"Sozialtourismus" ist das deutsche "Unwort des Jahres 2013"

"Sozialtourismus" ist das deutsche "Unwort des Jahres 2013"

Mit dem Schlagwort "wurde von einigen Politikern und Medien gezielt Stimmung gegen unerwünschte Zuwanderer, insbesondere aus Osteuropa, gemacht", begründete die Jury ihre Entscheidung.

Das Grundwort "Tourismus" verdrehe die Tatsachen und lege eine dem Vergnügen dienende Reisetätigkeit nahe. Das Bestimmungswort "Sozial" reduziere die damit gemeinte Zuwanderung auf das Ziel, vom deutschen Sozialsystem zu profitieren. Ähnlich diffamierend sei "Armutszuwanderung". Unter den Vorschlägen für das Unwort seien auch "Supergrundrecht" und "Homo-Ehe" gewesen.

Vier Sprachwissenschaftler und ein Journalist wählen jedes Jahr das Unwort des Jahres, um für einen sensibleren Umgang mit der Sprache zu werben.

Ausschuss strebt Zwischenbericht bis Ende März an

In Deutschland war die Debatte über Zuwanderung und einen vermeintlichen Missbrauch des Sozialsystems von der CSU befeuert worden. Die CSU-Bundestagsabgeordneten verabschiedeten auf ihrer Klausur vergangene Woche ein Papier, in dem es heißt: "Wer betrügt, der fliegt". Bürgermeister einiger großer Städte haben bereits im vorigen Jahr den Bund um finanzielle Hilfen gebeten, weil sich bei ihnen soziale Probleme mit einigen Zuwanderern aus Bulgarien und Rumänen ballten.

Ein Staatssekretärs-Ausschuss der Bundesregierung soll nun klären, ob es Probleme bei der Inanspruchnahme des Sozialsystems durch Ausländer aus EU-Mitgliedstaaten gibt. Der Ausschuss tagte am Montagabend erstmals. Bis Ende März will er einen Zwischenbericht vorlegen.

Das Statistische Bundesamt untermauerte mit seiner "Zahl der Woche" am Dienstag, wie vielfältig die in Deutschland lebenden Nationalitäten sind. Laut Ausländerzentralregister hätten Ende 2012 Menschen aus 190 Staaten hierzulande gelebt. Es habe nur vier weltweit anerkannte Staaten - Timor-Leste, Palau, Mikronesien und Marshallinseln - gegeben, aus denen keine Staatsangehörige in Deutschland registriert gewesen seien.

Inländerfreundlich

Das österreichische Pendant , das bereits im Dezember gewählt worden war, ist "inländerfreundlich". Die Fachjury unter Leitung von Prof. Rudolf Muhr von der Forschungsstelle Österreichisches Deutsch der Universität Graz begründete die Wahl damals so: "Dieses an sich positive Wort wurde im Nationalratswahlkampf 2013 von einer wahlwerbenden Partei verwendet. Im gegenwärtigen politischen Zusammenhang ist damit jedoch das Gegenteil, nämlich die verhüllte Bedeutung 'ausländerfeindlich' gemeint."

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