Die "eisige" Chronologie eines Ratingfirma-Maulkorbs

Die "eisige" Chronologie eines Ratingfirma-Maulkorbs

Im Juli 2011 war Egan-Jones Ratings die erste national anerkannte Rating-Agentur der Vereinigten Staaten, welche die USA auf eine Note unterhalb von “AAA” herabstufte. Dann, im April 2012, entschied sich Egan-Jones Ratings dazu, die Note noch eine weitere Stufe herabzusetzen - von “AA+" auf dann “AA”. Später, in demselben Monat, wurde Egan-Jones von dem US-Regulierer Securities and Exchange Commission (SEC) beschuldigt, gegen Wertpapiergesetze verstoßen zu haben.

Es ging dabei um Fehler in dem 2008 gestellten Antrag der Gesellschaft auf eine ausgeweitete Lizenz, die der Firma den Status einer national anerkannten Ratingagentur zugestand. Dann, im September, wurde die Bonitätsnote der USA von Egan-Jones erneut nach unten korrigiert - dieses Mal auf das Ratingniveau “AA-”. In dieser Woche erklärte die SEC schließlich, sie habe einen Vergleich mit Egan-Jones erzählt. Den Angaben zufolge erklärt sich die Firma bereit, für mindestens 18 Monate keine Staatsanleihen und besicherten Wertpapiere mehr bewerten zu dürfen - als NRSRO, also als eine national anerkannte Ratingagentur. Der Vergleich betrifft nicht die Lizenz zur Einstufung von Unternehmens-Bonds.

Vielleicht hatte die Herabstufung der USA nichts mit der Entscheidung der SEC zu tun, Egan-Jones ins Visier zu nehmen (die Firma wies die SEC-Anschuldigung weder zurück, noch gab sie eine Schuld zu). Wie dem auch sei, der zeitliche Ablauf der Ereignisse sieht eisig aus.

Falsch ausgefüllte Formulare?

Im Kern war Egan-Jones vorgeworfen worden, “Formulare falsch” ausgefüllt zu haben, wie Jesse Eisinger im vergangenen Mai in einer Kolumne für die “New York Times” schrieb, in der es um das Unternehmen und seinen Chef Egan-Jones - der keinen Blatt vor dem Mund nimmt - ging. Es ist seltsam, dass sich die SEC ausgerechnet Egan-Jones vornahm - ein winziges Unternehmen, das Geld damit verdient, Abos an Investoren zu verkaufen.

Gleichzeitig jedoch hatten die größeren Wettbewerber Standard & Poor’s und Moody’s Investors Service eine Art Freibrief bekommen - trotz ihrer dubiosen “AAA”-Ratings, die sie für tausende Müll-Subprime-Hypotheken- Anleihen im Vorfeld der Finanzkrise vergeben hatten. (Anders als S&P und Moody’s kassiert Egan-Jones keine Rating-Gebühren vor den Emittenten der Papiere.)

Das alles sollte eine Lehre für all jene sein, die einen Regulierer darum bitten, die eigene Meinung formell anzuerkennen - mit Blick auf bestimmte Themen. Die Regierung könnte eines Tages einfach entscheiden, dass deren Sichtweisen nicht reif sind fürs Auge der Öffentlichkeit.

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