Ebola: Österreichisches Gesundheitsministerium informiert

Das österreichische Gesundheitsministerium reagiert auf die Ebola-Krise in Westafrika. Donnerstagnachmittag veröffentlichte das Ressort eine mit Experten abgestimmte Faktensammlung. Darin wird aufgelistet, wie groß die Gefahr eines "Imports" der Krankheit ist: gering.

Ebola: Österreichisches Gesundheitsministerium informiert

"Generell kann das Risiko für den Eintrag eines Ebola-Falles als gering eingestuft werden. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass ein symptomatischer Ebola-Fall nach Österreich einreist. Ein asymptomatische Infektions-Fall gilt als nicht ansteckend", informiert nun das österreichische Gesundheitsministerium.

Für den Fall eines Verdachts wurden dennoch Verhaltensregeln ausgegebe. Zur Risiko-Abschätzung sei zu beachten:

1) Der Verdachtsfall hat sich während der letzten 21 Tage in einem Ebola betroffenen Gebiet aufgehalten.

2) Der Verdachtsfall hat Symptome/ klinische Zeichen, die mit einer Ebola-Erkrankung vereinbar sind und die innerhalb von zwei bis 21 Tagen (zumeist acht bis zehn Tage) nach möglicher Exposition mit Ebolavirus auftreten. Diese sind: Plötzlicher Beginn von Fieber (mehr als 38 Grad Celsius) begleitet mit anderen unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Gelenks- und Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit. Bei fortgeschrittener Erkrankung treten auch Hämorrhagien (Blutungen ohne vorheriges Trauma) bis hin zum Multiorganversagen auf (Leber, Nieren oder Beeinträchtigung des zentral Nervensystems)

3) Der Verdachtsfall hatte direkten ungeschützten Kontakt mit Sekreten von infizierten, Erkrankungs- oder Todesfällen, oder infizierten oder verstorbenen Tieren (z.B. in einem Krankenhaus oder Labor mit Ebola-Patienten).

Übertragung durch Kontakt

Ebola werde nicht über die Luft (Aerosole) übertragen. Nur über den direkten Kontakt mit Sekreten von einem Patienten mit Symptomen oder nach einem Todesfall gebe es ein Risiko. Das stellt jedenfalls in Österreich kein Gefährdungspotenzial dar.

Ein "Import" wäre am ehesten via Flugreise möglich. Doch, so die Experten: "Es gibt keine direkten Flüge von den mit dem Ebola-Ausbruch betroffenen Ländern nach Österreich. Es gibt wenig Tourismus in die betroffenen Gebiete, dies auch wegen der Sicherheitslage in den betroffenen Ländern. Im Falle des Auftretens eines symptomatischen Falles auf einem internationalen Flug würde dieser Betroffene am Zielflughafen bzw. im Land des Zielflughafens behandelt werden."

Insgesamt sei es wesentlich wahrscheinlicher, dass eventuell ein Malariakranker aus den von Ebola betroffenen Gebieten mit Fieber über 38,5 Grad Celsius heimkehre. "Österreich rät derzeit von nicht notwendigen Reisen in die betroffenen Gebiete ab." Sogar wenn die WHO einen "Public Health Emergency of International Concern" ("Notfall für die öffentliche Gesundheit von internationalem Belang"), ausrufe, würde das wahrscheinlich nur Reisewarnungen betreffen und keine direkte Bedeutung für Österreich haben.

Allerdings, so das Papier, das auch an alle Gesundheitsbehörden zur Orientierung geht: "Trotzdem ist anzunehmen, dass sich die Epidemie in Afrika weiter ausbreiten wird, da die Umsetzung der Maßnahmen in den betroffenen Gebieten nicht zufriedenstellend wirkungsvoll ist. Dies kann auf die mangelnde Hygiene in den Krankenhäusern zurück zuführen sein, als auch auf Misstrauen der lokalen Bevölkerung gegenüber den Gesundheitsbehörden."

Innenminister Karl Nehammer, Vizekanzler Werner Kogler, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober bei ihrer Erklärung.

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