Heizungstausch jetzt!

Heizungstausch jetzt!

Nach der Heizsaison ist vor der Heizsaison. Das Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt um einen Heizungstausch in Erwägung zu ziehen. Technische Voraussetzungen und gebäudespezifische Gegebenheiten müssen bei der Wahl des Heizsystems berücksichtigt werden. Professionelle Energieberatungsstellen helfen Ihnen bei der Entscheidung.

Die Heizsaison ist gerade erst vorüber und schon sollten Sie sich Gedanken um die nächste machen? Wer jetzt vorsorgt läuft zumindest nicht Gefahr sich im Herbst wieder mit einer minder funktionierenden Heizung oder unnötig hohen Kosten herumschlagen zu müssen.

Für einen erfolgreichen Heizungstausch müssen zunächst das Gebäude und das alte Heizgerät besichtigt werden. Bei der Wahl des Heizsystems müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, beispielsweise Gebäudestandard und Wohnsituation. Es ist empfehlenswert, sich an eine professionelle Energieberatungsstelle zu wenden.

Die gängigsten Heizsysteme im Überblick

Der Wunsch nach einem Umstieg von fossiler (Öl, Kohle, Gas) auf erneuerbare Energie (Solar, Biomasse, Erdwärme) steht bei vielen an erster Stelle. Ein Heizungstausch macht vor allem auch im Zuge einer Sanierung Sinn, denn die Anforderungen die an ein Heizsystem gestellt werden ändern sich häufig durch eine Sanierung. Welches Heizsystem geeignet ist kommt auf die individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse an.

Fossile Energie

Als Besitzer einer Ölheizung muss man sich starker Preis-Schwankungen bewusst sein. Die Entwicklungen hängen von den Weltmärkten ab. Österreich kann seinen Bedarf an Erdöl zu 11 Prozent aus eigenen Lagerstätten aufwenden. Zu den wichtigsten Rohöllieferanten zählen Kasachstan, Nigeria, Russland, Saudi-Arabien, der Irak und Libyen.

Die Standardkessel (Hochtemperaturkessel) werden zunehmend von Niedertemperaturkessel und Ölbrennwerttechnik abgelöst. Bei der Brennwerttechnik wird die im Abgas enthaltene Energie zur Wärmeerzeugung genutzt. Zu den Vorteilen einer Ölheizung zählen bewährte Technologien und im Vergleich geringere Investitionskosten. Für einen Öl-Brennwertkessel muss man tiefer in die Tasche greifen, zusätzlich ist häufig eine Kaminsanierung vonnöten.

Bei Erdgas handelt es sich um einen weiteren fossilen Brennstoff. Die Gaspreise orientieren sich stark an den Ölpreisen. Ein Großteil des Erdgases wird aus Russland importiert. Erdgas hat in der jüngeren Vergangenheit an Beliebtheit gewonnen. Zu den klaren Vorteilen gehören der hohe Bedienungskomfort und die Tatsache, dass kein Lagerraum benötigt wird. Als fortschrittlichste Technologie gilt das Gasbrennwertgerät. Der Kunde kann seinen Gas-Lieferanten selbst wählen, nicht jedoch den Netzbetreiber.

Heizen mit Holz

Holz kann in Form von Stückholz, Pellets und Hackschnitzel verwendet werden. Holzheizungen haben in der jüngeren Vergangenheit einen großen Aufschwung erlebt. Dementsprechend hat sich auch die Technik bei den Holzkesseln weiterentwickelt. Holzheizungen gelten als CO2-neutral, der Brennstoff gilt als nachhaltig und vergleichsweise günstig. Regionale Verfügbarkeit, viele Förderungen, niedrige Betriebskosten und die Umweltfreundlichkeit gelten als klare Vorteile.

Pellets sind unter hohem Druck verdichtete Holzabfälle. Man benötigt dafür einen trockenen Lagerraum. Durch den niedrigen Wassergehalt haben Pellets einen hohen Energiegehalt. Die vollautomatisch arbeitenden Kessel bieten einen hohen Bedienkomfort.

Bei Scheitholzen gibt es neue Holzvergaserkessel die am besten im Vollastbetrieb arbeiten, weshalb sich Pufferspeicher empfehlen. Holzscheite müssen händisch nachgelegt werden, wenn auch viel seltener als bei alten Kesseln.

Erdwärme und Solarenergie

Wärmepumpen nutzen die in der Umwelt gespeicherte Sonnenenergie. Besonders beliebt sind Wärmepumpen in Niedrigenergiehäusern. Die Investitionskosten sind im Vergleich zu anderen Heizsystemen relativ hoch, die Betriebskosten in weiterer Folge gering. Außer den Stromkosten für die Wärmepumpen fallen keine Kosten mehr an. Bei nicht ausreichender Grundfläche kann eine Tiefenbohrung durchgeführt werden.

Solaranlagen eignen sich neben der Warmwasserbereitung auch zum Heizen in den Übergangsperioden. Wie auch bei der Wärmepumpe fallen hier Brennstoffkosten weg. Um die Solarenergie für die Raumheizung zu verwenden muss das Gebäude gut wärmegedämmt sein. Auch der Neigungswinkel des Daches muss beachtet werden (50 – 90 Grad).

Heizkostenvergleich

Hohe Investitionskosten zahlen sich über den Lebenszeitraum einer Heizanlage hinweg betrachtet oft deutlich aus. Einen guten Überblick über die Kosten bietet der jährlich erscheinende Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur. Es handelt sich dabei um einen Vollkostenvergleich. Das bedeutet, dass neben den Brennstoffkosten auch die Kosten für Investition und Wartung berücksichtigt werden.

Die Heizkosten hängen stark vom thermischen Sanierungsstandard eines Gebäudes ab. Betrachtet man die Kombination aus Heizkosten und CO2-Emissionen so liegt laut dem Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur aus dem Jahr 2013 die Scheitholzzentralheizung an erster Stelle, dicht gefolgt von der Pellets Zentralheizung und einer Wärmepumpenlösung. Am schlechtesten schneidet die elektrische Direktheizung ab. Genaue Informationen zum Heizkostenvergleich finden Sie hier.


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