René Benkos Spin Doctor

René Benkos Spin Doctor

Ex-Skirennläufer Harti Weirather ist kürzlich als Aktionär bei René Benkos Signa Prime Selection eingestiegen. Außerdem zieht er einige Fäden im Hintergrund.

Unter all den prominenten Gästen fiel er gar nicht auf. Als René Benko kürzlich zu seinem dritten "Törggelen“ ins Palais Harrach lud, stand der ehemalige Skiweltmeister Harti Weirather neben VIPs wie Rockröhre Tina Turner, DJ Ötzi oder Ex-Politikern und Spitzenbankern bestenfalls in der zweiten Reihe. Für Benko selbst hingegen steht der Tiroler Landsmann und langjährige Freund schon seit einigen Monaten in der ersten Reihe. Denn Weirather ist, wie FORMAT jetzt in Erfahrung bringen konnte, im Sommer dieses Jahres in Benkos Signa eingestiegen.

Heimlich, still und leise hat sich der erfolgreiche Marketingmann mit Liechtensteiner Wohnsitz einen hübschen Anteil an der Signa Prime Selection, also dem Luxusangebot von Benkos Immobilienreich, gesichert. Weirather sind jene 3,12 Prozent am Unternehmen zuzurechnen, die im Besitz der Liechtensteiner Icarus Invest Anstalt stehen. Das klingt zwar nicht nach sehr viel, ist es aber: Bei einem Gesamtwert von rund zwei Milliarden Euro der gesamten Signa Prime Selection ist Weirathers Anteil immerhin 62,4 Millionen Euro wert.

René Benko bestätigt im FORMAT-Gespräch das Engagement seines Freundes. Weirather war es auch, der den Kontakt zum zweiten prominenten Signa-Investor, Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, legte. Wiedeking ist heute ebenfalls mit 3,12 Prozent an der Signa Prime Selection beteiligt und sitzt auch im Aufsichtsrat.

Und auch der neueste Geldgeber, die Schweizer Falcon Private Bank, hinter der der Staatsfonds aus Abu Dhabi steckt, dürfte kürzlich über Vermittlung von Harti Weirather - offenbar eine Art Spin Doctor für Benkos Kontakte - seinen Weg zur Signa gefunden haben. Ein Blick auf die Kundenliste von Weirathers Marketing-Firma WWP zeigt nämlich, dass sowohl die Falcon-Bank als auch der Staatsfonds Aabar zu seinen langjährigen Kunden zählen.

Renner bei deutschen Versicherungen

Aber nicht nur in der Aktionärsstruktur der Signa hat sich einiges getan. Knapp 300 Millionen Euro Hybridkapital wurden via Genussscheinen heuer schon eingesammelt. "Wir haben gesehen, dass wir vor allem für deutsche Versicherer und Pensionskassen attraktiv sind“, freut sich Benko. Denn jene Genussscheine sind unter dem Solvency II Regime (Verschärfung der Kapitalvorschriften für Versicherer) als Eigenkapital anrechenbar. Zu den Zeichnern, die damit gelockt wurden, zählen unter anderem die Gothaer Versicherung und die deutsche Pensionskasse der Wirtschaftstreuhänder. Sie haben Pakete im Volumen zwischen 25 und 100 Millionen Euro gezeichnet. Weitere Genussscheine im Volumen von rund 80 Millionen Euro will Benko bis Mitte nächsten Jahres unter das institutionelle Volk bringen.

Neue Kredite

Im Frühjahr will Signa auch die zweite Tranche in Höhe von 60 Millionen Euro der kürzlich begebenen Unternehmensanleihe emittieren. Den nach wie vor kursierenden Gerüchten, er habe nach seiner - nicht rechtskräftigen - Verurteilung mit gravierenden Finanzproblemen zu kämpfen, tritt Benko entgegen. "Ich genieße bei österreichischen und deutschen Investoren und Geldgebern großes Vertrauen“, betont er. Nachsatz: "Wie sonst ist es möglich, dass der Signa seit dem Urteil zahlreiche neue Kredite in beträchtlicher Höhe bewilligt wurden?“

Auch wenn der Selfmademan Benko nach einem ereignisreichen Jahr vorerst mit der Finanzierungsstruktur seiner Signa zufrieden scheint, für neue prominente Investoren ist er natürlich weiter offen. Vielleicht hat ja sein Freund Harti Weirather noch den einen oder anderen an der Hand …

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