Photovoltaik- und Stromspeicher: Neue Förderung startet

Die Bundesregierung hat für die Jahre 2020 bis 2022 Fördermittel für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher freigegeben. Jährlich werden 36 Millionen Euro vergeben, um 140 Prozent mehr als im Jahr 2019.

Photovoltaik- und Stromspeicher: Neue Förderung startet

Photovoltaik-Anlagen: Bis 2020 soll sich ihre Zahl auf Österreichs Dächern verzehnfachen.

Am Mittwoch, den 11. März um 17:00 Uhr startet die neue Fördervergabe für Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicher. Insgesamt werden 36 Millionen Euro vergeben. Die Fördermittel wurden damit gegenüber dem Vorjahr um 21 Millionen Euro oder um 140 Prozent erhöht. Die Summe soll in gleicher Höhe auch in den Jahren 2021 und 2022 zur Verfügung stehen.

Die Förderung ist ein Puzzlestein in Richtung des Ziels, dass Österreich bis 2030 Strom ausschließlich aus Erneuerbaren Energien bezieht und 2040 klimaneutral ist. "Photovoltaik spielt bei diesem Ziel eine große Rolle", erklärt Infrastrukturministerin Leonore Gewessler. Der Anteil müsse sich verzehnfachen. "Das eigene Dach für Photovoltaik zu nutzen, das ist eine Möglichkeit, mit der alle - Menschen, Betriebe, die öffentliche Hand - direkt etwas zum Klimaschutz beitragen können. Jeder soll aktiv werden können."

Abwicklung der Anträge

Abgewickelt wird die Investitionsförderung von der Förderstelle OeMAG, auf deren Website auch alle Informationen zur Antragstellung zu finden sind. Die 36 Millionen Euro Fördermittel teilen sich auf 24 Millionen Euro für die Förderung von PV-Anlagen und weitere 12 Millionen Euro für Stromspeicher auf. Zusätzlich gibt es die bereits im Jänner gestartete bundesweite Einspeisetarifförderung, also eine Förderung für in das Stromnetz eingespeisten PV-Strom.

Die neue PV- und Stromspeicherförderung steht vor allem auch für die Umsetzung größerer PV-Projekte zur Verfügung, die auf eigenständige Stromversorgung anstatt der Einspeisung in das Netz setzen, sowie für Stromspeicher eine zusätzliche Förderschiene zur Verfügung. Mit bis zu 250 € pro Kilowattpeak (kWp) wird die PV-Anlage unterstützt; Stromspeicher mit 200 € pro Kilowattstunde (kWh). Für die Förderung gelten Leistungsobergrenzen von 500 kWp (Kilowatt Peak) bei PV-Anlagen und 50 kWh beim Stromspeicher. Eine Photovoltaik-Anlage für ein klassisches Einfamilienhaus umfasst 4 bis 10 kWp.

Anschub für PV-Ausbau

Der Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) begrüßt die neue Förderung. Der Verband hatte sich massiv für eine Erhöhung des Förderbudgets eingesetzt, das für Stromspeicher zuletzt binnen einer Minute ausgeschöpft war. "Nun haben wir eine effiziente Förderstruktur, zumal auch die maximale Speichergröße reduziert wurde“, freut sich Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des PVA.

Der PVA erwartet in diesem Jahr einen merkbaren Anstieg des PV-Ausbaus. Eine PV-Leistung von über 100 MW und eine Speicherkapazität von insgesamt 60 MWh werde durch diese Förderschiene ermöglicht..

In Kürze wird auch die Klima- und Energiefondsförderung fortgesetzt. Das angekündigte Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) werde viele weitere Initiativen setzen, so Gewesslers Ankündigung.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler

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