Syrische Flüchtlinge stürzen in griechische Misere

Syrische Flüchtlinge stürzen in griechische Misere

Gestrandet im pleitebedrohten Griechenland, verflucht der Familienvater den Tag, an dem er seinen Fuß in das EU-Land gesetzt hat. Zusammengeschlagen und ausgenommen von Menschenschmugglern wartete in Athen die nächste böse Überraschung auf den Syrer, seine Frau und ihre zwei Kindern im Alter von drei und fünf Jahren.

Wegen illegaler Einreise wurde die gesamte Familie verhaftet und in ein überfülltes Internierungslager für Immigranten gesteckt. "In Griechenland haben wir die bittersten Erfahrungen gemacht", sagt der 35-Jährige. "Wir haben kein Geld, keine Ausweise, keine Pässe. Wir sitzen hier fest."

"Die Situation für syrische Asylsuchende in Griechenland ist sehr schlecht", sagt Eva Cosse von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Menschenrechtler werfen den griechischen Behörden vor, Asylsuchende unmenschlich zu behandeln und sie zum Teil wieder auszuweisen. Die Kriegsflüchtlinge aus Syrien spielten bei ihrer Einreise in die EU eine Art "Schutz-Lotterie", erklärt Human Rights Watch. Mit die schlechtesten Aussichten hätten sie in Griechenland, das seit Beginn 2012 mindestens 55 Syrer gegen deren Willen wieder in ihr Heimatland zurückgeschickt habe. Die griechischen Behörden erklären, die Ausgewiesenen hätten zurückkehren wollen.

Griechenland habe im vergangenen Jahr zudem 150 Asylanträge aus Syrien abgewiesen und lediglich zwei gebilligt, erklärt das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. "Wir wundern uns, wie die Behörde auch nur einen syrischen Antrag aus dem Jahr 2012 als unbegründet betrachten konnte", sagt ein UNHCR-Mitarbeiter.

Fremdenfeindlichkeit in Griechenland nimmt zu

In Griechenland hat die Krise bei einem Teil der arg gebeutelten Bevölkerung auch Fremdenhass aufkommen lassen. Die meisten Syrer seien angesichts der Ablehnung durch die Griechen und die willkürliche Behandlung der Polizei schockiert, sagt der syrische Politik-Professor Aref Alobeid, der schon lange in Griechenland lebt.

Im vergangenen Jahr sind in dem Land mehr als 8000 Syrer wegen angeblich illegaler Einreise verhaftet worden. Die Behörden argumentieren, bei einem derartigen Gesetzesverstoß bleibe ihnen keine andere Wahl. Bislang sei noch keine rechtliche Formel gefunden worden, wie mit den Syrern anders verfahren werden könne, sagt Griechenlands Einwanderungsbeauftragter Patroklos Georgiadis.

Osama schließt eine Rückkehr in seine kriegserschütterte Heimat aus. Aus Angst vor fremdenfeindlichen Übergriffen und einer erneuten Festnahme wagt sich seine Familie aber kaum aus ihrer schäbigen Kellerunterkunft in Athen, die sie inzwischen bezogen hat. Eine Weiterreise in andere Länder bleibt mangels Geld und Pässen ein Wunschtraum. Osama ist desillusioniert: "Unsere ganze Hoffnung ruht nun auf Gott."

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