Energiewende beginnt beim Verbraucher

Energiewende beginnt beim Verbraucher

Heizung, Warmwasser und Strom sind die Energiefresser eines jeden Haushalts.

Über ein Zehntel (13%) der Klimawandel verursachenden Treibhausgase stammen aus Verbraucherhaushalten. Diese Zahl stammt aus dem Österreichischen Klimabericht und zeigt, dass das Aufhalten der fortschreitenden Klimaveränderung nicht nur in staatlichen Händen liegt.

Seit Mitte des letzten Jahrhunderts steigen die Temperaturen. Diese globale Klimaveränderung wird durch den Menschen verursacht, der mit seiner Art des Wirtschaftens die Atmosphäre mit Treibhausgasen zerstört. Über 85% der Treibhausgase Österreichs sind CO2. Laut des Österreichischen Klimaberichts des Umweltbundesamts gehen 31% auf das Konto der Industrie. Etwa 26% wird von dem Verkehr verursacht und 17% von der Energiewirtschaft. Für ganze 13% sind Privathaushalte mit Raumwärme und Stromverbrauch für Haushaltsgeräte verantwortlich. Den Rest teilen sich Land- und Abfallwirtschaft mit fluorisierten Gasen.

Für zwei Drittel der österreichischen Energiegewinnung werden importierte, fossile Brennstoffe benötigt. Erneuerbare Energien machen nur etwa 30% aus. Damit schneidet Österreich im Ländervergleich ganz gut ab. Ein weiter Weg zu den erwünschten 100% ist es dennoch. Zurzeit ist es nicht möglich, den Energiebedarf Österreichs ausschließlich über erneuerbare Energien zu decken. Dies erfordert eine genaue und langfristige Planung sowie die Entwicklung entsprechender Rahmenbedingungen, Richtlinien und No-Go-Areas, um die Natur nicht negativ zu beeinflussen. So wäre es nicht sinnvoll die Energiegewinnung durch Wasserkraft zu verstärken, denn hierfür wäre eine weitere Verbauung von Fließgewässern nötig, was dem Naturschutz entgegensteht. Stattdessen kann die Produktion hier nur durch Modernisierungsmaßnahmen erhöht werden. Umso wichtiger sind ein Umdenken und eine Reduzierung des eigenen Verbrauchs

Wissenschaftler konnten durch Messungen feststellen, dass sich bereits 40% mehr CO2 in der Atmosphäre befinden als es ohne menschliches Zutun der Fall wäre. Der daraus resultierende Treibhauseffekt hat eine Erhöhung der Temperatur zur Folge, was langfristig zu gravierenden Klimaveränderungen führen wird. Diese bringen die Ökosysteme durcheinander, führen schon heute zum Aussterben einiger Tiere und Pflanzen und verstärken Naturkatastrophen wie Stürme und Überflutungen.

Die wirkliche Gefahr liegt nach Experten des Weltklimarats IPCC aber woanders. Bereits für das 21. Jahrhundert stellen sie beängstigende Prognosen. Subtropische Trockenregionen werden noch trockener, es wird zu Trinkwasserknappheit und in einigen Gebieten zu Waldsterben kommen, weil Bäume sich am langsamsten an klimatische Verschiebungen anpassen können. Krankheitsübertragende Insekten werden ihren Lebensraum erweitern und dafür sorgen, dass sich Infektionskrankheiten noch mehr ausbreiten. Betroffen werden vor allem ärmere Regionen sein, doch irgendwann wird es weltweit zu einer Nahrungsknappheit kommen. Eine rapide Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen ist deshalb zwingend von Nöten.

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden

Da 13% der Treibhausgase von Kleinhaushalten verursacht werden, kann jeder Verbraucher seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, um den CO2-Ausstoß zu verringern.

Energieeffizienz bei Bau und Sanierung

Mit energieeffizientem Bauen und intelligenten Sanierungsmaßnahmen kann jeder Bauherr seinen Teil zum Klimaschutz beitragen. Unter Berücksichtigung erneuerbarer Energien kann der Energieverbrauch für Raumwärme und Warmwasseraufbereitung stark gesenkt werden. Hierfür kann eine unabhängige Beratung eines Energieberaters hilfreich sein. Thermische Sanierungen werden staatlich gefördert. Sowohl Dämmungen als auch der Einbau von modernen Fenstern und Türen sowie die Umrüstung auf erneuerbare Energien.

Umrüstung auf Photovoltaik oder Wärmepumpe

Mit der Energie der Sonne kann etwa acht Monate des Jahres der eigene Energiebedarf gedeckt werden. Wärmepumpen verbrauchen nur einen Bruchteil der Energie eines Elektroboilers und können zusätzlich noch mit Ökostrom betrieben werden. Die Anschaffungskosten sind recht hoch, werden aber schon bald durch die eingesparten Strom- und Heizkosten ausgeglichen. Außerdem wird der Einbau staatlich gefördert. Auch Fernwärme kann sinnvoll sein, wenn sie mit Industrieabfallprodukten wie Holzschnitzel oder Ähnlichem produziert wird.

Energieausweis

Wer kauft oder mietet sollte immer nach dem Energieausweis fragen. Verkäufer und Vermieter sind verpflichtet, diesen vorzulegen. Aus ihm wird der Energieverbrauch ersichtlich.

Intelligente Hauswirtschaft

Die Nutzung von Haushaltsgeräten mit Energielabel bzw. Energieverbrauchskennzeichnung A+ bis A+++ legt den Grundstein für eine energieeffiziente Haushaltsführung. Sie unterliegen der Rahmenrichtlinie über die Angabe des Verbrauchs an Energie und anderen Ressourcen durch energieverbrauchsrelevante Produkte, welche in Österreich im Jahr 2011 mit Produkte-Verbrauchsangabenverordnung umgesetzt.

Außerdem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, mit kleinen Änderungen des eigenen Verhaltens energiesparender zu leben. Doch auch wenn die meisten Menschen theoretisch wissen, wie es sich mit dem richtigen Heizen und Lüften, Einrichten und Kochen wertvolle Energie sparen lässt, setzen es nur wenige um. Dabei ließen sich schon bei einer um 1°C verringerten Wohnraumtemperatur 6% Energie sparen. Auch beim Autofahren siegt nach wie vor die Bequemlichkeit, obwohl hier ebenfalls enormes Einsparpotenzial steckt.

Für jeden umsetzbare Tipps zum Energiesparen sind auf dieser Webseite zu finden.

Der eigene ökologische Fußabdruck

Die Methode zur Berechnung des Footprints wurde von den Wissenschaftlern Mathis Wackernagel und William Rees in den 90ern entwickelt und wird heute als „ökologischer Fußabdruck“ bezeichnet. Durch die Angabe aller im Laufe eines Jahres verbrauchten Waren und Ressourcen der jeweiligen Person wird die dazu benötigte Erdfläche berechnet. Diese wird der Zahl der 7 Milliarden Mitmenschen gegenüber gestellt und zeigt, inwieweit die eigenen ökologischen Grenzen überschritten werden. Die Berechnung kann hier durchgeführt werden.

Technische Unterstützung

Dank innovativer Technik ist es möglich, das gesamte Haus zu steuern. Mit Smart Home wird das intelligente Wohnen bezeichnet, das es möglich macht, den Alltag zu erleichtern und den Wohnkomfort zu erhöhen. Im Bereich von Multimedia, Lichtmanagement und Alarmanlage ist Smart Home bereits weit verbreitet. Die Chance, seinen gesamten Energieverbrauch zu managen, nehmen aber noch wenige wahr.

Die Energieeffizienz kann mit Hilfe von Smart Metern gemessen werden, die über Funk oder Internetverbindung die Aufgabe herkömmlicher Stromzähler übernehmen und die anschließend ausgewertet werden können. Die Zukunft dieser Technologien liegt aber im Smart Grit und seiner Vernetzung von Stromerzeuger und Konsument. In diesem Bereich schreitet die Entwicklung dank einiger Technologiekonzerne rasant fort. So entwickelt Siemens derzeit einen Customer Energy Manager, der die gesamte Kontrolle des Energienetzes innerhalb eines Gebäudes übernimmt. Neuigkeiten hierzu werden auf hitech.at veröffentlicht.

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