George Clooney in "The Monuments Men" – Alliierte Helden, Nazi-Diebe und die größte Schatzsuche der Geschichte

George Clooney in "The Monuments Men" – Alliierte Helden, Nazi-Diebe und die größte Schatzsuche der Geschichte

Das von Clooney und Grant Heslov verfasste Drehbuch basiert auf einem 2009 erschienen Sachbuch mit dem Titel "The Monuments Men" von Robert Edsel.

Auf einem Kontrollgang durch den 800 Jahre alten Dom von Halberstadt überprüft George Clooney noch einmal, ob alles für den Dreh bereit ist. Frisch sei es dort, sagt der Hollywood-Star, der einen grauen Schnäuzer und verwaschene Jeans trägt.

Im Kirchenschiff steht eine Nachbildung des Genter Altars von Jan van Eyck, einer der größten Kunstschätze Belgiens, beleuchtet durch außerhalb der Glasfenster positionierte helle Scheinwerfer. Im Film von Clooney ist diese deutsche Kirche aber die St.-Bavo-Kathedrale in Gent, erläutert Thomas Labusiak, Kustos der Domschatzverwaltung von Halberstadt.

“Das tut weh”, sagt Labusiak. Der Halberstädter Dom sei eine der schönsten gotischen Kirchen Deutschlands. Er gibt jedoch zu, dass er aufgeregt sei. “Es ist nicht jeden Tag, dass George Clooney einen Film in Halberstadt dreht”, sagt er.

Clooney lächelt und sagt “Hi guys”, als er bei seiner Inspektionstour vor den Aufnahmen vorbeigeht. Er ist sowohl Regisseur als auch Hauptdarsteller in dem Film “The Monuments Men”. Laut der Los Angeles Times liegt das Budget für den Film bei 70 Mio. Dollar bis 80 Mio. Dollar.
Im Film spielen außerdem Cate Blanchett, Matt Damon, Bill Murray und Jean Dujardin mit, der für seine Rolle in “The Artist” einen Oskar erhalten hat. “The Monuments Men” soll am 18. Dezember in den USA anlaufen und wird von Sony Pictures verliehen.

Der Film handelt von den Versuchen der westlichen Alliierten, im Zweiten Weltkrieg gefährdete Museumsschätze zu schützen und Raubgut der Nazi zu retten. Das von Clooney und Grant Heslov verfasste Drehbuch basiert auf einem 2009 erschienen Sachbuch mit dem Titel “The Monuments Men” von Robert Edsel, das dieser zusammen mit Bret Witter geschrieben hat. Edsel hat dafür überlebende Mitglieder einer amerikanisch- britischen Militäreinheit interviewt, die aus Museumsdirektoren, Kuratoren, Künstlern, Architekten und Archivaren bestand.

650 Kunstschätze

Der Genter Altar, der von Adolf Hitler für sein geplantes “Führermuseum” in Linz beschlagnahmt wurde, ist eines von hunderttausenden Kunstwerken, die die Nazis bei der Besetzung Europas geraubt haben.
Heute hat Thomas Labusiak seine eigenen Schätze zu hüten. In einer klimatisierten gotischen Kammer neben dem Dom lagern etwa 650 Kunstschätze, die größte intakte Kirchensammlung, die am Originalstandort verblieben ist. Sie umfasst unter anderem Goldkelche, Reliquien aus Elfenbein, dramatische Wandteppiche, verblasste Seidenstoffe und glitzernde Juwelen - alle Hunderte von Jahren alt.

Eine vergoldete Schale für das Abendmahl aus dem elften Jahrhundert Konstantinopels ist möglicherweise in der Blüte des byzantinischen Reichs in der Hagia Sophia benutzt worden. Labusiak will jedoch nicht sagen, welches der unschätzbaren Objekte am bedeutendsten ist. “Das können Sie entscheiden”, sagt er.

Labusiak erinnert sich, wie seine Sammlung sogar den Neid von Neil MacGregor, dem Direktor des British Museum, angezogen hat. MacGregor kam im vergangenen Jahr zu Besuch mit Kunstmäzen Jacob Rothschild, sie reisten mit dem Privatjet an. Sie wollten sich die von deutschen Museen verwendete Technologie zur Untersuchung mittelalterlicher Kunstschätze ansehen, berichtet Labusiak. Jedoch richtete sich die Begeisterung von MacGregor mehr auf die Qualität der Schätze von Halberstadt. Angetan hatte es ihm insbesondere ein Pannisellus, ein seltenes Seidentuch, das im Mittelalter am Stab eines Bischofs befestigt war. Davon sind nur noch wenige erhalten - wegen ihrer Brüchigkeit. Halberstadt hat zwei.

“Er schlug die Hände über dem Kopf zusammen und rief: ’Das ist unfair’”, erinnert sich Labusiak. “Ich hätte nie gedacht, dass ich den Direktor des Britischen Museums trösten muss”, sagt er mit einem Schmunzeln. “Ich habe zu ihm gesagt: ’Sie haben auch eine gute Sammlung’.”
In der Kathedrale ist indes der falsche Van Eyck verschwunden, nur der leere Holzrahmen steht noch da. “Action!” ruft Clooney. Zwei Männer, einer in Militäruniform, der andere in einer schwarzen Priestersoutane, bewegen sich langsam in Richtung des leeren Rahmens. “Schnitt! Sehr gut”, sagt Clooney, der bis in die Nacht drehen will.

Ein Buch, ein Film

Das Buch von Edsel hat den Untertitel “Alliierte Helden, Nazi-Diebe und die größte Schatzsuche in der Geschichte”. Damit wird die Realität etwas vereinfacht dargestellt. Es gab natürlich auch deutsche Helden und auch Diebe unter den Alliierten, wie Labusiak betont.

Der am Rande des Harzes gelegene Ort Halberstadt war einst ein mittelalterliches Fachwerk-Juwel. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt stark zerstört: Am 8. April 1945 wurde sie durch einen amerikanischen Bombenangriff innerhalb einer Stunde in Schutt und Asche gelegt. Auch der Dom wurde getroffen, das Dach brach nahezu ein.

Der Held, der ihn rettete, war ein heimischer Architekt mit dem Namen Walter Bolze. Der Dom befand sich in einem so bedenklichen Zustand, dass er nur Männern ohne Familien gestattete, ihm bei der Sicherung des Gebäudes zu helfen. Bolze hat den Dom später auch restauriert. “Er war der ’Monuments Man’ von Halberstadt”, erläutert Labusiak.

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