Aktive Schilddrüse kann Altersdepression auslösen

Aktive Schilddrüse kann Altersdepression auslösen

Dass die Schilddrüse, aufgrund ihrer wichtigen Rolle bei der Regulierung des Stoffwechsels, die psychische Gesundheit beeinflussen kann, war bisher bereits bekannt. Insbesondere werden sowohl Über- als auch Unterfunktion mit erhöhtem Depressionsrisiko verbunden. Doch auch wenn alles “normal” scheint, ist man nicht vor schädlichen Auswirkungen gewappnet.

Weisen ältere Menschen eine überdurchschnittlich hohe Schilddrüsenaktivität auf, ohne dass Werte einer Überfunktion erreicht werden, kann dies in weiterer Folge die Entwicklung von Depressionen fördern. Dies ist das Ergebnis einer neuen holländischen Studie, die in der Online-Ausgabe des renommierten “Endocrine Society Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism ( JCEM )” nun veröffentlicht wurde.

Bereits 2009 war dieser Zusammenhang untersucht worden: Dabei war während einer Studie an 2.269 Männern mittleren Alters die Schilddrüsenfunktion bestimmt worden und die zwischen 1979 und 1983 auftretenden geringfügigen psychiatrischen Erkrankungen während über 12 Jahren analysiert worden.

Dabei zeigte sich, dass höhere, jedoch im Normbereich liegende Thyroxinwerte mit einem erhöhten Risiko von Depressionen assoziiert werden konnten. Die Wirkung von Schilddrüsenhormonen auf die Stimmung zwischen Normalbevölkerung und Patienten mit klinischen Funktionsstörungen waren dabei allerdings unterschiedlich.

1.500 Menschen acht Jahre unter Beobachtung

Um die Aktivität der Schilddrüse für die aktuelle Studie zu messen, bestimmten nun die holländischen Forscher den Spiegel eines Hormons das die Schilddrüse dazu bewegt, mehr Hormone zu produzieren. Um nun die tatsächlichen Auswirkung von unterschiedlichen, jedoch im Normbereich liegenden Aktivitätsniveaus der Schilddrüse bezüglich psychischer Risiken einschätzen zu können, wurde 1.503 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 70 Jahren während 8 Jahren begleitend untersucht und diese Daten anschließend analysiert.

Menschen am oberen Ende des Normalbereichs in Gefahr

“Wir fanden, dass ältere Menschen mit Schilddrüsenaktivität am oberen Ende des Normalbereichs ein wesentlich erhöhtes Risiko aufwiesen, eine Depressionen zu entwickeln", so die Studienautoren. Im Gegensatz zu Personen mit geringerer Aktivität der Schilddrüse im normalen Bereich”, fasst Marco Medici vom Erasmus Medical Center in Rotterdam die Ergebnisse zusammen: “Dies legt nahe, dass auch geringfügige Änderungen der Schilddrüsenfunktion ähnliche psychische Wirkungen verursachen könnten wie dies bei manifesten Erkrankungen der Schilddrüse einschließlich Hypothyreose und Hyperthyreose der Fall ist.”

In Kooperation mit medizin.at

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