Was tun, wenn der Urlaub zum Albtraum wird

Was tun, wenn der Urlaub zum Albtraum wird

Der Sandstrand war im Prospekt ein Arrangement aus Palmen und türkisfarbenem Wasser - so wie man ihn sich im Urlaub wünscht. Das Hotel wirkte frisch herausgeputzt. Das All-Inclusive-Buffet macht selbst am Foto Appetit. Doch die Realität vor Ort sieht oft anders aus: Der Strand ist verdreckt und in einer Einflugschneise des örtlichen Flughafens gelegen.

Das Hotel verlebt und Kakerlaken im Badezimmer wünschen guten Morgen. Das im Prospekt so appetitliche Frühstücksbüfett besteht aus einem vertrocknetem Brötchen, dünnem Filter Café und ein paar gammeligen Wurstscheiben. Wenn der Traumurlaub zum Albtraum wird, lässt sich zwar der verlorene Erholungsfaktor nicht mehr nachholen, doch zumindest ist eine Kostenrückerstattung drin. FORMAT verrät Ihnen, wie das geht.

Papier ist geduldig

Jutta Repl, Reiseexpertin der Arbeiterkammer: "Für die im Katalog oder Prospekt zugesagten Leistungen muss der Reiseveranstalter einstehen. Wenn die Leistungen nicht wie beschrieben erbracht werden, liegt ein Mangel vor und der Reisende hat Anspruch auf Gewährleistung.“ Wie viel dabei drin ist, lässt sich aus der sogenannten " Wiener Liste “ erschließen. Dort werden unzählige einschlägige österreichische Gerichtsurteile samt den zugesprochenen Entschädigungen aufgelistet. Urlauber die in ein Ersatzhotel umziehen mussten, bekamen bis zu 35 Prozent des Reisepreises rückerstattet. Nächtlicher Lärm führte zu einem Preisminderung von zehn Prozent und beengte Sitzverhältnisse bei einer Busreise führten vor Gericht sogar zu einer Preisminderung von 50 Prozent des bezahlten Buchungspreises.

Streitlustige Veranstalter

Obwohl die Rechte der Reisenden in den vergangenen Jahren eine Aufwertung erfahren haben, geben sich viele Veranstalter bis heute störrisch. Bevor etwas zurückbezahlt wird, werden geschädigte Urlauber meist durch alle Instanzen des Unternehmens und vor Gericht geschickt. "Was sich in diesem Fall lohnt ist eine Rechtsschutzversicherung, die den Vertragsrechtsschutz inkludiert. Hier sollte aber vorher ein Blick in das Kleingedruckte der Polizze geworfen werden, denn der Gang vor den Kadi kann unter Umständen sehr teuer werden und das sollte von der Versicherung gedeckt sein“, so Arbeiterkammer-Expertin Repl.

Beweise sichern

Wenn Mängel auftreten, sollten diese sofort im Hotel und beim örtlichen Vertreter des Veranstalters angemahnt werden. Grund: Für spätere Entschädigung ist die Beweisbarkeit und die unverzügliche Beschwerde vor Ort von zentraler Bedeutung. Eike Lindinger, Rechtsanwalt und Autor der "Wiener Liste“: "Beschwert man sich erst am letzten Tag des Urlaubs, fällt vor Gericht meist auch die Entschädigung geringer aus. Sind die Mängel mangels Dokumentation nicht beweisbar, hat man auch vor Gericht wenig Chancen auf Kostenersatz.“

Deshalb sollten geschädigte Urlauber mit Fotos, Videos oder Augenzeugen die Missstände dokumentieren. Ideal ist auch eine schriftliche Bestätigung der Reiseleitung, aus der hervorgeht, dass man die Mängel gerügt hat. "Wichtig ist, dass Gewährleistungsansprüche sofort eingeklagt werden, denn die Rechte auf Preisminderung, verjähren binnen zwei Jahren, Schadenersatzansprüche für entgangene Urlaubsfreuden gehen innerhalb von drei Jahren verloren“, so Rechtsanwalt Lindinger.

Fluggast-Rechte

Deutlich verbessert haben sich die Fluggastrechte mit der EU-Verordnung 261/2004. Damit gibt es nun klare Regelungen für Fluggäste, was sie für Verspätungen, Überbuchungen oder Annullierungen von Flügen von den Airlines zu erwarten haben. Bei Überbuchung oder Annulierung von Flügen sind hier Entschädigungszahlungen bis zu 600 Euro drin. Auch bei Verspätung ab drei Stunden sind laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) Preisrückerstattungen fällig. Aber natürlich gibt es keine Regel ohne Ausnahme: Kann die Fluglinie nachweisen, dass die Verspätung auf außergewöhnliche Umstände zurückzuführen ist, die sie nicht vermeiden konnte, so entfällt der Anspruch.

Ohne Stress zur Entschädigung

Wer sich den mühsamen Weg durch die Beschwerdestellen und Instanzen der Fluglinien sparen will, beschäftigt Fairplane ( www.fairplane.de ). Das österreichische Unternehmen nimmt sich der geschundenen Fluggäste an und sorgt für die Durchsetzung der Passagierrechte. Es gilt einfach, via Flugnummer einen Schnellcheck auf der Website www.fairplane.de durchzuführen. War der Flug nicht im Zeitplan, wurde er annulliert oder überbucht und es entstand eine Verspätung von mehr als drei Stunden, dann bestehen gute Chancen auf Erstattung eines Teils der Flugkosten. Dabei übernimmt Fairplane den Papierkram und mit Vertragsanwälten wird die Durchsetzung des Schadenersatzes vor Gericht betrieben. Dafür kassiert Fairplane eine pauschalierte Erfolgsprovision die maximal 24,5 Prozent einer möglichen Erstattung betragen kann. Kein schlechter Deal, wenn man bedenkt, dass bei Fairplane keine Kosten für die Vertretung anfallen. Andreas Sernetz, Geschäftsführer des seit 2011 aktiven Unternehmens: "Wir betreut zur Zeit 16.000 aktive Kundenforderungen. Bisher wurden über 3.000.000 Euro für Kunden erfolgreich eingefordert und ausgezahlt.“

Erektions- und Potenzstörungen sind weiter verbreitet als man denkt, doch kaum jemand sucht professionelle Hilfe.
#Gesundheit #Sexualität
 

Gesundheit

Erektionsstörungen: Das ist bei Potenzproblemen zu tun

Die Voestalpine liefert 120.000 Tonnen Bleche für den Bau der South Stream Pipeline von Russland nach Österreich.
#ukraine #south stream #russland #putin #omv
 

Börse Wien

Voestalpine ist bei South Stream als Lieferant im Geschäft

Der japanische Konzern präsentiert auf der IFA die neue Flaggschiff-Reihe Z3. Das Acht-Zoll-Tablet ist ein Angriff aufs iPad mini.
#sony
 

Mobile

Sony stellt Produkte der Z3-Reihe vor