Marcel Koller: "Die WM muss das Ziel sein"

Marcel Koller: "Die WM muss das Ziel sein"

Die Vorzeichen sind vor Auftritten der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft schon günstiger gestanden als vor den WM-Qualifikationsspielen am Freitag in Wien gegen die Färöer und am darauffolgenden Dienstag in Dublin gegen Irland...

Viele Leistungsträger kommen mit wenig oder gar keiner Spielpraxis ins ÖFB-Camp, genießen aber dennoch das Vertrauen von Teamchef Marcel Koller.

Wie sieht Ihre Zielsetzung für die Spiele gegen die Färöer und Irland aus?

Marcel Koller: "Wir gehen mit dem Ziel, sechs Punkte zu holen, in diese Spiele. Aber Siege kann man nicht bestellen, da braucht man auch das nötige Glück. Dafür müssen wir hart arbeiten, an der defensiven Konsequenz und an der Bereitschaft, über das Limit zu gehen."

Welche Auswirkungen hätte ein Punkteverlust in Dublin?

Koller: "Dann würde alles noch schwieriger werden. Chancenlos wären wir aber von unserer Seite nicht, auch wenn ich mir vorstellen könnte, dass es von medialer Seite dann so verbreitet werden würde."

Ist es vermessen, von Österreich als Weltranglisten-79. einen Auswärtssieg über den 40. Irland zu verlangen?

Koller: "Das ist die österreichische Mentalität, das habe ich in meiner Zeit hier schon mitgekriegt. Entscheidend wird sein, dass wir alle miteinander gut sind. Wir müssen den nächsten Schritt machen und Konstanz reinbringen, unser ganzes Repertoire ausspielen. Aber zu fordern, dass wir zur WM fahren müssen, ist unrealistisch, und darauf läuft es ja am Ende raus."

In den ersten Monaten Ihrer Amtszeit entwickelte sich eine positive Stimmung rund um das Nationalteam, nun scheint sich das nach zwei Testspiel-Niederlagen verändert zu haben. Überrascht Sie das?

Koller: "Ich bin ohnehin keiner, der himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt ist. Ich wusste, dass es auch Rückschläge geben wird. Ich weiß aber auch, dass die Leute von außen, die Fans, nicht diesen Einblick haben, nur die Spiele verfolgen und sich dann eben ihr Bild machen. Das Volk will Leidenschaft sehen, dass die Mannschaft 90 Minuten marschiert, und natürlich auch Siege. Die haben zuletzt gefehlt, da wollen wir aber wieder hinkommen, und ich denke, dass wir das hinbekommen."

Was halten Sie von der Kritik an Ihrer Vorgehensweise, an Spielern ohne Spielpraxis festzuhalten?

Koller: "Wie soll es denn sonst gehen, wenn vom sogenannten Stamm sieben Spieler nicht spielen, aber die dahinter auch nicht? Ich kann doch nicht von irgendwo Spieler nehmen, die nicht die Fähigkeit haben, im Nationalteam zu spielen, aber bei ihren Clubs regelmäßig im Einsatz sind."

Das heißt, das Festhalten am Stamm erfolgt auch aus Mangel an Alternativen?

Koller: "Das auch, aber wir sind auch überzeugt, dass die Spieler im Kader die besten Spieler des Landes sind. Ich muss dafür den Kopf hinhalten, daher mache ich das, von dem ich überzeugt bin. Natürlich ist Spielpraxis wichtig. Doch es ist ja nicht so, dass die Betroffenen nichts tun. Sie sind ja im Trainingsbetrieb."

Sie betonen immer, dass es auch deshalb wenig Kaderänderungen gibt, weil die aktuelle Mannschaft schon mit Ihren Vorstellungen vertraut ist. Wie lange würde es für einen Neuankömmling dauern, sich auf Ihre Philosophie einzustellen?

Koller: "Wenn ich Club-Trainer bin, dauert es ein halbes Jahr, bis die Spieler wissen, was ich will. Beim Nationalteam sind wir ein paar Mal im Jahr ein paar Tage zusammen, da kann man sich vorstellen, wie lange das dauert. Natürlich hat man beim Team die besten Spieler, da ist schon davon auszugehen, dass die Aufnahme schneller funktioniert. Trotzdem müssen wir im Nationalteam immer wiederholen, was wir wollen. Schlussendlich liegt alles an der Bereitschaft der Spieler."

Was kann die aktuelle Nationalmannschaft erreichen, wenn alle Spieler Ihre Philosophie intus haben?

Koller: "Wir sind immer auch auf die Spieler angewiesen, ob sie in gutem Zustand zu uns kommen, Selbstvertrauen haben und in guter Form sind. Wenn alles zusammenpasst, können wir sicher noch weiter nach vorne kommen."

Das heißt, eine WM-2014- oder zumindest eine EM-2016-Teilnahme ist möglich?

Koller: "Ja, und das muss auch das Ziel sein. Aber um das zu erreichen, braucht man auch Glück und die Überzeugung, es schaffen zu können - und das alles nicht irgendwann, sondern jetzt."

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