Milder Winter: 2014 weniger Energie verbraucht

Milder Winter: 2014 weniger Energie verbraucht

Die Produktion durch Windkraft und Fotovoltaik in Österreich stieg um 23% auf 17 Petajoule (PJ) an.

Dank der milden Temperaturen mussten die Österreicher im vergangenen Winter weniger heizen. Der heimische Energieverbrauch sank 2014 um vier Prozent auf 1.074 Petajoule. Fast 70 Prozent des in Österreich verbrauchten Stroms wurden mit erneuerbaren Energieträgern wie Wasser- und Windkraft oder Geothermie erzeugt.

Die Heizgradsumme fiel 2014 um ganze 19 Prozent, geht aus der vorläufigen Energiebilanz der Statistik Austria vom Dienstag hervor. Der Fernwärme-Endenergieverbrauch sank parallel dazu um 8 Prozent auf 74 PJ. Dagegen blieb die Produktion von Fernwärme aus erneuerbaren Energieträgern stabil.

Stark angestiegen - um 23 Prozent auf 17 PJ - ist die Stromproduktion aus Windkraft und Photovoltaik. Die Wasserkrafterzeugung war aber um 2 Prozent rückläufig (148 PJ), sodass die gesamte Produktion von elektrischer Energie um 1 Prozent auf 221 PJ sank.

Was den Verbrauch betrifft, gab es bei allen Energieträgern außer bei brennbaren Abfällen (+10 Prozent auf 11 PJ) einen Rückgang. Der Erdölverbrauch sank um 3 Prozent auf 402 PJ, Erdgas ging um 9 Prozent auf 174 PJ zurück, Erneuerbare um 2 Prozent auf ebenso 174 PJ und bei Kohle bzw. Kohlegasen betrug das Minus 16 Prozent (17 PJ).

Fast 70 Prozent des verbrauchten Stroms aus "sauberen" Energieträgern

Fast 69 Prozent des in Österreich verbrauchten Stroms wurden im Vorjahr aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt (+2 Prozent). Dazu zählen die in Österreich starke Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Photovoltaik und Geothermie.

Der Erneuerbaren-Anteil am Bruttoendenergieverbrauch dürfte laut Expertenschätzungen um etwa einen Prozentpunkt auf 33,5 Prozent gestiegen sein, erklärten die für Energie zuständigen ÖVP-Minister Reinhold Mitterlehner (Wirtschaft) und Andrä Rupprechter (Umwelt). "Wir sind daher optimistisch, das an die EU gemeldete 2020-Ziel eines Erneuerbaren-Anteils von 34 Prozent übertreffen zu können."

Die Energieeffizienz - bezogen auf den Energieverbrauch je Einheit der gesamtwirtschaftlichen Produktion - legte 2014 um 3,3 Prozent zu. Es sei gelungen, den Energieverbrauch langfristig vom Wirtschaftswachstum zu entkoppeln, so die Minister. "Während der Bruttoinlandsverbrauch seit 2005 um 4,6 Prozent rückgängig ist, stieg das reale Bruttoinlandsprodukt in diesem Zeitraum um 11,4 Prozent."

Betrachtet man den Energieverbrauch nach Sektoren, zeigt sich, dass erneut der Verkehr am meisten Energie verschlang, nämlich 364 PJ (nach 370 PJ) von insgesamt 1.074 PJ. Das ist mehr als ein Drittel. Auf die Industrie (produzierender Bereich) entfielen 320 PJ. Die Haushalte verbrauchten 259 PJ, öffentliche und private Dienstleister 107 PJ und Landwirte 23 PJ.

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