Die verlorenen Milliardäre von Island

Die verlorenen Milliardäre von Island

Fünf der Männer haben alles verloren, oder zumindest einen Großteil - darunter befinden sich Bjorgolfur Gudmundsson, einst West-Ham-Fußballklub-Besitzer, und Jon Asgeir Johannesson, der Gründer von Baugur Group hf.

Vor der Krise war es ihnen gelungen, ganze Imperien mit Hilfe von Krediten isländischer Banken aufzubauen. Die Finanzkonzerne hatten während der Investmentblase auf der Insel ihre Bilanzsummen auf das Zehnfache des Bruttoinlandsproduktes von Island ausgeweitet.

Mindestens drei der ehemaligen Milliardäre waren oder sind Gegenstand von Untersuchungen, bei denen es um finanzielles Fehlverhalten geht. Johannesson, der einst Luxuswohnungen in New York und in London besaß, wurde im Februar zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Er soll unter anderem Bilanzbetrug betrieben haben.

Johannesson und Gudmundsson, der im Jahr 2009 Insolvenz anmelden musste, waren Symbolfiguren für den Wandel von Island gewesen - weg von Tourismus und Fischerei, und stattdessen hin zu einem Zentrum der Hochfinanz.

“Gier kann uns nicht noch einmal den Weg weisen”, sagte Regierungschefin Johanna Sigurdardottir, 70. “Wir haben diesen Weg schon zuvor beschritten mit schrecklichen Konsequenzen für dieses Land und seine Leute.”

Island wurde erwachsen

Der Staat, der im August 2011 ein Rettungsprogramm unter der Führung des Internationalen Währungsfonds (IWF) abschließen konnte, hat sich von der Krise wieder erholt. Er wächst inzwischen schneller als die meisten anderen Länder Europas. Das Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr um 2,3 Prozent zulegen, während die 17 Länder umfassende Eurozone um etwa 0,2 Prozent schrumpfen dürfte, schätzt der IWF.

Der Aufstieg der isländischen Milliardäre vor der Krise und ihr Niedergang im Gefolge der Krise sei ein treffendes Spiegelbild für das Erwachsenwerden von Island, sagte Stefan Olafsson, Soziologie-Professor an der Universität von Island. Vor der Krise waren die Milliardäre eine “Personifikation dessen, woran die Leute glaubten: Materialismus”, sagte er in einem Interview mit Bloomberg News. “Seit dem Zusammenbruch ist ihr Image jedoch angeschlagen. Das, wofür sie einst Symbol waren - geschäftlicher Erfolg und finanzielles Genie - wird inzwischen nicht mehr länger wertgeschätzt.”

Gudmundsson, heute 72, war 1993 mit seinem Sohn nach St. Petersburg gezogen. Er baute eine Getränke-Firma auf, die später von PepsiCo Inc. gekauft wurde. Mit dem Erlös begann er, in Russland Bier zu brauchen. Auch dieses Unternehmen verkaufte er später, und zwar an Heineken N.V. in 2002.

Das Ende von Landsbanki

Er kehrte danach nach Island zurück, tat sich mit Magnus Thorsteinsson zusammen und kaufte einen Anteil von 45,8 Prozent an Landsbanki Islands hf - der damals größten Bank im Land. Im März 2008 schätzte die Zeitung Morgunbladid sein persönliches Vermögen auf 1,1 Mrd. Dollar. Nur sieben Monate später löste sich sein Investment in Landsbanki auf, als der Finanzriese in sich zusammenbrach.

Johannesson, heute 45, hatte seine Karriere vor mehr als zwei Jahrzehnten gestartet, als er 1989 mit seinem Vater eine Supermarkt-Kette in Island eröffnete. Auf Pump finanzierte er den Kauf britischer Marken wie den Spielzeugladen Hamleys Plc und das Kaufhaus House of Fraser Ltd.

Das persönliche Vermögen von Johannesson belief sich 2007 auf 1,6 Mrd. Dollar, wie die Zeitung Frettabladid - die er damals besaß - berichtete. Vergangenes Jahr bezifferte er sein Vermögen auf 2 Mio. Dollar. Er musste unter anderem Hamleys Plc und House of Fraser Ltd. wieder verkaufen, um Schulden zu begleichen.

Der einzige isländische Milliardär, der den Titel durch die Krise retten konnte, ist der Sohn von Bjorgolfur Gudmundsson. Er lebt allerdings in Großbritannien und wird dieser Tage kaum noch in Island gesehen. Laut dem Fernsehsender Stod 2 belief sich sein Vermögen im Mai 2007 auf 5,1 Mrd. Dollar - zwei Jahre später waren davon noch eine Milliarde Dollar übrig. Er stand für ein Interview nicht zur Verfügung.

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