SAP, IBM und Dow Corning setzen auf Freiwillige - keine Warmduscher

SAP, IBM und Dow Corning setzen auf Freiwillige - keine Warmduscher

Gleichwohl erfreuen sich diese Programme bei Beschäftigten immer größerer Beliebtheit.

“Es war nicht einfach, lediglich Kaltwasserduschen zu ertragen, Käfer, Stromausfälle und Verdauungsprobleme angesichts ungewohnter Kost”, sagt etwa Brad Fogg, der für den US-Konzern Dow Corning in Ujire im Südwesten Indiens unterwegs war. Dort half er bei der Entwicklung einer Maschine zum Schälen von Cashew-Nüssen. “Aber all das gehörte zum Abenteuer, mit Indiens Kultur auf Tuchfühlung zu gehen und Chancen zu entdecken, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen und Unternehmen in Schwellenländern zugeschnitten sind”, sagte Fogg, gebürtig aus dem US-Bundesstaat Michigan.

Dow Corning, ein Gemeinschaftsunternehmen der US-Gesellschaften Dow Chemical und Corning fördert Freiwillige, die bei ihren Einsätzen Marktforschung vor Ort machen und Geschäftsfelder aufspüren. “Produkte, die am Ende ihres Produktlebenszyklus in entwickelten Märkten angelangt sind, haben möglicherweise immer noch großes Potenzial, wenn sie zu einem niedrigeren Preis” in anderen Ländern verkauft werden, sagt Fogg.

Die Ideen mit den größten Erfolgsaussichten werden von dem Bereich Geschäftsentwicklung ermittelt. Die Freiwilligen erhalten dann Hilfe bei der Umsetzung, sagt Fogg. Laura Asiala, die das Programm bei Dow Corning betreut, sagt, in den vergangenen zwei Jahren hätten die beiden Freiwilligenteams fast 30 Geschäftsideen in den Geschäftsfeldern erneuerbare Energien und kostengünstiges Wohnen aufgezeigt.

Unentgeltliche Beratung für Möbelhersteller und Regierungen

Bei IBM können sich Mitarbeiter seit 2008 für die Einsätze mit einmonatiger Dauer bewerben. Mittlerweile haben daran 2.000 Beschäftigte teilgenommen. “Die Vorteile für unser internationales Freiwilligenprogramm sind unbestritten”, sagt Stanley Litow von der IBM International Foundation in New York. Das Programm trage zur Mitarbeiterbindung bei, sei ein Faktor bei der Entscheidung für das Unternehmen zu arbeiten und helfe der künftigen Generation von Führungskräften bei IBM mit den Gepflogenheiten und Möglichkeiten von Wachstumsmärkten vertraut zu werden, sagt Litow.

Bei IBM sind die etwa 500 Freiwilligen jährlich für die Organisationen, die sie beraten, unentgeltlich im Einsatz. Die Bandbreite ist groß. So kann etwa ein Möbelhersteller aus Rumänien bei der Umstellung auf weitgehend papierlose Abläufe Unterstützung bekommen, oder eine Abteilung der Regierung auf Sri Lanka ihre IT-Infrastruktur evaluieren. Die jährlichen Kosten gibt IBM mit 15 Millionen Dollar an.

“Indem sie außergewöhnliche Chancen für aufstrebende Talente bieten, haben sie enorme finanzielle Vorteile”, sagt Chris Marquis von Harvard Business School. Er hat das Programm von IBM ausgewertet. “Es macht das Unternehmen am Arbeitsmarkt attraktiv und trägt zur Steigerung der Loyalität der Beschäftigten bei.”

Einsätze in Ländern, darunter Kambodscha und Nigeria, haben die Expansion von IBM vor Ort unterstützt, sagt Litow. Seit dem ersten Projekt in Nigeria 2009 etwa sei die Anzahl der Beschäftigten in Nigeria von 17 auf über 100 gestiegen.

Auch bei SAP, Deutschlands größtem Softwarekonzern, setzen die Verantwortlichen 2012 erstmals auf internationale Freiwilligeneinsätze. Zielländer sind Brasilien, Indien und Südafrika.

“Es war extrem wertvoll für mich, die Komfortzone zu verlassen”, sagt Jan Seger, Programmentwickler für SAP in Vancouver, der sich einen Monat als Freiwilliger in Brasilien aufhielt und mit einer Nicht-Regierungsorganisation auf dem Gebiet der Müllentsorgung zusammenarbeitete. “Das ganze Projekt heißt für mich: SAP hilft Leuten dabei, sich zu entwickeln, mich inklusive.”

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