Weihnachten überleben

Weihnachten überleben

Ruhig und besinnlich sind Adventzeit und Weihnachtsfeiertage in den seltensten Fällen. Zehn Tipps, wie man sicher durch den Trubel kommt.

Der Stress ist groß, das Nervenkostüm durch Einkaufsrallyes und Firmenfeiern bereits ausgedünnt. Kleinigkeiten reichen dann aus, um das idyllische Emotionsbiotop zum Kippen zu bringen. Im schlimmsten Fall schlagen die Emotionen in Gewalt um. Rund um Weihnachten verzeichnen etwa die Statistiken einen deutlichen Anstieg häuslicher Gewaltdelikte. Da ist Schadensbegrenzung im Vorfeld gefragt:

Tipp 1: Kommunikation hilft. Reden Sie über Ihre Vorstellungen zum Fest

Nähe, Harmonie, Exklusivität - damit will man zu Weihnachten überschüttet werden. Allerdings hat jeder eine andere Vorstellung, wie das zu erreichen ist. Tanne, Fichte oder doch einmal ein Plastikbaum? Wachskerze oder Lichterkette? Strohstern oder Lametta? Dürfen Süßigkeiten auf den Baum? Fisch, Fleisch, kalte Platte? Bescherung vor oder nach dem Essen? Wer feiert mit, wen lädt man ein, wann muss Schwiegermutti heim? Wenn jeder etwas anderes will und an persönlichen Traditionen festhält, droht Streit. Wer das Fest und seine Vorstellungen davon überhöht, überfordert sich und die Seinen. Ein Gespräch wirkt weihnachtliche Wunder.

Tipp 2: Finden Sie Ihr eigenes Weihnachten, und schaffen Sie neue Traditionen

Warum fliegen trotzdem zu Weihnachten die Fetzen? Sabine Klar vom Wiener Amt für Jugend und Familie (MAG 11) sieht eine grundlegende Schwierigkeit in der Abgrenzung von der Herkunftsfamilie. "Man muss sich von seiner Vergangenheit emanzipieren“, so die Familientherapeutin. Das geht, indem man neue Rituale findet und neue Traditionen begründet. Im Patchworkverbund wird dies zum diplomatischen Balanceakt.

Tipp 3: Gute Planung schafft immer auch genügend Freiräume für die anderen

Ist geklärt, wie gefeiert wird, sollte man an die Umsetzung gehen und die Aufgaben verteilen. Eine banale Erkenntnis, aber genau da liegt der nächste Hund begraben: Generalstabsmäßige Planung, die nichts dem Zufall überlassen will, sorgt selten für behagliche, entspannte Momente. Niemand liebt Kontrollfreaks, sie sind ein Stressfaktor. Deswegen früh genug und umsichtig mit der Planung beginnen. Faustregel dafür: fünf Wochen, nachdem der erste Schoko-Nikolaus im Supermarkt gesichtet worden ist.

Tipp 4: Egal ob zu früh oder spät dran - steigen Sie runter vom Gas

Jetzt haben Sie sich seit Mitte September immer und immer wieder darüber beschwert, dass die Weihnachtszeit mit Schoko-Nikoläusen immer früher beworben wird, und plötzlich brennt die dritte Kerze am Kranz. Heiliger Bimbam, jetzt ist Krisenmanagement gefragt. Ein guter Notfallplan sortiert das Wichtige vom Unwichtigen. Machen Sie eine Liste, und handeln Sie keinesfalls überstürzt. Denn ein schnell gekauftes Geschenk lässt sich zwar umtauschen, heißt aber unterm Strich: Der Stress geht nach Weihnachten weiter.

Tipp 5: Weniger ist mehr! Die hohe Kunst der Reduktion ist gefragt

Stardesigner sind dann besonders erfolgreich, wenn Altbekanntes auf eine klare, einfache Linie reduziert wird und im Idealfall noch eine neue Form kriegt. Warum mit Weihnachten nicht auch so verfahren? Reduzieren Sie Ihre Wünsche und Geschenke auf ein Mindestmaß. Das steigert die Exklusivität und vermindert den Plunder, den eh keiner braucht. Weniger ist mehr. Und machen Sie ruhig eine Wunschliste. Funktioniert ja bei den Kindern auch.

Tipp 6: Auch wenn es nicht leicht ist - halten Sie sich mit Provokationen zurück

Weihnachten ist unter den Familienfesten auch deshalb ein Spezialfall, weil Waffenstillstand vorausgesetzt wird. Blöd nur, dass Provokationen noch mehr Spaß bereiten, wenn dabei Normen und Konventionen im Kreise fehlbarer Verwandter hinterfragt werden. Halten Sie sich trotzdem zurück. Letztlich wissen Sie ja ohnehin schon längst, was der alte Onkel Franzi zwischen 1939 und 1945 so getrieben hat. Und dass die lotterhafte Bummelstudentencousine eine leichte Essstörung hat, ist unübersehbar.

Tipp 7: Üben Sie sich im gepflegten Traditionsbruch. Das kann befreiend wirken

Warum sich nicht einmal gewissen Konventionen entziehen? Gesellschaftliche Ge- und Verbote üben Druck aus. Aber gute Kekse gibt es auch beim Konditor. Und so manches Geschenk für Freunde lässt sich auch nach den Feiertagen besorgen. Oft sogar schneller, leichter und billiger. Man muss es Familie und Freunden nur vorher klar kommunizieren.

Tipp 8: Weihnachten alleine? Feiern Sie sich selbst, und schlagen Sie so die Einsamkeit

Für alleinstehende Menschen ist Weihnachten besonders schwierig. Alles scheint in Idyllen zu versinken, und weil die Geschäfte geschlossen sind und die Arbeit ruht, gibt es kaum Ablenkung. Der Leidensdruck potenziert sich. Linderung - so Psychologen - verschafft man sich, indem man sich bewusst selbst feiert, den Tisch festlich deckt und sich etwas Wertvolles schenkt.

Tipp 9: "Oh, wie schön!“ Was tun, wenn das Geschenk nicht gefällt?

Ein Geschenk zu kriegen, das einem nicht gefällt, ist eine heikle Sache. Fingerspitzengefühl ist gefragt. Man bedankt sich und nimmt es in Besitz. Kleidung probiert man, Schmuck legt man an. Ist man nicht sicher, erbittet man Bedenkzeit und gibt es am nächsten Tag zurück. "Das ist leider nichts für mich“ klingt doch recht nett.

Tipp 10: Und was, wenn es doch kracht?

Ruhig bleiben. Selbst wenn man ein Likörchen zu viel intus hat. Und dann: Rückzug. Ein "Das wird mir jetzt zu viel“ ist souveräner als ein verbaler Todesstoß. Auch Frischluft schadet nicht. Hat man sich beruhigt, hilft Humor.

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