Mächtige Managerinnen

Marissa Mayer, 37 - CEO Yahoo!

Ausbildung: Studium der Informatik in Stanford.
Jobs: UBS Research Lab (Schweiz), SRI International (USA), Google-Karriere von der ersten Technikerin bis zum Vice President.
Status: verheiratet, erwartet ihr erstes Kind.

Sheryl Sandberg, 43 - COO Facebook

Ausbildung: Studium Arts & Science an der Harvard University und Master of Business Administration.
Jobs: Vice President Google Global Online Sales, seit 2008 Geschäftsführerin von Facebook Inc.
Status: verheiratet, zwei Kinder.

Das US-Magazin "Forbes“ kürt jährlich die mächtigsten Frauen der Welt. Diesmal sind viele Chefinnen großer US-Unternehmen darunter.

Sie verdient heuer 100 Millionen Dollar, steht auf Platz 21 im "Forbes“-Ranking der mächtigsten Frauen der Welt und hat seit kurzem einen der härtesten Managementjobs der Welt: Marissa Mayer, 37, ist angetreten, Yahoo!, dem ehemaligen Internet-Branchenprimus, "wieder eine Vision zu geben“, so IT-Experte Shar VanBoskirk von Forrester Research. Höchste Zeit, denn Yahoo! verliert seit Jahren Marktanteile an Konkurrenten wie Google und Facebook.

Mayer, die als eines der freundlichsten Gesichter der Technologieszene im Business gilt, scheute jedenfalls nicht davor zurück, schnell unbequeme Entscheidungen zu fällen. Gerade drei Wochen im Amt, machte sie eine Entscheidung ihres Vorgängers rückgängig und schüttete zugesagte Milliardenbeträge aus dem Verkauf von Anteilen am chinesischen Internetunternehmen Alibaba doch nicht an die Aktionäre aus. Die Börsianer waren "not amused“, der Aktienkurs fiel um fünf Prozent. Mayer stellte in einem Statement klar, dass sie auf "langfristigen Erfolg“ setze, außerdem wolle sie aus Yahoo! eine Innovationsmaschine machen, und dafür brauche es Geld.

Am 16. Juli war die studierte Informatikerin zur Vorsitzenden der Geschäftsführung ernannt worden, am gleichen Tag gab sie bekannt, dass sie ihr erstes Kind erwarte. Laut "Wall Street Journal“ war die Schwangerschaft dem Aufsichtsrat bekannt, aber kein Thema dort.

Frauen-Vorkämpferin mit neun Kindern

Kinder und Topkarriere - was vor einigen Jahren noch die Ausnahme war, ist in den USA und in Großbritannien bereits fast die Regel. Ein Extrembeispiel dafür ist Helena Morrissey. Als diese vor 20 Jahren ihr erstes Kind bekam, war sie die einzige Frau unter 16 Fondshändlern beim Londoner Investmenthaus Schroders. Zurück aus dem Mutterschutz, stand eine Beförderung an, ihr Chef meinte aber, sie sei als junge Mutter dieser Aufgabe nicht gewachsen. Ein Irrtum, denn die Dame mit Vorliebe für noble Designerkleider und Schmuck von Tiffany hat mittlerweile neun (!) Kinder und leitet seit über zehn Jahren erfolgreich die Londoner Vermögensverwaltung Newton. Gegen die verknöcherten Systeme kann man nicht allein kämpfen. Also holte sich Morrissey 25 Managerinnen und gründete die Initiative "30 % Club“ mit dem Ziel, die Frauenquote in aktiennotierten britischen Konzernen auf 30 Prozent zu hieven.

Oft beinhart, manchmal herzlich

Auch Sheryl Sandberg, COO bei Facebook und mächtigste Business-Lady im "Forbes“-Ranking, hatte keinerlei Problem, ihre zwei Kinder und die Karriere unter einen Hut zu bringen. Die Harvard-Absolventin verantwortet das Tagesgeschäft und repräsentiert Facebook in wirtschaftlichen Belangen und auf dem glatten Parkett der Gesellschaft. Gründer Mark Zuckerberg holte Sandberg, damals Vice President für den Online-Verkauf bei Google, 2008 als eine Art "Erwachsene vom Dienst“. Ihr Job war es, Ordnung in das Gründerchaos des jungen Internetkonzerns zu bringen. Ob die aparte Botschafterin von Facebook Zuckerbergs Macken noch lange ausgleichen wird, ist unklar: Sie hat seit dem Google-Börsengang ausgesorgt und verfügt zudem über beste Kontakte nach Washington.

Hewlett-Packard ist ebenfalls fest in weiblicher Hand. CEO Meg Whitman fährt einen beinharten Konsolidierungskurs. Sie gab dieser Tage bekannt, dass sie 27.000 Mitarbeiter, rund acht Prozent der Belegschaft, abbauen müsse.

Beim Branchenriesen IBM, immer schon Vorreiter in Sachen Gleichberechtigung, trat Anfang des Jahres Virginia "Ginni“ Rometty in die Fußstapfen des legendären Samuel J. Palmisano. Um ja keinen Zweifel an ihrer Leadership aufkommen zu lassen, begann Rometty sofort mit Kostensenkungen und massivem Personalabbau. Die "Süddeutsche Zeitung“ titelte despektierlich: "Eine Frau dirigiert die Nerds“.

Glaubenskrieg: Pepsi gegen Coke

Das heißt: harte Bandagen, Fouls und Entscheidungen am grünen Tisch. Indra Nooyi, seit 2006 CEO, verordnete PepsiCo einen strengen Portfoliowandel zu gesünderen Produkten und den Ausbau der Lebensmittelsparte. Mit mäßigem Erfolg, denn die PepsiCo-Aktie hat sich seit Nooyis Amtsantritt nicht bewegt, während Coca-Cola im selben Zeitraum um 50 Prozent zulegte. "2012 wird ein Jahr des Umbaus“, so die auf Platz 12 (2009: Platz 3) zurückgefallene Topmanagerin.

Geordnete Verhältnisse

Kinder waren für die allesamt an renommierten US-Unis ausgebildeten mächtigsten Businessfrauen der Welt kein Karrierehindernis - der Standardstatus der Topmanagerinnen lautet offenbar "verheiratet, zwei Kinder“. Dass alle diese Frauen verheiratet sind, kann kein Zufall sein, ein geordnetes Privatleben ist für die Erbringung beruflicher Höchstleistungen extrem wichtig. Bei Frauen und Männern. Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau, hieß es früher. Hinter jeder erfolgreichen Frau steht heute ein Mann.

So viel Macht, wie "Forbes“ Toppolitikerinnen zuschreibt, wird aber auch Business-Shootingstar Marissa Mayer nie erreichen. Hillary Clinton, US-Außenministerin, reiht "Forbes“ an zweiter Stelle, vor ihr thront die mächtigste Frau der Welt: Angela Merkel, die "Retterin des Euro“. Jahressalär: "bescheidene“ 220.000 Euro.

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