Wann wird Opel endlich profitabel?

Wann wird Opel endlich profitabel?

Für Opel rückt die Stunde der Wahrheit näher: Wenn die Aktionäre des US-Mutterkonzerns GM am Dienstag in Detroit zusammenkommen, um drei Jahre nach der Blitz-Insolvenz die Rückkehr ihres Unternehmens an die Weltmarktspitze zu feiern, wird eine drängende Frage die Diskussion beherrschen: Wann wird die Tochter Opel endlich profitabel?

Gebannt werden die Blicke dann auf die Schaubilder gerichtet sein, mit denen der Vorstand um Konzernchef Dan Akerson die Geschäftsentwicklung erläutert. Denn Europa ist die einzige Region, in der das wieder erstarkte Weltunternehmen tiefrote Zahlen schreibt.

Eine rasche Besserung kann Akerson den Aktionären jedoch nicht versprechen, da die Schuldenkrise in Europa Opel zu schaffen macht. Er wird aber wohl Grundzüge eines Unternehmensplans bekanntgeben, mit dem Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke die Traditionsmarke mit dem Blitz im Emblem in den nächsten Jahren in die Gewinne führen will.

Arbeitnehmer und Vorstand von Opel verhandeln seit Wochen mit Hochdruck über weitere Einsparungen. Dabei geht es auch um die Zukunft der europäischen Werke mit zuletzt knapp 40.000 Beschäftigten. Erste Zwischenergebnisse der Gespräche sollen nach Angaben von Konzerninsidern am Dienstag im GM-Verwaltungsrat beraten werden, der im Anschluss an das Aktionärstreffen tagen soll.

Hochspannung in Bochum

Der Betriebsrat rechnet damit, dass GM dann Vorentscheidungen treffen wird. "Man kann davon ausgehen, dass es dann Eckpunkte geben wird, an denen sich Opel zu orientieren hat", sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel. In der Ruhrgebietsstadt wird man dies mit Spannung verfolgen. Das Werk mit mehr als 3000 Beschäftigten muss bereits länger um seine Zukunft bangen.

Der in zahlreichen Kämpfen gegen eine drohende Schließung des Bochumer Werk erprobte Gewerkschafter pocht darauf, dass die Arbeitnehmer vom Vorstand in der kommenden Woche über die Pläne informiert werden. "Die notwendigen Unterlagen müssen uns rechtzeitig vorlegt werden", betont Einenkel. Vorsorglich weist er das Management auf die Geschäftsordnung hin, nach der dem Aufsichtsrat ausreichend Zeit zur Prüfung gegeben werden muss. Strac ke will den Geschäftsplan am 28. Juni vorlegen. Bis dahin sollen die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern auf der Zielgeraden sein.

Arbeitnehmer und Politik befürchten, dass dann auch Werksschließungen auf die Tagesordnung kommen. Opel ist allerdings noch bis Ende 2014 an einen Standortsicherungsvertrag gebunden, der betriebsbedingte Kündigungen und die Schließung von Fabriken ausschließt. Deshalb halten es Arbeitnehmer für wahrscheinlich, dass der Opel-Vorstand im Aufsichtsrat noch keine konkreten Aussagen über die Zukunft einzelner Werke machen wird.

Aus Sicht des Bochumer Betriebsrats sind nach der Entscheidung, den Astra ab 2015 nicht mehr in Deutschland zu bauen, die Werke in Ellesmere Port in Großbritannien und Gleiwitz in Polen sicher. Einenkel verlangt vom Vorstand eine nach den Standorten aufgeschlüsselte Übersicht über die geplanten Investitionen. Daran werde abzulesen sein, welche der anderen Fabriken auch nach 2014 noch produzieren wird.

Produktion auslaufen lassen

"Das gilt nicht nur für Bochum, das gilt auch für Rüsselsheim und Eisenach", sagt Einenkel. "Wenn die Investitionen nicht geregelt sind, haben alle ein Problem." Auch ohne Investitionszusagen dürfte eine Schließung dann aber nicht von heute auf morgen bevorstehen.

Die seit Monaten kursierenden Spekulationen über eine mögliche Verlagerung des Kompaktvans Zafira nach Rüsselsheim verweist Einenkel ins Reich der Fantasie. Eine solche Verschiebung würde keinen Sinn ergeben, da das Stammwerk dafür umgebaut werden müsste. "In einer Zeit, da man sparen will, plötzlich viel Geld für Umbauten auszugeben und gleichzeitig ein anderes Werk schließen zu wollen, wäre unlogisch", argumentiert Einenkel. Arbeitnehmer halten es vielmehr für möglich, dass Opel die Produktion in Bochum auslaufen lässt und das Werk erst in einigen Jahren schließt. Der Widerstand der Arbeitnehmer würde sich dann hinziehen und am Ende resignieren, so das dahinter vermutete Kalkül des Managements.

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