Maria Fekter im Porträt: Die unbequeme Finanzministerin

Maria Fekter polarisiert und das unterstreicht Sie regelmäßig mit deftigen Sagern: "Es gibt repräsentative Typen in der Politik, die wollen keine Wellen schlagen und keine Blutspur ziehen. Ich bin anders".

Maria Fekter im Porträt: Die unbequeme Finanzministerin

Österreich steht als letztes EU-Land mit einem strengen Bankgeheimnis am Pranger. Doch die konservative Politikerin will für die Privatsphäre der Bankkunden weiter "wie eine Löwin kämpfen" , wie sie vor einigen Tagen gesagt hatte.

Fast alle anderen EU-Länder tauschen bereits seit Jahren Kontodaten ausländischer Anleger aus. Auch Luxemburg, jahrelang ein Verbündeter Österreichs bei der Abwehr des Datenaustauschs, ließ sich jetzt dazu erweichen. Für die restliche EU mag die sture Haltung der 57-jährigen Ministerin unverständlich sein - überraschend kommt sie aber nicht.

Bereits in den vergangenen Jahren hat Fekter mit schonungslos offenen Kommentaren zur Euro-Krise über die Landesgrenzen hinweg für Schlagzeilen gesorgt. Auch beim Treffen der EU-Finanzminister in Dublin genießt sie ihren Auftritt vor den Medien. Sie gibt sich kämpferisch: Am Bankgeheimnis werde nicht gerüttelt, sagt sie vor dem Treffen. Unangenehme Fragen von ihren Ministerkollegen erwarte sie nicht. Dabei hätte sie wohl kein Problem, auch damit umzugehen.

Vergangenes Jahr hatte sie Italiens Ministerpräsident Mario Monti verärgert, als sie sagte, das Land könnte angesichts seiner steigenden Zinslast unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen. Ihre Aussagen sorgten für Unruhe an den Finanzmärkten und brachten Fekter viel Kritik ein. Nur mit Mühe konnte sie ihre Worte im Nachhinein relativieren. Vor gut einem Jahr düpierte sie den damaligen Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker, indem sie als erste vor der Presse die Sitzungsergebnisse der Finanzminister ausplauderte.

Solche offensiven Auftritte gehören zum Image Fekters, das sie selbst pflegt. "Es gibt repräsentative Typen in der Politik, die wollen keine Wellen schlagen und keine Blutspur ziehen. Ich bin anders", hatte sie einmal gesagt.

Maria Fekter: Hardlinerin mit Faible für Kunst

Ihre burschikose Manier hat sich Maria Theresia Mayr wohl schon in ihrer Kindheit angeeignet. Sie wächst als einziges Mädchen mit ihren Brüdern und Cousins in Attnang-Puchheim in Oberösterreich auf, wo ihre Eltern ein Schotter- und Transportunternehmen betreiben. Aus ihrem Plan, Kunst zu studieren, wird nichts: Ihr älterer Bruder stirbt bei einem Verkehrsunfall und nun soll Fekter den elterlichen Betrieb leiten. Sie entscheidet sich daher für ein Jura- und Wirtschaftsstudium und sammelt anschließend in der elterlichen Firma Erfahrung. Bereits seit Mitte der 80er Jahre engagiert sie sich zudem als Gemeinderätin in ihrem Heimatort, bevor sie 1990 als Abgeordnete ins Parlament nach Wien wechselte.

Und noch ein zweites Mal kommt Fekter unverhofft in eine neue Rolle: Während ihrer Zeit als ÖVP-Innenministerin muss Finanzminister und Parteikollege Josef Pröll aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben. Bei der darauffolgenden Regierungsumbildung im Frühjahr 2011 wird Fekter kurzerhand zur neuen Finanzministerin ernannt. Bereits bald nach ihrem Antritt ist sie international bekannter als ihre männlichen Vorgänger.

Zum Scheitern verurteilt?

Ob Fekters Blockadehaltung im Streit um das Bankgeheimnis Früchte bringt oder letztlich zum Scheitern verurteilt ist, wird sich in den kommenden Monaten zeigen: Viele internationale Experten meinen, dass das österreichische Bankgeheimnis angesichts der Enthüllungen über Kapitaltransfers in Steueroasen und der Ankündigung Luxemburgs zur Lockerung seines Bankgeheimnisses ohnedies fallen wird.

Doch in Österreich wird im Herbst ein neues Parlament gewählt. Mit ihrem strikten Nein zielt Fekter daher auch auf die Stimmen möglicher Wähler für ihre konservative Partei ÖVP ab. Sie könnten bei einem Aus für das Bankgeheimnis ihre unversteuerten Schwarzgelder nicht mehr so gut vor dem Fiskus auf ihren Konten verbergen

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