Von Microsoft zum Handel mit Marihuana: Cannabis 2.0

Von Microsoft zum Handel mit Marihuana: Cannabis 2.0

Ein ehemaliger Manager des Software-Konzerns Microsoft will in den USA eine Handelskette für Marihuana aufziehen. Jamen Shively sucht nun Geldgeber für seine ungewöhnliche Geschäftsidee.

Eine ungewöhnliche Laufbahn ist es schon, was Jamen Shively da hingelegt hat: Der ehemalige Manager des US-Software-Konzerns Microsoft will in den USA die erste landesweite Marke für den Vertrieb von Marihuana aufziehen.

Während in Österreich das Thema Drogen vor allem für eine obskure Law-and-Order-Politik benutzt wird , stellt man sich den offenen Fragen rund um Freigabe, Bekämpfung und Problematik von Substanzen wie Cannabis in den USA zum Teil deutlich offener. Gestern, Donnerstag, ging in Seattle eine ungewöhnliche Pressekonferenz über die Bühne: Ein ehemaliger Präsident von Mexiko und ein ehemaliger Spitzenmanager von Microsoft kämpfen gemeinsam für eine Sache, sie eint der Wunsch nach einem legalen Handel von Cannabis zwischen den USA und Mexiko (Infos über Cannabis als Rauschmittel hier und hier ). Vicente Fox, von 2000 bis 2006 mexikanischer Präsident, tritt für legale Geschäfte zwischen seinem Land und dem nördlichen Nachbarn ein - damit würde man den Drogenbaronen zumindest auf einem Teilgebiet einen Strich durch die Rechnung machen.

Fox ist Unterstützer von Jamen Shively, Cannabis-Entrepeneur und selbsternannter Vorkämpfer einer landesweiten Legalisierung dieser Substanz. Shively, der laut US-Medienberichten von 2003 bis 2009 als Manager bei Microsoft tätig war, will eine landesweite Handelskette mit Marihuana-Produkten (Marihuana ist die häufigste Form von Cannabis, nämlich die getrocknete Blüten bzw. Blätter dieser Pflanze) aufziehen. Als Vorbild schwebt ihm die Kaffeehauskette Starbucks vor, die eben in Seattle gegründet wurde. Shively sucht gerade Investoren, um auf ein Startkapital von zehn Millionen Dollar zu kommen. Fox ist nach eigenen Angaben nicht an der Firma beteiligt, sondern unterstützt den Cannabis-Mentor nur mit Ideen und Kontakten. Die Firma von Herrn Shively heißt Diego Pellicer , benannt nach einem Vorfahren des Chefs, der einst der größte Hanfzüchter der Welt gewesen sein soll.

In zwei Staaten freigegeben

Cannabis ist in zwei US-Bundesstaaten völlig legalisiert, nämlich in Washington und Colorado. In 18 anderen Staaten ist beispielsweise der medizinische Gebrauch möglich, unter anderem in Kalifornien. Der frühere kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger wurde einst mit den Worten zitiert, es kümmere niemanden, wenn jemand einen Joint rauche.

Shively hat indes zugegeben, dass seine Pläne für eine Handelskette á la Starbucks den Behörden sicher nicht recht sein werden. Er will dennoch mit dem Verkauf von Gras bzw. entsprechender anderer Produkte drumherum in drei Staaten - nämlich Washington, Colorado und Kalifornien - beginnen. Er werde auch mit staatlichen Stellen zusammenarbeiten und seine Bücher stets offenlegen, meinte Shively. Die ersten Reaktionen in den USA sind verhalten, Justizbehörden wollten sich nicht äußern. Indes haben Politiker durchaus Interesse gezeigt: Jede Aktion, die gegen die Schattenwirtschaft und kriminelle Aktivitäten gerichtet ist, sei zu begrüßen.

Quellen u.a. Reuters, Verge

Linktipp: Story über Anlegerchancen bei Marihuana-Freigabe

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