bauMax: Kommt die Fusion mit Praktiker?

Zu viele Filialen, zu wenig Kaufkraft: bauMax und Praktiker leiden beide in Osteuropa. Hinter den Kulissen wird daher über eine Kooperation nachgedacht - bis hin zur Fusion.

bauMax: Kommt die Fusion mit Praktiker?

Es schien ein Schnäppchen zu sein, drohte ein Fiasko zu werden - und könnte sich noch zum lukrativen Coup entwickeln: Mit dem Einstieg bei der börsennotierten deutschen Praktiker AG im Herbst 2011 könnte Isabella de Krassny, Fondsmanagerin der Semper Constantia Privatbank, bald zu einem wesentlichen Player in der europäischen Baumarkt-Szene werden. Denn ein Team der Unternehmensberatung Roland Berger bastelt hinter den Kulissen an einer engen Kooperation zwischen der angeschlagenen heimischen Kette bauMax und dem deutschen Baumarktriesen Praktiker, ebenfalls ein Sanierungsfall, an dem de Krassny über mehrere Fonds knapp 25 Prozent vertritt.

Die Planspiele der Berater gehen weit - bis zu einer kompletten Fusion beider Unternehmen. "Ja, es gibt Überlegungen in diese Richtung“, bestätigt ein Beteiligter. Auch de Krassny sieht solche Szenarien positiv: "Warum nicht, wenn es für beide Sinn macht.“ Ein Vertreter von Praktiker will sehr bald bei der UniCredit in Wien, Hauptgläubigerin von bauMax, die Lage sondieren. Ein erster Schritt könnte ein gemeinsames Vorgehen in der Problemregion Osteuropa sein. Dort treffen zu viele Filialen auf zu wenig Kaufkraft.

Abtausch von Märkten

"Eine gemeinsame Strategie, etwa der Abtausch von Märkten in einzelnen Ländern, ist absolut sinnvoll“, heißt es aus Praktiker-Kreisen, "so könnte sich jeder auf eine starke Stellung in einzelnen Ländern fokussieren.“ Eine stärkere Verschränkung der Unternehmen würde mehr Effekte bringen, von einer größeren Einkaufsmacht bis zu Einsparungen bei den Overhead-Kosten. Was das in Euro ausmachen kann, berechnen gerade die Berater.

Der Druck zum Handeln ist jedenfalls groß. bauMax hat in den vergangenen zwei Jahren mehr als 100 Millionen Euro Verlust eingefahren, in allen acht Auslandsmärkten gab es ein Minus. Besonders heikel: 60 Prozent seines Umsatzes erzielt bauMax in den Problemländern.

Dem deutschen Konkurrenten Praktiker geht es kaum besser. Laut den Mitte der Woche veröffentlichten vorläufigen Zahlen verlor das Unternehmen 2012 in CEE jeden zehnten Umsatz-Euro. Dass auch auf dem Heimmarkt Deutschland die Umsätze um 4,2 Prozent schrumpften, bescherte dem Konzern zum Halbjahr einen Verlust von 97 Millionen Euro. Nachdem bereits 2011 mehr als eine halbe Milliarde Euro versenkt worden war, schrammte Praktiker Ende September nur knapp an der Zahlungsunfähigkeit vorbei.

Vorstand muss gehen

Erste Sanierungsschritte wurden bereits gesetzt. Bei bauMax hat auf Druck der Banken der Sanierer Michael Hürter, ein ehemaliger Lidl-Manager, das Kommando übernommen. Dem Umbau in der Chefetage fiel kurz vor Weihnachten auch Vorstand Hans-Jörg Greimel zum Opfer. Dessen Agenden, Beschaffung und Logistik, hat Hürter gleich selbst übernommen.

Praktiker setzt auf eine Zwei-Marken-Strategie und will 120 seiner deutschen Praktiker-Filialen in Märkte seiner Tochter "Max Bahr“ umbauen. Max Bahr bietet mehr Service, ist höherwertig und erzielt höhere Margen. Mit Blick auf Osteuropa steht lediglich fest, dass Filialen verkauft werden sollen.

Beflügelt werden die Fantasien einer Verbindung mit bauMax von den handelnden Personen bei Praktiker. Isabella de Krassny ist größte Einzelaktionärin - und Österreicherin. Sanierer Erhard Grossnigg ist Aufsichtsratsvorsitzender - und Österreicher. Neu in den Aufsichtsrat zieht Ex-Coface-Chefin Martina Dobringer ein - ebenfalls Österreicherin. Armin Burger ist seit Mitte Oktober CEO von Praktiker - und hat als Hofer-Chef viele Jahren in Österreich gewerkt.

Allerdings gibt es auch beträchtliche Hürden. Die bauMax-Eigentümerfamilie Essl müsste ins Boot geholt werden. Zudem gibt es Interesse amerikanischer Baumarktketten an dem CEE-Portfolio von bauMax. Und auch Schulden von mehr als 200 Millionen Euro sind keine besonders attraktive Mitgift.

Für Isabella de Krassny geht es dieses Mal um mehr als sonst. Denn bei der für die Sanierung notwendigen Kapitalerhöhung griff ihr die Donau Invest von Ehemann Alain mit knapp 20 Millionen Euro unter die Arme. Geht die Praktiker-Sanierung schief, ist nicht nur das Geld weg, dann hängt wohl auch der Haussegen schief.

bauMax dementiert

bauMax-Chef Martin Essl ließ der APA am Freitag über einen Sprecher ausrichten, dass es "keinerlei Gespräche mit Praktiker" gebe. Eventuelle Fusionsgerüchte mit der deutschen Baumarktkette seien "reine Spekulation". bauMax habe seinen Restrukturierungskurs für die nächsten drei Jahre begonnen, die Finanzierung mit den Banken stehe. Ende Dezember segnete ein Konsortium bestehend aus 15 Banken eine 80-Mio.-Euro-Geldspritze ab. Die Eigentümerfamilie Essl schoss 12 Mio. Euro zu.

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