Schönheitschirurgie im Land der Burkas

Schönheitschirurgie im Land der Burkas

Während noch vor einigen Jahren in Afghanistan vor allem Kriegswunden oder Narben häuslicher Gewalt wie Säureattacken behandelt wurden, sind inzwischen Nasen-OPs sehr beliebt. Auch Brustvergrößerungen und Bauchstraffungen hat Klinikleiter Aminullah Hamkar in Kabul im Angebot.

Noch vor einem guten Jahrzehnt war kosmetische Chirurgie für Afghaninnen undenkbar. Während der Herrschaft der radikal-islamischen Taliban von 1996 bis 2001 durften Frauen nicht einmal reisen, studieren oder überhaupt ohne Begleitung auf die Straße. "Vor zehn Jahren ging es nur um Narbenkorrekturen", sagt Klinikdirektor Hamkar. "Seit zwei oder drei Jahren haben wir einen ständigen Strom von jungen Männern oder Frauen, die zu uns kommen, einfach weil sie sich besser und schöner fühlen wollen."

Der 53-jährige Klinikchef hält das für ein gutes Zeichen. Immerhin zeige es, dass zumindest in der Hauptstadt die Menschen die Gewalt jahrzehntelanger Konflikte hinter sich lassen. Afghanistan wurde 1979 von der damaligen Sowjetunion besetzt, es folgte ein Bürgerkrieg.

"Ich war immer neidisch auf die längeren und größeren Nasen meiner Schwestern, während ich eine kleine, flache Nase hatte", sagt die 18-jährige Schaida nach ihrer Nasen-OP in Hamkars Klinik. Die Polizistin gehört zur Minderheit der Hasara, von denen viele leicht mongolische Züge mit Mandelaugen und flacheren Nasen haben. Sie begab sich unters Messer, nachdem Freunde und Kollegen Nasen und Augen hatten operieren lassen. "Jetzt mit größerer Nase fühle ich mich besser und zufriedener", sagt Schaida lächelnd.

Nur örtliche Betäubung

Etwa zwei Schönheitsoperationen pro Woche absolvieren die zwei Chirurgen der Klinik, der Rest ist Wiederherstellungschirurgie. Die meisten Schönheitsoperationen werden aus Kostengründen nur unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Bei Nasenvergrößerungen schneiden die Ärzte statt teurem Silikon ein Stück Knorpel aus der Rippe zurecht.

Eine typische Nasenvergrößerung kostet umgerechnet etwa 232 Euro, für viele Afghanen also mehr als ein Monatseinkommen. Doch seit dem Sturz der Taliban vor elf Jahren wächst eine Mittelklasse heran, die sich auch von Ländern wie Dubai und europäischen Staaten beeinflussen lässt und sich auch Schönheitschirurgie leistet.

Hamkar erzählt die Geschichte einer 18-Jährigen aus dem konservativen Osten Afghanistans, die früh geheiratet, Kinder bekommen und gestillt hatte. Als ihr Mann von einem Arbeitsaufenthalt in Dubai zurückkam, fand er sie nicht mehr schön genug: Ihre Brüste könnten mit dem Standard im Ausland nicht mithalten, erklärte er. "In anderen Ländern sind solche Fälle für mich als plastischer Chirurg nichts Neues, aber hier in Afghanistan war das etwas Neues", sagt der Arzt.

Auch der ehemalige Armeeoffizier Mohammed Ibrahim stimmte der Operation seiner Tochter zu, als sie ihre Nase verkleinern lassen wollte. Jahrzehntelanger Krieg habe die Jugend um ihr Recht gebracht, sagt er. "Heute erfreuen wir uns einer relativen Demokratie und ich möchte nicht, dass meine Tochter sich hässlich und isoliert fühlt. Deshalb habe ich gleich zugestimmt, sie hierher zu bringen, damit sie eine bessere Nase haben und glücklich sein kann."

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