Depressionen: Bei Männern oft unerkannt

Depressionen: Bei Männern oft unerkannt

Männer erkranken genauso häufig an Depressionen wie Frauen, jedoch äußern sich bei ihnen andere Symptome. Eine aktuelle Studie widerlegt damit das vorherrschende Bild, dass Frauen anfälliger für die psychische Erkrankung seien.

Wenn Männer aggressiv sind, hohe Risiken eingehen, Wutanfälle bekommen und verstärkt zu Drogen greifen, ist das nicht wie oft interpretiert wird, ein "echter" Mann, sondern er hat vielleicht Depressionen. Das zeigte das Ergebnis einer aktuellen Studie der Uni Michigan. Forscher der Universität werteten dafür die Daten einer landesweiten Umfrage an rund 5700 Probanden aus.

Basierend auf diesen Erkenntnissen haben die Forscher einen Kriterien-Katalog zusammengestellt, der sowohl traditionelle als auch typisch männliche Symptome der Depression auflistet.

Rund 30 Prozent der Männer mit Depressionen

Angewendet auf die Studienteilnehmer, durchlitten nach den neuen Kriterien 30,6 Prozent der Männer und 33,3 Prozent der Frauen eine Depression.

Somit besteht zwischen den Geschlechtern diesbezüglich kaum mehr ein Unterschied. Nach den bisher üblichen Diagnosekriterien litten 25 Prozent der Frauen und nur 12 Prozent der Männerunter Depressionen. Bisher ging die Forschung davon aus, dass Frauen stärker auf Stress reagieren und diesem auch schlechter begegnen können.

Das deutsche Bundesgesundheitsministerium schätzt, dass in Deutschland vier Millionen Menschen von einer Depression betroffen sind. „Die Studie verdeutlicht, wie weit Depressionen tatsächlich verbreitet sind und legt nahe, dass wir die Symptome geschlechtsspezifisch betrachten müssen,“ betont Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM)- Sprecher Harald Gündel.

In Kooperation mit www.medizin.at

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