Sanieren – aber richtig!

In keinem Bereich besteht ein so großes Einsparpotenzial wie beim Heizen. Durch effizientes und umfangreiches Dämmen, Sanieren und das richtige Heizverhalten können bis zu 50 Prozent der Energiekosten eingespart werden.

Sanieren – aber richtig!

Wohlige Wärme ohne schlechtes Gewissen: Mit einer thermischen Sanierung kann der Heizwärmebedarf von Gebäuden – und damit gleichzeitig auch die Energiekosten – um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Die Dämmung von Gebäuden ist dabei das A und O, denn ganz gleichgültig, was man sonst noch macht – das Geld würde sonst nur wieder sprichwörtlich beim Fenster hinausgeheizt werden.

Für eine effiziente thermische Sanierung reicht es allerdings nicht, nur die Außenwände zu dämmen. Es sollten obendrein auch die oberste und unterste Geschoßdecke und der Kellerboden gedämmt werden sowie falls notwendig auch die Fenster und Außentüren ausgetauscht werden.

Bei den einzelnen Maßnahmen sollten Sie folgende Reihenfolge beachten:
1. Die oberste Geschoßdecke dämmen
2. Fenster und Außentüren sanieren oder tauschen
3. Kellerdecke dämmen
4. Außenwände dämmen

Die Dämmmaßnahmen werden bereits erhebliche Wirkung zeigen. Zusätzlich wird es in einigen Fällen in einem fünften Schritt notwendig sein, das Heizwärmesystem zu ändern oder die Heizung zu sanieren. Heizungskessel mit mehr als 15 Betriebsjahren arbeiten nicht mehr so effizient wie moderne Geräte. Wer noch mit fossilen Brennstoffen heizt sollte erneuerbare Energie für das Eigenheim in Betracht ziehen.

Welches Heizungssystem und welcher Energieträger im Einzelfall am besten geeignet sind hängt von zahlreichen Faktoren ab und professionelle, unabhängige Berater helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Erneuerbare Energie für das Eigenheim

In Österreich erfreuen sich seit Jahren Biomasse-Brennstoffe großer Beliebtheit. Darunter versteht man organische, biogene Stoffe. Die bekanntesten Formen sind Pellets, Stückholz und Hackgut. Biomasse-Brennstoffe sind CO2-neutral und tragen somit zum Klimaschutz bei. Ein durchschnittlicher Haushalt, der in einer Heizsaison 3000 Liter Heizöl verbraucht, kann mit einer neuen Biomasse-Anlage bis zu 9 Tonnen CO2 im Jahr einsparen.

Weitere Vorteile von Biomasse-Brennstoffen sind, dass sie aus nachwachsenden Rohstoffen regional und günstig produziert werden können. Im Gegensatz dazu stehen fossile Brennstoffe (Öl, Kohle, Gas), mit denen langfristig gesehen keine Versorgungssicherheit gegeben ist. Der Aufwand zur Förderung fossiler Brennstoffe wird außerdem immer größer (Stichworte: Fracking/Schiefergas, Hochseeförderung). Zudem können politische Unsicherheiten und Spekulationen starke Preisschwankungen auslösen.

Biomasse-Heizanlagen können außerdem gut mit Solar-Anlagen kombiniert werden. Eine thermische Solaranlage kann zur Raumheizung, Warmwasserzubereitung sowie zur Schwimmbadheizung eingesetzt werden. Von März bis Oktober kann eine solche Solaranlage zu 100 Prozent das Wasser wärmen, im Winter reicht deren Energie aber in der Regel nicht aus um ein Haus zu heizen, weshalb ein zweites Heizsystem notwendig ist.
Bei einer Lebensdauer von 25 Jahren erzeugt eine Solaranlage ca. 120.000 kWh Wärme. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 130 qm Wohnfläche benötigt ca. 15-20 qm Kollektorfläche sowie einen Speicher mit rund 1500 L Volumen. Eine Solaranlage kann ca. 25 – 40 Prozent des Wärmebedarfs eines Hauses decken.

Eine weitere Möglichkeit stellen Wärmepumpenlösungen dar. Diese arbeiten mit der gleichen Technik wie ein Kühlschrank nur mit dem umgekehrten Nutzen. Sie entziehen die Wärme der Erde, der Luft oder dem Wasser. Außer der Wärme aus der Umgebung benötigen Wärmepumpen zusätzlich elektrische Antriebsenergie. Bei der Wärmepumpe ist ein gut gedämmtes Haus besonders wichtig. Je besser die Voraussetzungen sind, desto weniger Strom wird benötigt.


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