Die letzte Chance für Alfa Romeo

Die letzte Chance für Alfa Romeo

Alfa Romeo ist für Fiat-Chef Sergio Marchionne bisher ein nicht enden wollendes Drama. Der einstige Sportwagenhersteller des Konzerns dümpelt, trotz mehrmaliger Wiederbelebungsversuche, seit Jahren vor sich hin.

"Die Marke ist großartig, aber sie verkauft weniger Autos als geplant“, jammerte Marchionne schon vor sieben Jahren. Damit behielt er bis heute Recht. Die Autoschmiede, die einst von nur einem einzigen Modell bis zu eine Million Stück absetzte, wird in diesem Jahr weniger als 100.000 Autos verkaufen. Der bisherige Tiefpunkt in der Firmengeschichte.

Jetzt soll die Marke, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren mit Modellen wie dem Alfa Spider oder der Giulia und später dem Alfa 33 ganze Generationen für sich begeisterte, dem Konzern zu altem Glanz verhelfen. Um wieder an diese Erfolge anzuschließen, will Marchionne die Marke für die Reichen und Schönen der Welt interessant machen.

Denn, so seine Begründung: "Wir werden nur noch in den Luxussegmenten Geld verdienen.“ Derzeit ist die Kernkompetenz der Italiener die Produktion von Kleinwagen wie dem Fiat Panda und dem 500. Jetzt soll Alfa Wunder bewirken.

Eroberung des US-Marktes

Nur, das Wunder von Turin könnte auf sich warten lassen. Derzeit besteht das Alfa-Portfolio mit dem Mito und der Giulietta aus nur zwei Modellen. Um den Traum vom ruhmreichen Aufstieg Realität werden zu lassen, will Fiat bis 2016 mit neun neuen Modellen ein Feuerwerk an Neuheiten zünden. Um den Absatz richtig in Gang zu bringen, soll Alfa erstmals nach Jahrzehnten in den USA ein Revival erleben. "Der Schlüssel für den Erfolg von Alfa war die Übernahme von Chrysler. Erst damit eröffnen sich uns wichtige Vertriebskanäle. Jetzt ist die Zeit reif dafür“, erklärte Marchionne. In einem nächsten Schritt soll die Marke auch in anderen wichtigen Märkten lanciert werden. Mitte 2013 soll es mit dem 4C losgehen. Ein Preis von 40.000 Euro und 200 PS sollen den Zweisitzer unwiderstehlich machen. Die überarbeitete Giulia, das Kernstück der Marke, ist für 2014 geplant (siehe Bild oben). Geht es nach Fiat, verkauft Alfa in Amerika 2014 bereits 85.000 Autos, weltweit sollen es 500.000 sein. Wenn bis dahin alles gutgeht, soll 2015 ein neuer Spider die Straßen verschönern. Der Roadster wird in Kooperation mit Mazda in Japan auf Basis des MX-5 gebaut.

Trotz der kühnen Pläne bleiben Experten skeptisch. Ob Fiat es schafft, nur mit neuen Modellen in die Gewinnzone zu kommen, gilt als äußerst fraglich. Von Werksschließungen will der Konzernboss nämlich nichts wissen, auch wenn die Fabriken in Europa nur zur Hälfte ausgelastet sind und der Umsatz seit Jahresbeginn um 17 Prozent eingebrochen ist.

1,4 Milliarden Euro versenkt

Als größtes Hindernis, mit Alfa durchzustarten, wird die erdrückende Schuldenlast erachtet. Pro Tag verbrennt der Konzern 15 Millionen Euro. Allein im dritten Quartal 2012 waren es 1,4 Milliarden Euro.

Erich Hauser, Autoanalyst der Credit Suisse, ist alarmiert: "In keinem anderen Unternehmen, das wir beobachten, wird Geld in derart großem Stil vernichtet.“ Erschwerend kommen Altschulden von sechs Milliarden Euro hinzu. Die Credit Suisse glaubt sogar, dass diese Schulden noch um 900 Millionen Euro höher sind als von Fiat angegeben.

Die Kosten für die neuen Modelle werden angesichts dieser Probleme nicht so einfach zu schultern sein, betragen die Entwicklungskosten pro Modell doch im Schnitt 800 Millionen Euro. Doch vielleicht gibt dem Konzern die Flucht nach vorn Recht. Viel mehr Chancen wird Alfa wohl auch nicht haben, denn einen weiteren gescheiterten Rettungsversuch dürfte die Marke kaum überstehen.

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