Der Frühling kommt, die Zecken leider auch...

Ein Zeckenstich kann zu vielen Infektionen führen. Besonders gefährlich ist die virale Infektionskrankheit, die „Frühsommer-Meningoenzephalitis“, kurz FSME. Univ. Prof. Dr. Herwig Kollaritsch, Leiter des Zentrums für Reisemedizin, beantwortet Fragen

Der Frühling kommt, die Zecken leider auch...

Ein Zeckenbiss kann gefährlich sein. Die gefürchtetste Krankheit ist FSME. Bei einer Erkrankung kann es von einer milden Hirnhautentzündung bis hin zu einer schweren Gehirnentzündung mit Knochenmarkentzündung und Lähmung kommen. Den einzigen Schutz gegen FSME bietet eine Impfung.

FSME-Schutzimpfung und Auffrischung

Nach einer erfolgten Grundimmunisierung (bestehend aus drei Teilimpfungen) wird empfohlen, das erste Mal nach drei und dann alle fünf Jahre aufzufrischen. „Das heißt, wenn man sich routinemäßig darauf einstellt, alle fünf Jahre diese Impfung zu machen, ist man auf der sicheren Seite und es kann nichts passieren“, sagt Kollaritsch.

Nachträglich, das heißt, wenn man schon einen Zeckenstich hat und nicht weiß, ob die Zecke infiziert war oder nicht, kann man wenn man ungeimpft ist leider gar nichts mehr machen. Kollaritsch: "Da muss man dann die Inkubationszeit, also die Zeit, die bis zum Auftreten der klinischen Symptome vergeht, abwarten, und wenn nichts passiert, kann man nachträglich impfen. Wenn man jemanden hat, der angeimpft ist, ist es in dem Moment wo man die Zecke entdeckt hat, sehr wohl möglich eine Auffrisch-Impfung zu setzen und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man damit eine Erkrankung noch abfangen können.“

Verträglichkeit und Nebenwirkungen

Die FSME-Schutzimpfung ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Auch Kinder, chronisch Erkrankte, Schwangere und ältere Menschen können sich in den meisten Fällen problemlos impfen lassen. Nebenwirkungen gibt es vorwiegend direkt an der Impfstelle in Form von Rötungen, Verhärtungen oder Schwellungen. Auch ein muskelkaterartiges Gefühl kann noch ein bis zwei Tage nach der Impfung auftreten.

Zum Video: Zeckenschutzimpfung: FSME ist eine Krankheit, die durch einen Zeckenstich übertragen werden kann und nicht heilbar ist

Kollaritsch: „Schwerwiegende Nebenwirkungen gibt es nicht, lediglich bei sehr jungen Säuglingen muss man aufpassen, da kann die erste Impfung durchaus einmal eine fieberhafte Reaktion verursachen, ist aber auch nicht von großer Dramatik. Nur die Eltern sollen darüber informiert sein, dass das passieren kann, damit sie nicht aus allen Wolken fallen, wenn der Zwerg plötzlich 39° C hat.“

Hintergrund

Verbreitung von FSME
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist vor allem in Europa und Asien verbreitet. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und auch andere Gesundheitsinstitutionen geben eine klare Impfempfehlung bei Reisen in so genannte "FSME-Endemiegebiete" heraus. Vor allem für Menschen, die z.B. nach Österreich einreisen, wäre sie daher ebenfalls sinnvoll.

Infektion
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zeckenstiche und selten auch durch nicht-pasteurisierte Milchprodukte (von Schafen und Ziegen) übertragen. Das FSME-Virus (Tick-borne Encephalitis, TBE) ist ein Flavivirus.

Krankheitsverlauf
Nach einer Inkubationszeit von durchschnittlich acht Tagen verläuft das Krankheitsbild meist zweiphasig.

In der ersten Phase treten grippeähnliche Symptome auf, in der zweiten Phase kann es nach einem symptomfreien Intervall von etwa sieben Tagen zu einer milden Hirnhautentzündung bis hin zu einer schweren Gehirnentzündung mit Knochenmarkentzündung und Lähmung kommen.

Etwa ein Drittel der Patienten zeigt nach überstandener Erkrankung langandauernde Folgeschäden.

FMSE - Informationen von Impfmanager.at

In Kooperation mit vielgesundheit.at

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