"Sündigen ist wichtig"

"Sündigen ist wichtig"

FORMAT: Sie beraten demnächst ihren tausendsten Kunden in Sachen richtiger Ernährung. Darf man fragen, wie viele Diäten Sie selbst schon gemacht haben?

Ursula Vybiral: Ganz viele. Ich war von Kindheit an immer im Jojo-Modus und hatte deutlich mehr Gewicht als heute. Ich war ja auch ein Diätjunkie, nicht umsonst habe ich diesen Beruf gewählt. Die Zahl auf der Waage hat jahrelang bestimmt, ob der Tag ein guter oder ein schlechter wird. Irgendwann wollte ich dann gerne gut essen, Wein trinken, Gäste haben und trotzdem schlank sein und bleiben.

Nun begleiten Sie Manager, Politiker und Ärzte beim Abnehmen. Wo liegen die größten Probleme ihrer Klientel?

Vybiral: Es gibt ein Thema, das sich durchzieht. Die meisten haben nicht nur ihre Form verloren, sondern auch ihre Lust am Essen. Die Menschen haben verlernt in Kontakt mit ihrem Körper zu stehen. Wenn jemand seinen Körper überhaupt nicht mag, schmeckt ihm auch das Essen nicht. Dennoch ist man ständig mit Essensgelegenheiten konfrontiert: Beim Arbeitsfrühstück, auf Pressekonferenzen, beim Business-Lunch, auf Abendveranstaltungen. Diesen Verlockungsdruck geben die meisten irgendwann nach. Die Disziplin, die Manager bei der Arbeit haben, fehlt ihnen oft in Bezug auf ihren eigenen Körper.

Gibt es dabei einen Unterschied zwischen Mann und Frau?

Vybiral: Tendenziell nimmt das Thema Essen und bewusste Ernährung bei Männern nicht so einen hohen Stellenwert ein wie bei Frauen. Die sind in dieser Hinsicht reflektierter.

Was raten Sie dann, wie motivieren Sie ihre Kunden?

Vybiral: Ich erstelle Konzepte für eine Ernährungsumstellung und schau mir genau an, wie der Arbeitsalltag und das private Umfeld meiner Kunden aussehen. Diäten bringen ja meist nur kurzfristigen Erfolg und eine schnelle Antwort auf eine komplexe Frage. Irgendwann fällt man wieder in alte Verhaltensmuster zurück. Diese Dynamik möchte ich durchbrechen.

Mit erhobenem Zeigefinger?

Vybiral: Nein, ich halte nichts von strikten Regeln. Jeder Fall ist individuell. Ich sage niemandem, iss das nicht, oder das. Es geht mir um einen Prozess der Bewusstmachung. Ich möchte den Leuten weder das Naschzeug, noch den Alkohol wegnehmen. Im Gegenteil: Auf der Langstrecke sind die kleinen Sünden wichtig. Allerdings bin ich sehr streng, wenn jemand zu mir kommt und denkt, es geht alles von alleine.

Wie viele schaffen diese Langstrecke?

Vybiral: Ich habe eine Erfolgsquote von rund 75 Prozent. Das erfordert aber Disziplin und Konzentration. Neurologen sagen, dass das menschliche Gehirn circa sechs Wochen braucht, um eine neue Gewohnheit zu manifestieren.

Wie sehen dann erste Erfolge aus?

Vybiral: Ernährung kann fit oder träge machen. Wer seinen Speisezettel umstellt und sich überlegt, was drauf gehört, merkt relativ rasch, dass er sich wohler fühlt, Gewicht verliert und mehr Energie hat.

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