Merkel und Hollande erinnern an historische De Gaulle-Rede

Merkel und Hollande erinnern an historische De Gaulle-Rede

Vor 50 Jahren hielt Frankreichs damaliger Staatschef Charles de Gaulle in Ludwigsburg seine berühmte Rede an die deutsche Jugend, in der er die Deutschen als "großes Volk" würdigte.

Am Samstag erinnern die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Francois Hollande bei einem Festakt im Schloss Ludwigsburg an die historische Ansprache des Generals.

Als de Gaulle im September 1962 sechs Tage lang Deutschland bereiste, lag das Ende des Zweiten Weltkrieges gerade einmal 17 Jahre zurück. In 200 Jahren hatten Deutschland und Frankreich, deren Beziehung mit dem Begriff der "Erbfeindschaft" charakterisiert wurde, fünf Kriege gegeneinander geführt. Nach den Schrecken des NS-Regimes war bei vielen Franzosen die Erinnerung an die deutsche Besatzung noch sehr präsent, Frankreich blickte nach wie vor mit großem Misstrauen auf den Nachbarn.

Doch de Gaulle und der damalige deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer hatten sich der Versöhnung beider Länder verschrieben. Im Juli 1962 besuchte Adenauer Frankreich, in der Kathedrale von Reims feierten er und de Gaulle am 8. Juli gemeinsam eine "Messe für den Frieden", die den Anstoß für die Aussöhnung beider Länder gab.

Weltkriegs-General erobert die Herzen der Deutschen

Bei seinem Gegenbesuch zwei Monate später wurde de Gaulle in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn wie auch bei den weiteren Stationen seiner Reise in Düsseldorf, Duisburg, Hamburg, München, Stuttgart und Ludwigsburg ein begeisterter Empfang bereitet. Der Weltkriegs-General eroberte die Herzen der Deutschen auch deshalb, weil er sich in deutscher Sprache an die Bevölkerung wandte. De Gaulle hatte seine Deutschkenntnisse unter anderem in deutscher Kriegsgefangenschaft während des Ersten Weltkrieges perfektioniert, seine Reden lernte er auswendig und hielt sie ohne Vorlage - mit unüberhörbarem Akzent.

Den Höhepunkt seiner Reise bildete seine Rede in Ludwigsburg, die er am letzten Tag seines Deutschland-Besuchs hielt. "Sie alle beglückwünsche ich! Ich beglückwünsche Sie zunächst, jung zu sein", rief Frankreichs Staatschef am 9. September tausenden Zuhörern im Innenhof des Ludwigsburger Schlosses zu - schon nach dem ersten Satz brach tosender Beifall aus.

Dann die entscheidenden Worte: "Ich beglückwünsche Sie ferner, junge Deutsche zu sein, das heißt Kinder eines großen Volkes, jawohl, eines großen Volkes, das manchmal im Lauf seiner Geschichte große Fehler begangen hat. Ein Volk, das aber auch der Welt geistige, wissenschaftliche, künstlerische und philosophische Wellen gespendet hat."

"Die Schwaben haben ihm freundschaftlich die Hand geschüttelt"

Die Deutschen als "großes Volk" - de Gaulles Rede war ein Zeichen der Ehrerbietung wie des Vergebens. Die Deutschen dankten es dem Präsidenten. Als bei seiner Abreise aus Ludwigsburg die Autobahn für de Gaulle gesperrt wurde, waren die zum Warten gezwungenen deutschen Autofahrer keineswegs verärgert, wie sich de Gaulles Dolmetscher Hermann Kusterer erinnert: "Die Schwaben sind aus ihren Autos gestiegen und haben ihm freundschaftlich die Hand geschüttelt."

Keine fünf Monate später, am 22. Jänner 1963, unterzeichneten Adenauer und de Gaulle den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, den Elysee-Vertrag, der die enge Beziehung beider Länder auf ein vertragliches Fundament stellte.

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