Im Hula-Tal in Syrien lauert der Tod auf den Bergen

Im Hula-Tal in Syrien lauert der Tod auf den Bergen

Essen, Medizin, Benzin, Vieh, Autos, aber auch Waffen: In Kanus und auf handgezimmerten Flößen wird alles Erdenkliche zum Leben – und zum Sterben – über den Hula-See in Syrien geschmuggelt. Die gefährliche Überfahrt ist die einzige Chance, die von der Armee eingerichteten Kontrollstellen an den Straßen zu umgehen.

Nach den jüngsten Geländegewinnen der Assad-Truppen im 30 Kilometer entfernten Homs befürchten die Bauern und Rebellen im Hula-Tal, vollständig abgeschnitten zu werden. Wie ein zentrales Scharnier verbindet Homs den Norden und Süden des Landes mit der Küste. Die von Pro-Assad-Milizen und libanesischen Hisbollah-Kämpfern unterstützte Armee hat vergangene Woche Dörfer an der libanesischen Grenze und ein Viertel von Homs zurückerobert. Das Hula-Tal ist umgeben von Bergregionen, die vor allem von Alawiten bewohnt werden, der Volksgruppe, der Assad angehört. "Wir sind sicher die nächsten, die sich das Regime vornimmt", sagt Dschalal Suleiman, ein oppositioneller Medienaktivist.

Felder in Flammen

Schon einmal, im Mai 2012, war die Hula-Region Schauplatz eines grausigen Massakers. Dutzende sunnitische Familien wurden ausgelöscht, und Tausende flohen. Seitdem hat die Armee Panzer, Raketen und Scharfschützen in den alawitischen Dörfern in Stellung gebracht, die das Tal bedrohen. Obwohl die Einschläge näher rücken, geben sich die Rebellen kämpferisch. "Viele wolle nicht fliehen", sagt Suleiman. Die Rebellen der Freien Syrischen Armee würden kämpfen. Ein Sprecher der Aufständischen sagt, man sei auf eine Offensive vorbereitet. Die Assad-Truppen würden aber versuchen, die Region "auszuweiden".

Bis vor zwei Jahren, vor dem Krieg mit mittlerweile über 100.000 Toten, war Hula eine der wichtigsten Agrar-Regionen des Landes. Viele Bauern besitzen das Land, auf dem sie arbeiten, und hungern dennoch zum ersten Mal in ihrem Leben. Kaum jemand zieht die Kälber noch groß. Besser ist es, sie schnell zu Geld zu machen. Der Schmuggel läuft in beide Richtungen. Auf der anderen Seite des Sees, im Regierungsgebiet, können Kühe einige Hundert Dollar einbringen.

Riesige Anbauflächen gingen in den vergangenen Wochen in Flammen auf. Die sunnitischen Bauern geben den Regierungssoldaten auf den Bergen die Schuld. "Sie schießen Leuchtspurmunition auf unsere Äcker", sagte ein Rebell. Viele Bauern trauen sich aus Angst vor Scharfschützen nicht mehr auf ihre Felder. In Suleimans Dorf traf es jüngst drei Bauern, darunter eine 30-jährige Mutter.

Panik wenn die Bomber kommen

Auch die Tiere sind nicht mehr sicher. "Die Bomben fallen vor die Häuser, die Kühe werden getötet", sagt Um Hassan, dessen Familie einige Hektar Land im Hula-Tal besitzt. Große Flächen liegen mittlerweile brach. Etliche Bauern sind bereits in die überfüllten Flüchtlingslager in der Türkei geflohen. Sind Kampfflugzeuge am Himmel zu hören, bricht Panik aus. Frauen und Kinder rennen in die Häuser, die Rebellen versuchen zu erahnen, auf welche Ziele es die Piloten abgesehen haben. "Bevor sie die Bomben fallen lassen können, müssen sie sinken, daran können wir sehen, ob wir oder ein anders Dorf dran ist", sagt ein Kämpfer.

Die Verwüstung trifft alle. Egal ob die Dörfer von arabischen Sunniten, von Alawiten, Schiiten, türkisch-stämmigen Sunniten oder mehreren Volksgruppen bewohnt werden - überall sieht man eingestürzte Wände und Dächer und zertrümmerte Möbel. Die Einwohner machen Assads Luftwaffe dafür verantwortlich. Mit den wahllosen Angriffen wolle Assad den Hass unter den Volksgruppen schüren, sagen die Rebellen.

Manche Bewohner wollen dennoch bleiben - trotz der Bomben, der ständigen Angst und Bedrohung - notfalls bis zum Schluss. Beim Abendessen, es gibt geschmuggeltes Brot und Kartoffeln, sagt Suleimans Schwiegermutter Um Ahmad, wenn die Regierungstruppen kämen, werde sie nicht in die Flüchtlingslager fliehen. "Ich trage mein Hauskleid, ich schlafe, ich esse", sagt sie: "Lass uns hier sterben, es ist in Ordnung, es ist unser Zuhause."

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