Manchester City vs. Arsenal: Duell der Wirtschaftsphilosophien

Manchester City vs. Arsenal: Duell der Wirtschaftsphilosophien

Heute nachmittag treffen mit Manchester City und Arsenal zwei Vertreter höchst unterschiedlicher Philosophien im Profifußball aufeinander. Eine Gegenüberstellung.

Um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit treffen in Manchester zwei Spitzenklubs der englischen Premier League aufeinander: Manchester City empfängt den Londoner Verein Arsenal (der Bezahlsender Sky überträgt live). Das Duell ist aber mehr als ein Match 22 gut bezahlter Professionisten, es ist auch ein Match der Fußballphilosophien. Gemeint ist dabei weniger die Strategie der beiden Trainer, denn obwohl Titelverteidiger Manchester City zuletzt in der Champions League eher auf Defensive schaltete, gelten beide Teams als vorwiegend offensiv orientiert.

Es handelt sich vielmehr um zwei höchst unterschiedliche Einstellungen, was das wirtschaftliche Gebaren eines Fußballklubs betrifft. Auf der einen Seite Manchester City, das dank der Milliarden eines saudischen Scheichs über scheinbar unbegrenzte Mittel verfügt. Auf der anderen Seite Arsenal, das zwar auch potente Geldgeber und Sponsoren hat, sich aber lieber sparsam gibt und auf langfristige Entwicklung setzt.

Die Fakten

Gründungsdaten:
ManCity: 1880
Arsenal: 1886

Stadien:
ManCity (Etihad Stadium): 47.700 Zuschauer
Arsenal (Emirates Stadium): 60.000 Zuschauer

Gesamtwert des Spielerkaders:
ManCity: 498 Millionen €
Arsenal: 285 Millionen €

Teuerster Spieler:
ManCity: Kun Aguero 51 Millionen €
Arsenal: Jack Wilshere 22 Millionen €

Woher kommt das Geld?

Man sieht schon: City hat einen deutlichen Überschuss in finanzieller Hinsicht, tatsächlich wird jedes Jahr kräftig eingekauft. Arsenal hingegen kauft zwar auch (zuletzt etwa den deutschen Nationalspieler Lukas Podolski), doch verkauft noch mehr (zuletzt etwa Robin van Persie an Manchester United). Weshalb das so ist: City hat durch Mansour bin Zayed Al Nahyan sehr, sehr viel Geld zur Verfügung. Der Milliardär gehört der Herrscherfamilie von Abu Dhabi an und hat als eines seiner zahlreichen Hobbys eben einen Fußballklub in Europa. Schätzungen zufolge hat er bisher eine Milliarde € für City ausgegeben - immerhin konnte im Vorjahr der Meistertitel erreicht werden. Der Klub verfügt dank des teuren und hochwertigen Spielerkaders auch über gute "Assets" für die nächsten Jahre - zumindest auf den ersten Blick.

Schulden, aber Immobilien

Arsenal hingegen ist nicht vom Goodwill eines Einzelnen abhängig. Der Verein ist wirtschaftlich als Holding organisiert; die meisten Anteile halten der US-Investor Stan Kroenke und der russische Geschäftsmann Alischer Usmanow. Das macht rasches Reagieren und größere Investments zwar unmöglich, andererseits wird dadurch eher auf langfristige Strategien gesetzt. Kernpunkt dieser Strategie ist das Stadion, das Hauptschuld am derzeitigen Schuldenstand von mehr als 200 Millionen trägt. Trainer-Manager Arsene Wenger kauft - dieser defensive Strategie folgend - auch stets Spieler, die jung sind und deren Wiederverkaufswert positiv zu beurteilen ist.

Denn während der Wert eines Spieler höchst "volatil" und wegen der Transferbestimmungen auch von überschauberer Dauer ist, bleibt ein Stadion über Jahrzehnte bestehen. Tatsächlich hat Arsenal laut Deloitte "ein stabiles Geschäftsmodell". Zwar ist der Klub, dem das Stadion gehört, von der Krise betroffen (etwa wegen der Immopreise), doch langfristig könnte sich das bezahlt machen. Denn - und diese Fragen stellen sich auch City-Fans immer wieder - was passiert, wenn der Herr Al Nahyan die Lust an seinem Hobby verliert? Dann könnte sich das Reichtum des Klubs in wenigen Monaten in Luft auflösen, wie das zuletzt etwa in Malaga passiert ist. Und wie das auch einmal dem österreichischen Verein Red Bull Salzburg drohen könnte, wenn Herr Mateschitz genug vom Fuball hat.

Also: Langfristig hat ein Modell á la Arsenal die besseren Aussichten. Obwohl: Das wird die Arsenal-Fans, die nun schon ungeduldig auf einen Titel warten, nicht zufrieden stellen. Denn im Fußball zählen schließlich Erfolge, nicht langfristige Perspektiven. Aber andererseits: Geld schießt keine Tore. Zumindest nicht immer.

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