwa Vanille oder Schokolade, die den bitteren Geschmack des Tabaks mildern und vor allem bei Jugendlichen beliebt sind. Menthol-Zigaretten sollen längerfristig ebenfalls vom Markt verbannt werden - allerdings erst nach einer Übergangsfrist von acht Jahren.

Der Vorschlag des Europaparlaments, auch so genannte Imitationsprodukte - wie Zigaretten aus Schokolade für Kinder - zu verbieten, fand im Rat keine Mehrheit. Die EU-Staaten argumentierten, dafür sei die EU nicht zuständig. Einige Mitgliedsländer haben solche "Imitationsprodukte" bereits verboten, wie es die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt.

Die Unterhändler der EU-Staaten, des Europaparlaments und der Brüsseler Kommission vereinbarten außerdem, dass die sogenannte elektronische Zigarette nicht als Medikament eingestuft wird. Damit bleibt die in einigen EU-Staaten sehr verbreitete e-Zigarette, die eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampft, weiterhin nicht apothekenpflichtig. Über einige Details konnte jedoch noch keine Einigung erzielt werden - etwa zu Vorschriften über die maximal zulässige Nikotin-Konzentration. Darüber wollen die Unterhändler am Mittwoch erneut diskutieren. Wenn sie keine Einigung erzielen, könnte es vorerst gar keine EU-Vorschriften zu diesen Produkten geben, deren Auswirkungen auf die Gesundheit noch weitgehend unbekannt sind.

Ob Cremes um ein paar Euro oder knapp 80 Euro. Viele der gesteten Antifaltencremes erwiesen sich als wirkungslos.

Leben

Stiftung Warentest: Antifalten-Cremes wirkungslos

Leben

ELGA startet: Fragen und Antworten zur elektronischen Gesundheitsakte

Gesundheit

Sehen um zu hören: Gebärdensprachen-App am Start