Eigener Strom vom Dach: Was Sie bei einer Photovoltaikanlage beachten müssen

Eigener Strom vom Dach: Was Sie bei einer Photovoltaikanlage beachten müssen
Eigener Strom vom Dach: Was Sie bei einer Photovoltaikanlage beachten müssen

Photovoltaik-Module erzeugen aus Sonnenlicht - klimafreundlichen - Strom.

Sauberer Strom, wartungsarm und langlebig: Nur drei Vorteile von vielen, die eine Photovoltaikanlage auf dem Dach oder im Gebäude integriert bietet. Geeignet ist nahezu jedes Haus, einige Punkte sollte man bei der Installation allerdings beachten.

Die Umwelt schonen und dabei sogar noch was verdienen? Eine Photovoltaikanlage (PV) auf dem eigenen Dach macht's möglich. Die Sonne ist ein unerschöpflicher Energieträger und sogar bei nicht ganz wolkenfreien Himmel kann Strom erzeugt werden - denn die Zellen nutzen auch die diffuse Lichteinstrahlung. Als Faustregel gilt: Je heller es draußen ist, desto höher ist die Leistung der Module. Und Strom, den sie selbst nicht verbrauchen, können sie ins Stromnetz einspeisen. Je nach Anbieter bekommt man zwischen 5 und 10 Cent pro kWh eingespeisten Strom.

Vieles spricht für die Installation einer Anlage. Zum einen zählen Photovoltaikanlagen als umweltschonend, sie tragen zur CO²-Reduzierung bei. Für den Verbraucher sind die Energiekosten niedriger als mit herkömmlichen Strom aus der Steckdose. Die Anlage verlangt nur wenig Wartung, in der Regel genügt eine Besichtigung pro Jahr, um die Solarzellen auf lockere Kleinteile wie Schrauben sowie auf Korrosion oder schadhafte Isolation zu überprüfen.

Störungsarm und lange Lebensdauer

Grundsätzlich arbeitet eine PV-Anlage sehr störungsarm und ist mit 20 bis 30 Jahren auch sehr langlebig. Und selbst am Ende ihres Lebens erweisen sich Solarzellen als nachhaltig: Zwischen 85 und 90 Prozent der Material-Masse eines Photovoltaik-Moduls kann recycelt werden.

Photovoltaik-Zellen sind für nahezu jedes Haus geeignet. Solarmodule arbeiten allerdings am effizientesten, wenn sie nach Süden ausgerichtet sind und ihr Neigungswinkel zur Horizontalen etwa 30 Grad beträgt. Der Winkel kann jedoch von 8 Grad bis 53 Grad variieren, ohne dass es zu starken Ertragseinbußen kommt. Bereits bei der Planung ist es wichtig, dass Kamine, Bäume, Antennen oder benachbarte Gebäude möglichst keinen Schatten auf die Anlage werfen.

Bei Flachdächern ist zu beachten, dass die einzelnen Module mit einem passenden Abstand angebracht werden, sodass sie selbst keine Schatten aufeinander werfen. Um den Jahresbedarf eines durchschnittlichen Haushalts (4.500 kWh) zu decken, empfiehlt sich je nach Anlage rund 32 Quadratmeter Modulfläche bei vier Kilowattpeak (kWp) installierter Leistung.

Eine Photovoltaik-Anlage besteht aus den Solarmodulen, einem oder mehreren Wechselrichtern, einer Schutzeinrichtung zur automatischen Abschaltung bei Störungen und einem Zähler. Der Wechselrichter dient dazu, den von den Photovoltaik-Anlagen produzierten Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln, damit der Strom ins Netz eingespeist werden kann.

Staatliche Förderung bis zu 1.875 Euro pro Anlage

Europaweit liefern Photovoltaik-Zellen drei Prozent der elektrischen Energie, in manchen Regionen wie etwa Bayern, sogar bis zu elf Prozent. In Österreich beträgt der Anteil noch weniger als ein Prozent, mehr als die Hälfte des heimischen Stroms wird aus Wasserkraft gewonnen, 23 Prozent aus fossilen Energieträgern, 4,2 Prozent etwa aus Wind.

Eine Photovoltaik-Anlage kann jederzeit installiert werden. Vom ersten Gespräch mit dem Elektriker über die Planung bis zum Netzanschluss muss man mit einer Zeitspanne von rund fünf Wochen rechnen. Staatliche Fördergelder gibt es vom Klima- und Energiefonds: Für freistehende Anlagen bzw. Dachanlagen gibt es maximal 1.375 Euro, für gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen gibt es bis zu 1875 Euro. Wie Sie die Förderung beantragen, erfahren Sie unter diesem Link. Daneben gibt es bei der Energieversorgung Niederösterreich (EVN) noch bis 30. September 2015 einen Startbonus von bis zu 100 Euro.


Die Experten der EVN-Energieberatung stehen Ihnen unter der gebührenfreien Service-Hotline 0800/800333 zur Verfügung. Gerne beantworten Sie rasch und kostenlos Ihre Fragen zum Thema Energie.

PROMOTION der EVN

Karrieren

11 Tipps für einen besseren Start in den Arbeitstag

Fruchtgenussrecht: So sichern Sie sich Einfluss und Einnahmen

Steuertipps

Fruchtgenussrecht: So sichern Sie sich Einfluss und Einnahmen

Service

IBAN-Kontonummer ab 1. Februar 2016 Pflicht - das Ende von BIC