Freunderlwirtschaft in Russland: Wie Putin seine Spezis reich macht

Freunderlwirtschaft in Russland: Wie Putin seine Spezis reich macht

Die Winterspiele am Schwarzen Meer in Sotschi dürften die mit Abstand teuersten der Geschichte werden. Das Auftragsvolumen für Rotenbergs Gesellschaften ist höher als das gesamte Budget für die 2010 im kanadischen Vancouver veranstalteten Winterspiele, macht jedoch nur 15 Prozent der aktuellsten staatlichen Schätzungen für die Kosten in Sotschi aus.

Zu den mindestens 21 Aufträgen gehören unter anderem ein Teil der Eisenbahnverbindung zwischen Sotschi und den Skiorten im benachbarten Kaukasus für umgerechnet 6,4 Mrd. Euro, eine Autobahn entlang der Schwarzmeerküste für 1,6 Mrd. Euro, ein Medienzentrum für rund 300 Mio. Euro sowie eine 103 Mio. Euro teure Asphaltstrecke, die zur ersten Formel-Eins-Rennpiste Russlands werden soll.

“Das ist eine riesige Verschwendung öffentlicher Gelder”, sagt Stefan Szymanski, Professor für Sportmanagement an der University of Michigan in Ann Arbor. “Eine kleine Zahl von Menschen an der Spitze kontrolliert die Ressourcen und es wird keine Rechenschaft abgelegt.”

Reich und mächtig dank Putin

Der 61-jährige Rotenberg gehört zu einer Handvoll Männer, die Putin seit seiner Kindheit, seiner Dienstzeit beim KGB oder seiner Zeit in der Stadtverwaltung von St. Petersburg kennt und die in den 13 Jahren seiner Herrschaft vermögend und mächtig geworden sind. Zu diesem Kreise gehören auch Gennadi Timtschenko, Mit-Gründer des Ölhandelsunternehmens Gunvor, und Wladimir Jakunin, Vorstandschef der staatlichen russischen Eisenbahnen.

Schlechter gehen die Geschäfte hingegen bei einer Reihe von Oligarchen wie Wladimir Potanin und Oleg Deripaska, die unter Putins Vorgänger Boris Jelzin Reichtümer erwarben. Die Unterschiede zeigen sich bei den Vorbereitungen für die ersten Olympischen Winterspiele in Russland, deren Kosten auf rund 1,5 Billionen Rubel (38 Mrd. Euro) gestiegen sind.
Potanin und Deripaska, die Vorstandschefs und größten Aktionäre von OAO GMK Norilsk Nickel und United Co. Rusal, haben bei den Olympischen Spielen den Zuschlag für Projekte erhalten, die bestenfalls nach Jahren einen Gewinn abwerfen werden.

Potanin investiert 2,2 Mrd. Dollar in die Anlage, auf der die meisten Ski-Wettbewerbe abgehalten werden sollen, Deripaska renoviert den Flughafen Sotschi und baut einen Hafen sowie eines der beiden Olympischen Dörfer, wo die Sportler und Funktionäre logieren werden - Kostenpunkt: 1,5 Mrd. Dollar.

Olympstroy, die Staatliche Gesellschaft, die für die Umgestaltung Sotschis zuständig ist, wollte die Kosten einzelner Projekte nicht aufschlüsseln. Olympstroy hatte innerhalb von sechs Jahren vier Generaldirektoren.

Den größten Teil von Rotenbergs Olympia-Aufträgen erhielt seine Gesellschaft OAO Mostotrest. Der Moskauer Konzern wurde 1930 unter Josef Stalin gegründet, um Brücken innerhalb der Sowjetunion zu bauen, wie aus der Internetseite hervorgeht. Rotenberg hat zusammen mit mehreren Partnern, darunter sein Sohn Igor, 2010 die Kontrolle über Mostotrest erlangt, kurz bevor das Unternehmen mit einem Börsengang 388 Mio. Dollar einnahm.

Korruption, dass sich die Balken biegen

Sein Vermögen hat Rotenberg mit dem Verkauf von Röhren und dem Bau von Pipelines für den staatlichen Gaskonzern OAO Gazprom gemacht. Die Gesellschaft Stroygazmontazh, die Rotenberg zusammen mit seinem Bruder Boris hält, hat eine Gas-Pipeline für die Versorgung von Sotschi für 32,6 Mrd. Rubel gebaut, fünfmal mehr als ursprünglich vorgesehen, wie aus Angaben von Olympstroy und staatlichen Daten hervorgeht. Beide Brüder verfügen derzeit über ein Vermögen von jeweils 2,97 Mrd. Dollar, zeigt eine Schätzung der Moskauer Zeitschrift CEO Magazine vom Februar. Im Jahr 2011 kamen sie noch jeweils auf 1,75 Mrd. Dollar.

Nach Angaben von Transparency International ist Russland das korrupteste Land unter den G20-Staaten. Im November erklärte der russische Rechnungshof, von den 20 Mrd. Dollar des Budgets für den im vergangenen Jahr durchgeführten Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Zusammenarbeit APEC in Wladiwostok seien rund 490 Mio. Dollar “unangemessen verwendet” worden. In Sotschi sind nach Angaben des Rechnungshofes bisher rund 506 Mio. Dollar nicht zweckentsprechend ausgegeben worden. Details nannte der Rechnungshof nicht.

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