"Eine Rettung Griechenlands ist nicht mehr machbar"

"Eine Rettung Griechenlands ist nicht mehr machbar"

FORMAT: Herr Bernecker, Sie sind bekannt als ein Marktexperte mit einer generell positiven Grundeinstellung. Sehen Sie in der aktuell sich wieder zuspitzenden Euro-Schuldenkrise irgendeinen Hoffnungsschimmer für bald wieder steigende Aktienkurse?

Hans A. Bernecker: Man muss generell zwischen der aktuellen Marktlage und den politischen Entscheidungen unterscheiden. Punkto Politik können wir philosophieren, so viel wir wollen, darauf haben wir keinen Einfluss. Aus ökonomischer Sicht und was die Märkte betrifft, steht aber praktisch fest, dass eine Rettung Griechenlands, also ein Verbleib in der Eurozone, nicht mehr machbar ist. Natürlich könnte man die künstliche Beatmung noch weiter fortsetzen, aber deshalb wird der Patient sicher nicht mehr gesund. Für Anleger stellt sich in der aktuellen Situation also nur eine Frage: Wie viel Kursrisiko steckt in einem Euro-Rauswurf Griechenlands?

FORMAT: Das heißt, Sie erwarten definitiv einen Euro-Exit Griechenlands?

Die EZB hat bereits die Zahlung an einige griechische Banken eingestellt, und der Banken-Run ist jetzt ja wohl auch nicht mehr zu verheimlichen. Die Griechen haben in den vergangenen Tagen schon deutlich über 1,5 Milliarden Euro von ihren Konten abgehoben. Solch eine Entwicklung geht nicht lange gut, da haben wir nur noch mit einigen Tagen zu rechnen. Über Wochen bis zur oder nach der Neuwahl ist das nicht durchzuhalten. Das wäre ein Novum in der Geschichte. Ich kann mir daher durchaus vorstellen, dass Griechenland sogar schon vor der Wahl aus der Eurozone ausscheidet. Die Griechen selbst richten sich ja auch schon darauf ein.

FORMAT: Wäre das nicht eine Katastrophe für die Börsen?

Nein, ganz im Gegenteil. Das würde diese Hängepartie endlich beenden und eine kräftige Erholungsrally auslösen. Eigentlich hätten wir das leidige Thema Griechenland bereits im März beenden müssen. Das Restrisiko für die nächsten Tage liegt vielleicht noch bei ein paar Prozentpunkten. Ich glaube jedoch nicht, dass der DAX unter 6.000 Punkte fällt.

FORMAT: Was ist einem Anleger also zu raten?

Wer sich nicht im Mai verabschiedet hat oder durch Stopps ohnehin rausgeflogen ist, der muss jetzt die Zähne zusammenbeißen und investiert bleiben. Wer jetzt Verluste realisiert, kommt beim Dreh der Märkte sicher nicht rechtzeitig wieder hinein. Denn die Erholung wird wie nach jedem Ausverkauf sehr kräftig ausfallen.

FORMAT: Bei einem solchen Szenario wäre es wohl schlau, sich geprügelte Banken und Zykliker ins Depot zu legen.

Das können Sie halten, wie Sie wollen. Der Markt wird als Gesamtes nach oben drehen. Die Schwerpunktsetzung ist dabei Geschmackssache. Zykliker sind aber bestimmt kein Fehler.

FORMAT: Und Sie sehen kein Risiko einer weiteren Eskalation – Stichwort Spanien –, welche die Börsen weiter fallen lassen würde?

Nein, Spanien ist in einer ganz anderen Situation. Die Verschuldung ist vergleichsweise gering, und die Probleme im Bankensektor wären rasch über ein Bad-Banks-Modell nach dem Vorbild Irlands zu lösen. Die Risiken müssen auf den Tisch und separiert werden. Das werden
die Spanier auch tun, die waren noch nie zimperlich.

FORMAT: Stichwort Goldpreis – ist nach den jüngsten Kursrücksetzern wieder mit steigenden Notierungen zu rechnen?

Ich denke schon. Die Inflationserwartungen sprechen für einen steigenden Goldpreis. Allerdings muss die Unterstützung bei 1500 US-Dollar halten. Davon gehe ich aber aus.

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