Photovoltaik-Förderung geglückt - viele werden dennoch wieder leer ausgehen

Photovoltaik-Förderung geglückt - viele werden dennoch wieder leer ausgehen

Der zweite Anlauf bei der Online-Vergabe von Photovoltaik-Förderungen ging ohne Probleme über die Bühne. Insgesamt gab es über 18.000 Anträge. Aber nicht jeder, der ein Ticket hat, bekommt auch Geld. Viele Antragssteller werden trotzdem wieder leer ausgehen.

Die Photovoltaik-Förderantragstellung ist am Donnerstag um 17 Uhr ohne Probleme gestartet. Nach einem gescheiterten ersten Versuch am 2. Jänner. Die OeMAG - Abwicklungsstelle für Ökostrom AG - musste die Vergabe damals wegen "hackerähnlichen Vorgängen" verschieben. "Bis 18.00 Uhr wurden 18.000 Tickets für Förderanträge beantragt und ausgestellt", teilte die OeMAG am Abend mit.

OeMaAG Vorstand Magnus Brunner geht aber davon aus, dass viele Antragssteller doppelte Tickets gelöst haben und deshalb rund die Hälfte der 18.000 Tickets wegfällt. "Wie viele vollständige und korrekte Anträge wir wirklich haben, können wir erst in einer Woche sagen", so Brunner.

Die Chance auf eine Förderung ist - wenn man sich nicht sofort um 17:00 Uhr um ein Ticket bemüht hat - minimal. "Innerhalb der ersten fünf Minuten wurden 7200 Tickets gelöst", sagt Brunner. Es gilt das Prinzip "First come, first serve" - wenn der mit acht Millionen Euro gefüllte Fördertopf leer ist, dann muss man auf die nächste Vergabe im Jänner 2015 warten. Wer leer ausgeht bleibt bis Ende des Jahres gereiht - vermutlich vergeblich.

Vergabe in zwei Schritten

Die Glücklichen, die rechtzeitig ein Ticket ergattert haben müssen nun ihre Anträge online abgeben. Das ist frühestens seit Freitag, 11:00 möglich. Die Interessenten haben dafür eine Woche lang Zeit.

"Vor allem war es wichtig gegen jene aggressiven und destruktiven Antragssteller, die mittels automatisierter Eingabesysteme (sogenannte robots) versuchen würden, sich einen Vorteil bei der Antragstellung zu verschaffen, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen", so OeMAG-Vorstand Magnus Brunner. Wegen den Vorfällen am 2. Jänner 2014 bei der abgebrochenen Photovoltaik-Förderungsvergabe hat die OeMAG nun eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft eingebracht .

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