"Wer ist auf Facebook schon gerne mit einem Bordell befreundet?"

"Wer ist auf Facebook schon gerne mit einem Bordell befreundet?"

FORMAT : Herr Roznovsky, wie macht man PR für Rotlicht-Etablissements? Rabatt-Gutscheine und Gratis-Verkostungen?

Roman Roznosky : Nein, das funktioniert natürlich nicht. Auch mit den klassischen Medien geht nicht viel. Wenn die über Bordelle berichten, geht es immer nur um Mädchenhandel. Berichte über Nachtclubs werden von Zeitungen abgelehnt, aber hinten bringen sie dann seitenweise Kontaktanzeigen. Ziemlich scheinheilig.

Was bleibt Ihnen dann noch?

Roznosky : Social Media ist ein gutes Instrument, zum Beispiel Facebook. Aber auch da gibt es Probleme: Wer ist auf Facebook schon gerne mit einem Bordell befreundet?

Wie lösen Sie das?

Roznosky : Man kann auch Fan werden, ohne dass andere das sehen. Darauf weisen wir auf der Seite hin. Und es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten. Wir haben gerade für einen großen Saunaclub ein Video gedreht im Stil von „Gangnam Style“…

Einen Porno?

Roznosky : Nein nein, alle Akteure sind bekleidet. Das ist gedacht als Parodie auf das „Gangnam Style“-Video des koreanischen Sängers Psy, das mittlerweile auf Youtube 1,3 Milliarden Mal angeschaut wurde und eines der erfolgreichsten Videos aller Zeiten ist. Da hängen wir uns an. Dann gib es noch Kulturevents. Erst vor kurzem hatten wir eine Veranstaltung mit Eva Billesich, die ihre CD „Lästerlieder“ in einem Gürtel-Etablissement präsentiert hat. Für diese Lieder passt das gut. Und für Clubbings sind diese Lokale auch geeignet, weil sie eine besondere Atmosphäre bieten. Eine große Bekleidungskette hat in einem Gürtel-Lokal ihre Weihnachtsfeier veranstaltet – da hatten die Mädchen dort natürlich frei.

Wieso haben Sie sich auf Rotlicht-PR spezialisiert?

Roznosky : Augenblick: Diese Kunden machen gerade 20 Prozent des Agenturumsatzes aus. Wir arbeiten hauptsächlich für Firmen und Kultureinrichtungen. Ich war mehr als zehn Jahre Gesellschaftsreporter und nutze jetzt meine Promi-Kontakte für Events und strategische VIP-Kampagnen.

Moralische Probleme haben Sie keine?

Roznosky : Bei den Club-Besitzern, für die ich arbeite, geht alles absolut korrekt zu. Natürlich werden in der Branche Mädchen zur Prostitution gezwungen. Aber in diesen Betrieben nicht, sonst würde ich das nicht machen.

Wie reagieren Ihre Freunde und Geschäftspartner auf Ihre Arbeit für diese Branche?

Roznosky : Einige haben mich als Freund auf Facebook gelöscht, andere finden das ganz spannend, weil es irgendwie exotisch ist.

Was unterscheidet die Rotlicht-Kunden von Ihren anderen Kunden?

Roznosky : Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen gibt es in dieser Szene eine ausgeprägte Handschlagqualität. Vereinbarungen werden eingehalten, auch ohne dicke Verträge. Die Leute aus der Szene sind dankbar, wenn man sie ohne Voyeurismus und nicht von oben herab behandelt.

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