Wie finanziere ich eine Sanierung?

Sanierungsmaßnahmen sollten nicht nur zu einer höheren Wohnqualität und einem geringeren Energieverbrauch führen, sondern auch mit einer Kostenreduktion einhergehen. Tatsache ist aber auch, dass man dafür Geld in die Hand nehmen muss. Davon sollten Sie sich aber nicht abschrecken lassen

Wie finanziere ich eine Sanierung?

Mit einer thermischen Sanierung sowie einem Umstieg auf erneuerbare Energie lässt sich langfristig Geld sparen. Kurzfristig gesehen sind die Maßnahmen aber oftmals eine finanzielle Herausforderung. Förderungen für den Umstieg auf erneuerbare Energieträger sowie für thermische Sanierungsmaßnahmen zur Reduktion des Heizwärmebedarfes gibt es nicht nur auf Bundes- sondern auch auf Länderebene.

Förderoffensive des Bundes: Sanierungsscheck 2014

Auf Bundesebene werden thermische Sanierungen mit dem Sanierungsscheck gefördert. Seit 3. März können Privatpersonen um Zuschüsse für thermische Sanierungen ansuchen. Das zu sanierende Gebäude muss älter als 20 Jahre sein, das Datum der Baubewilligung muss also vor dem 1. Jänner 1994 liegen.

Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten. Diese berücksichtigen Montage, Material und die Planung. Wer durch das Sanieren den Heizwärmebedarf auf unter 50 kWh/qm/Jahr und damit auf Niedrigenergiehaus-Status heruntersetzt, kann bei einer thermischen Sanierung mit einer Förderung von max. 6000 Euro rechnen. Bei jenen die über diesem Wert bleiben, beläuft sich die Förderung auf max. 5000 Euro. Die Umstellung des Wärmeerzeugungssystems wird mit bis zu 2000 Euro gefördert.

Wer zum Sanieren Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen bzw. Produkte mit dem Umweltzeichen verwendet kann mit einem weiteren Zuschlag von 500 Euro rechnen. Die Kosten der Energieausweiserstellung werden mit max. 300 Euro gefördert.

Anträge können bis zum 31. Dezember 2014 bei den Bausparkassen eingereicht werden. Bei der Antragsstellung ist eine E-Mail Adresse anzuführen, da der Schriftverkehr ausschließlich per E-Mail erfolgt. Der Antrag muss vor dem Beginn der baulichen Maßnahmen gestellt werden.

Förderungen der Bundesländer

Wien
fördert die thermische Sanierung der Gebäudehülle, die förderbaren Baukosten werden von der MA 25 ermittelt. Zusätzliche energetische, klimarelevante Sanierungsmaßnahmen (Fernwärme, Wärmepumpe und ähnliches) werden mit einem zusätzlichen nichtrückzahlbaren Betrag von 30 Prozent der Kosten und mit bis zu 30 Euro/qm unterstützt.
Informationen zum Förderungsantrag

Niederösterreich
fördert umfassende Sanierungen durch eine Unterstützung zur Rückzahlung eines Darlehens. Dieses muss für eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren aufgenommen werden. Die Förderung beläuft sich auf einen jährlichen Zuschuss von drei Prozent des förderbaren Sanierungsbeitrags. Energieausweis ist Voraussetzung.
Informationen zur Förderung von Eigenheimsanierungen

Oberösterreich
koppelt Förderungen an das Jahreshaushaltseinkommen. Dieses darf in einem Drei-Personen-Haushalt nicht mehr als 60.000 Euro betragen. Neben Dämmungsmaßnahmen werden auch thermische Solaranlagen (1100 Euro als Sockelbetrag) und Wärmepumpenlösungen finanziell unterstützt. Unabhängig vom Einkommen wird der Einbau von Biomasseheizanlagen gefördert.
Informationen zur Förderung von Eigenheim-Sanierungen

Salzburg
bietet Fördermöglichkeiten zur umfassenden thermischen Sanierung sowie für Einzelmaßnahmen. Gefördert werden u.a. Fernwärme, Heizungen mit Biomasse, Wärmepumpen, Heizungscheck und Energieausweis.
Förderungen in Salzburg

In Tirol
sind die förderungsfähigen Sanierungsmaßnahmen vom Alter des Gebäudes abhängig. Die Förderung besteht in der Gewährung von Annuitätenzuschüssen, der Gewährung von einmaligen Zuschüssen oder in der Übernahme einer Bürgschaft.
Informationen zur Tiroler Wohnhaussanierung-Förderung

In Vorarlberg
erfolgt die Förderung durch einen Kredit oder einen einmaligen Zuschuss. Die Höhe der Förderung hängt von den Sanierungskosten ab. Es gilt eine Einkommensgrenze zu beachten. In einem Haushalt mit zwei oder mehr Personen darf das Netto-Einkommen monatlich 5200 Euro nicht überschreiten.
Sanierungsförderungen in Vorarlberg

Kärnten
fördert Fernwärmeanschlüsse, Holzheizungsanlagen und Solaranlagen mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss von 40 Prozent der Kosten und max. 5000 Euro. Bis zu 30 Prozent und max. 2200 Euro Baukostenzuschuss gibt es für Biomassekessel. Fernwärme wird mit 140 bis 1800 Euro gefördert.
Informationen zu Kärntner Wohnhaussanierungs-Förderungen

Burgenland
unterstützt umfassende Sanierungsmaßnahmen mit einem Darlehen bis max. 45.000 Euro. Sanierungsförderungen sind an Einkommensobergrenzen gebunden. In einem Drei-Personen-Haushalt beträgt die Grenze 55.000€ netto.
Sanierungs-Förderungen im Burgenland

In der Steiermark
besteht die Förderung für eine umfassende energetische Sanierung aus einem nicht rückzahlbaren Annuitätenzuschuss im Ausmaß von 30 Prozent zu einem Bankdarlehen oder einem Direktzuschuss im Ausmaß von 15 Prozent der förderbaren Kosten. Zum Zeitpunkt der Einreichung des Ansuchens können die Sanierungsmaßnahmen bereits abgeschlossen sein.
Sanierungs-Förderungen in der Steiermark


Die Experten der EVN-Energieberatung stehen Ihnen unter der gebührenfreien Service-Hotline 0800/800333 zur Verfügung. Gerne beantworten Sie rasch und kostenlos Ihre Fragen zum Thema Energie.

Onlineanfrage für die EVN-Energieberatung

PROMOTION der EVN
Klimaschutzministerin Leonore Gewessler

Das neue Ökostromgesetz - eine schwere Geburt

Trotz monatelanger Vorverhandlungen reißt die Kritik am neu geplanten …

Zusätzliche Photovoltaik-Förderungen beschlossen

Für Spezial-Vorhaben bei Photovoltaik-Vorhaben wird es nun eine …

Alfred Weinberger, Amarenco

Photovoltaik: „Jedes Dachl kostet ein Vermögen“

Alfred Weinberger, Österreich-Chef von Amarenco, einer der größten …

ESG Round Table Diskussion. Von links: Arne Johannsen (trend), Daniela Kletzan-Slamanig, Wifo, Andreas Ittner, Amundi Austria

„Der Klimawandel ist ein Risiko für die Finanzmärkte“

Sie ist die oberste Hüterin des Geldes, hat stets einen Blick auf die …