Herr "Dancing Star" Rainer Schönfelder, ist das in Ordnung?

Herr "Dancing Star" Rainer Schönfelder, ist das in Ordnung?

FORMAT-Interview. Gerechtfertigte Bevorzugung von Vorzeigeathleten oder unzeitgemäßes Privileg für Sportmillionäre? Die Steuerbegünstigung für Spitzensportler ist seit der Steuerflucht von Basejumper Felix Baumgartner umstritten und könnte bald fallen. Skifahrer Rainer Schönfelder im Interview über die Steuervorteile von Spitzensportlern.

FORMAT: Am Beispiel Felix Baumgartner hat sich eine Debatte über die Steuerbegünstigung für Spitzensportler entzündet. Besteht diese Begünstigung zu Recht?

Rainer Schönfelder: Da ich selbst Begünstigter bin, kann ich schwer dagegen argumentieren. Ich kann nur für uns Skifahrer sagen, dass die meisten Rennen im Ausland stattfinden, wir im Ausland unsere Dienstleistungen erbringen und schon dort Steuer zahlen. Bei einem Rennen in den USA in Beaver Creek muss man einen gewissen Teil des Preisgelds abgeben – etwa ein Drittel.

Halten sie das Gesetz zur Steuerbegünstigung für zeitgemäß?

Schönfelder: Ich mache das Gesetz nicht, ich passe mich den Regeln an.

Ist Felix Baumgartner ein Spitzensportler?

Schönfelder: Das möchte ich nicht bewerten. Was Fakt ist: Seine Vorbereitung und sein Training haben sicher Spitzensport-Charakter.

Als Argument für die Steuerbegünstigung wird die kurze Zeitspanne angeführt, in der Sportler Geld verdienen können.

Schönfelder: Das stimmt und es gibt ein enorm hohes Risiko, durch Verletzungen seinem Beruf plötzlich nicht mehr nachgehen zu können. Zudem opfern Sportler vieles, etwa eine Ausbildung, für den Sport. Man sieht auch immer nur die Erfolgreichen. Viele schaffen es nicht ganz an die Spitze oder bleiben auf der Strecke.

Sie sorgen mit Investments für die Zukunft vor. Sollten mehr Sportler ihren Fokus auf Zukunftsvorsorge legen, anstatt zwischen Bewerben nur auf der Playstation zu spielen?

Schönfelder: Das ist jedem selbst überlassen. Auch Spitzensportler können sich nachhaltig absichern – Playstation spielen ist nicht nachhaltig. Ich habe mich akribisch in verschiedene Themen eingearbeitet und bin jetzt sehr erfolgreich. Es ist nicht das Blödeste, auf die Zukunft zu schauen.

Wäre es für Sie ein Problem, wenn die Steuerregelung für Spitzensportler wegfiele?

Schönfelder: Sicher wäre das ein Problem. Die Zahlen sprechen für sich. Es ist ein Unterschied ob man 17 Prozent Steuer zahlt oder 50 Prozent. Aber die Welt würde nicht untergehen.

In der Diskussion schwingt auch Neid mit. Nach dem Motto: Sportlern geht es super. Die stehen im Rampenlicht, verdienen gut und müssen auch noch weniger Steuern zahlen.

Schönfelder: Ich bin ein toleranter Mensch und habe auch für Neid Verständnis. Gerade in Österreich ist die Neidgesellschaft sehr ausgeprägt. Aber wie gesagt: Die Gesetze mache nicht ich.

Zur Person: Mit seinem Geschäftspartner Thomas Schmid entwickelt er Anlagekonzepte für alle Asset-Klassen. Der Schwerpunkt liegt im Immoblienbereich. Zudem bietet er den nachhaltigen Fond „Alpin Global Ethic“, sowie „Alpin Global Trend“ an. Sein eigenes Geld hat er unter anderem in ein Zinshaus im 15. Wiener Gemeindebezirk und in das Wiener Luxus-Objekt Palais Principe investiert.

Erektions- und Potenzstörungen sind weiter verbreitet als man denkt, doch kaum jemand sucht professionelle Hilfe.
#Gesundheit #Sexualität
 

Gesundheit

Erektionsstörungen: Das ist bei Potenzproblemen zu tun

Die Voestalpine liefert 120.000 Tonnen Bleche für den Bau der South Stream Pipeline von Russland nach Österreich.
#ukraine #south stream #russland #putin #omv
 

Börse Wien

Voestalpine ist bei South Stream als Lieferant im Geschäft

Der japanische Konzern präsentiert auf der IFA die neue Flaggschiff-Reihe Z3. Das Acht-Zoll-Tablet ist ein Angriff aufs iPad mini.
#sony
 

Mobile

Sony stellt Produkte der Z3-Reihe vor