Der Landarzt ist am Ende...

"Es brennt wirklich", sagte der Obmann der Allgemeinmediziner, Gert Wiegele in einer Pressekonferenz mit Präsident Artur Wechselberger. Wechselberger drängte daher, dass die neue Regierung das Problem in ihrem Arbeitsprogramm angeht und dann bald Lösungen findet.

Der Landarzt ist am Ende...

Wiegele kündigte an, dass die Ärztekammer während der Regierungsbildung und auch danach "lästig bleiben" werde. Man werde "am Ball bleiben" und sich nicht "abspeisen" lassen. Während es früher Wartelisten gab, könnte die Stellen für Landärzte heute in vielen Gemeinden nicht mehr nachbesetzt werden, berichtete Wechselberger. Und das Problem drohe sich dramatisch zu verschärfen, weil in den nächsten fünf bis zehn Jahren rund die Hälfte der Landärzte in Pension gehen werde.

Die Ärztekammer macht vor allem die Arbeitsbedingungen dafür verantwortlich, dass sich immer weniger Jungmediziner für den Beruf des Landarztes entscheiden. Die Standesvertretung fordert daher vor allem familienfreundlichere Arbeitsbedingungen, damit der Beruf auch für Frauen attraktiv ist. Dazu gehören flexible Arbeitszeitmodell mit zumutbaren Bereitschaftsdienste an Wochenenden und Abenden, flexible Formen der Zusammenarbeit und Kooperationsmodelle wie Timesharing und Gruppenpraxen, in denen Ärzte auch andere Ärzte anstellen können. Zudem beharrt die Ärztekammer auf der Umsetzung ihres Hausarztmodells sowie auf der Sicherstellung bestehender und Einrichtung neuer Hausapotheken.

Auch Ärzteausbildung muss reformiert werden

Die Standesvertretung drängt auch auf eine Reform der Ärzteausbildung, die derzeit auf Eis liegt, weil "die Meinungsverschiedenheiten schwerwiegend" seien, wie Wechselberger meinte. Die Ärztekammer fordert, dass angehende Allgemeinmediziner künftig ein Jahr in einer Lehrpraxis verbringen müssen und dies öffentlich finanziert wird. Nach den Vorstellungen des Gesundheitsministeriums soll die Lehrpraxis wie bisher sechs Monate dauern und sowohl in einem Spital als auch bei einem niedergelassenen Arzt oder auch gemischt absolviert werden können.

Die Ärztekammer hat auch die Kandidaten aller Parteien gefragt, inwieweit sie ihre Forderungen zur Förderung der Landmedizin unterstützten. Die Antworten waren für Wiegeles Geschmack "wenig konkret". Die SPÖ-Kandidaten hätten auf ein Zusammenwirken der Vertragspartner mit der Landes- und Gemeindepolitik verwiesen. ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger habe sich für eine bessere Honorierung und für Arbeitserleichterungen ausgesprochen. Sein Grüner Kollege Kurt Grünewald habe für ein Bonussystem für Landärzte plädiert. FPÖ, BZÖ und Team Stronach hätten die Forderung der Ärztekammer grundsätzlich unterstützt.

Innenminister Karl Nehammer, Vizekanzler Werner Kogler, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober bei ihrer Erklärung.

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