"Egal was Nordkorea sagt – ich bringe Männern und Frauen die Liebe"

"Egal was Nordkorea sagt – ich bringe Männern und Frauen die Liebe"

Zehn Agenturen haben sich auf die Ehestiftung zwischen Frauen aus Nordkorea und Männern aus Südkorea spezialisiert. "Keiner meiner Kunden kümmert sich ernsthaft um die politische Situation zwischen den beiden Koreas", sagt Vermittler Hong Seung-woo. "Das drängendste Thema in ihrem Leben ist die Heirat."

Als Hong 2006 nach seiner Scheidung in Seoul wieder auf der Suche nach einer Frau war, lernte er eine Nordkoreanerin kennen, die aus ihrem Land geflüchtet war. "Wir trafen uns über einen gemeinsamen Freund, und ich dachte: Was ist, wenn sie ein kommunistischer Spion ist?", erzählt Hong. Er wischte die Bedenken jedoch beiseite, ist inzwischen glücklich verheiratet - und brachte seither rund 400 südkoreanische Männer mit Frauen aus dem Norden zusammen.

In Korea hat Heiratsvermittlung eine lange Tradition, doch die Nord-Süd-Eheanbahnung ist ein sehr spezieller Nischenmarkt. Sechzig Jahre nach Ende des Korea-Kriegs sind die beiden Staaten noch immer offiziell im Kriegszustand, und ein grenzüberschreitender Kontakt existiert praktisch nicht. Latente Spannungen wachsen sich immer wieder zu gefährlichen Krisen aus - wie in den vergangenen Wochen wieder zu beobachten war, in denen das kommunistische Nordkorea gar mit einem Atomschlag drohte.

Hongs Geschäft tut dies keinen Abbruch. "Egal was der Norden sagt - ich konzentriere mich auf meinen Job, Männern und Frauen die Liebe zu bringen", sagt er. In Wirklichkeit gründen die Ehen jedoch vermutlich eher auf Pragmatismus als auf Romantik. Seit 1953 flohen rund 25000 Nordkoreaner aus ihrer Heimat, die meisten nach der Hungersnot Mitte der 1990er-Jahre. 70 Prozent der Flüchtlinge sind weiblich, da Männer stärker kontrolliert werden und nicht so einfach fliehen können.

Ehe als willkommener Ausweg

Mit dem Leben im kapitalistischen, konkurrenzbetonten Süden haben die meist unterqualifizierten Nordkoreanerinnen Schwierigkeiten. Eine Ehe ist deshalb für viele ein willkommener Ausweg. "Ich würde es nicht empfehlen, einen anderen Flüchtling zu heiraten, wenn man wirklich ein ganz neues Leben im Süden anfangen will", sagt Choi Hae-in, die 2009 aus Pjöngjang floh. "Durch die Ehe mit einem Mann aus dem Süden lernt man viel schneller und passt sich rascher an." Offizielle Daten zu Nord-Süd-Ehen gibt es nicht, doch wird die Zahl der Paare auf etwa 1000 geschätzt.

Südkoreanische Männer schätzen an den Flüchtlingsfrauen vor allem, dass sie geringere Ansprüche haben. Durch die rasante wirtschaftliche Entwicklung wollen immer weniger Südkoreanerinnnen zum Beispiel auf dem Land wohnen oder sich mit der traditionellen Rolle als Ehefrau begnügen. Viele Männer suchen daher bereits Bräute in südostasiatischen Ländern wie Vietnam oder den Philippinen.

"Die Frauen aus dem Norden sind weniger berechnend, bescheidener und viel bessere Köchinnen", betont Hong, "im Gegensatz zu den vielen überqualifizierten, verwöhnten südkoreanischen Mädchen, die unerfüllbare Erwartungen haben."

Lee Keum-soon, der am Koreanischen Institut für Nationale Vereinigung forscht, spricht von einem Vorurteil: "Es gibt eine allgemeine Vorstellung bei Südkoreanern, dass die Frauen aus dem Norden unterwürfig und träge sind und weniger Wert auf ihre soziale Stellung legen." Doch der Experte warnt: Gerade die Frauen, denen die gefährliche und äußerst beschwerliche Flucht gelungen sei, hätten schließlich besonderes Zeugnis von ihrem Mut, ihrer Zähigkeit und Zielstrebigkeit abgelegt.

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