Die neuen Asphaltflüsterer

FORMAT hat schon vorab die Hersteller nach den Autotrends des neuen Jahres gefragt. Verbesserte Hybridmodelle, leistungsstarke Kompaktwagen und extrem leistungssstarke Premiummodelle zählen 2013 zu den wichtigsten Trends.

Die neuen Asphaltflüsterer

Im Wettlauf um den niedrigsten Schadstoffausstoß nehmen vor allem motorische Zwitter wie Hybrid- und Plug-in-Modelle einen immer wichtigeren Platz ein, nicht nur in den Entwicklungszentren der Hersteller, sondern auch auf den Straßen.
Obwohl die Gesamtzahl der Neuzulassungen 2012 in Österreich um rund fünf Prozent auf 337.000 Einheiten leicht rückläufig war, zählen Hybridautos zu den Gewinnern des Jahres. Die Zahl der Neuzulassungen in dieser Fahrzeugklasse stieg von Jänner bis Oktober um 69 Prozent, allerdings von einem niedrigen Niveau. 1.884 Autos, die sowohl mit einem konventionellen als auch mit einem Elektroantrieb ausgestattet sind, wurden verkauft. Der Gesamtbestand liegt bei rund 8.000 Stück. Das ist zwar noch kein Massenphänomen, aber der Trend geht klar in Richtung dieser Technologie. "Hybridautos verlieren ihren Exotenstatus“, weiß Thomas Stix vom ÖAMTC.

27 Hybridmodelle stehen bereits zur Auswahl

Ein Grund für den Nachfrageschub ist die breiter gewordene Palette an Modellen. Von Audi bis VW stehen 27 Modelle zur Auswahl. Die mit Abstand meisten Autos in diesem Segment verkauft seit Jahren Toyota. In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden 932 Yaris, Auris und Prius ausgeliefert. Peugeot hat sich mit seinen neuen Dieselhybriden, von denen 248 Einheiten einen Käufer gefunden haben, auf Platz zwei katapultiert.

Mit Hybridautos zu 3.245 Euro in fünf Jahren sparen

In einem aufwendigen Langzeittest hat nun das US-Automotive-Forschungsinstitut Vincentric nachgewiesen, dass sich mit etlichen Hybridautos erheblich Sprit sparen lässt. Dazu wurden 25 Hybridmodelle fünf Jahre lang auf ihren Spritverbrauch untersucht. Elf Modelle erwiesen sich bei einer Kilometerleistung von jährlich 15.000 gegenüber dem benzinbetriebenen Vergleichsmodell als genügsamer. Am meisten ersparen kann man sich mit einem Mercedes S400 Hybrid, dessen Verbrauch in fünf Jahren gegenüber einem S550 Benziner um 3.245 Euro niedriger ist.

Bei reinen Elektroautos sind die laufenden Stromkosten zwar minimal, die Modelle sind aber nach der Anfangseuphorie trotzdem erheblich ins Schleudern geraten und wurde 2012 um 30 Prozent weniger nachgefragt. "Vor allem Firmen, die oft aus Prestigegründen Elektroautos haben wollten, haben ihre Flotte damit bereits ergänzt“, erläutert ÖAMTC-Mann Stix.

2013 kommt erstes Elektroauto von VW

Doch 2013 könnte frischer Wind in das Elektrogetriebe kommen, wenn VW mit dem up! sein erstes Strommobil ins Rennen schickt, bei Ford soll der Focus bald unter Strom stehen. Die Hersteller lassen sich auch von Rückschlägen nicht beirren und setzen auch 2013 alles daran, sowohl bei strom- als auch bei konventionell betriebenen Modellen die Effizienz zu steigern.

Jetta als erster VW-Hybrid

Zu den Innovationen dürfte der neue VW Jetta zählen, der im April an den Start geht. Allerdings soll das Mittelklassemodell rund 5.000 Euro mehr kosten als der Hybrid-Platzhirsch Prius. Dafür soll er mit 4,1 Litern auskommen. Der Jetta ist nach dem Touareg das zweite Modell der Wolfsburger mit einem Kombi-Antrieb. Den Turbo für das Segment erhofft sich Konkurrent Toyota vom neu überarbeiteten Kompaktwagen Auris. "Wir rechnen damit, dass der Hybridanteil bei diesem Modell 45 Prozent ausmacht“, so Friedrich Frey, Boss von Toyota Österreich. Das wäre neuer Rekord. Der Auris soll ausstattungsbereinigt gleich viel kosten wie die Dieselversion. "Bei uns sind Hybridmodelle keine teuren Nischenprodukte“, sagt Frey. Gute Absatzchancen dürfte auch der Mitsubishi Outlander haben, der als Strom-Benzin-Version debütiert.

Stärkste V8-Hybride aller Zeiten

Auch in der Oberklasse unterstützt 2013 immer öfter ein elektrischer Motor das Fahren. Der neue Lexus LS 600h (siehe Bild vorige Doppelseite) wird mit seinen 445 PS abgehen wie eine Rakete. Er zählt zu den weltweit leistungsstärksten Hybriden mit V8-Motor. Der Verbrauch wird mit 8,6 Litern auf 100 Kilometer angegeben. Liebhaber rasanter Fortbewegungsmittel können sich im nächsten Jahr auf den Porsche Spyder 918 Plug-In Hybrid freuen. Der Spitzensportler wird der erste Porsche, den man an die Steckdose anschließen kann. Aber der 770-PS-Bolide dürfte bei den meisten mit einem Preis von 770.000 Euro wohl den budgetären Rahmen sprengen.

Kompaktklasse mit Allradantrieb

Auffällig ist, dass die Hersteller gleichzeitig in entgegengesetzte Richtungen fahren: Auf der einen Seite versuchen die Hersteller, auf Teufel komm raus Sprit zu sparen, auf der anderen Seite erreicht die PS-Zahl bei konventionellen Antrieben neue Rekordhöhen. So geht es auch Mercedes 2013 schärfer an. Mit dem CLA wird die A-Klasse erstmals um ein Coupé bereichert. Das Topmodell der neuen Kompaktklasse wird mit mindestens 170 PS und einem variablen Allradantrieb ausgestattet. Beschleunigt der Fahrer gerade nicht, fährt der CLA Sprit sparend als Fronttriebler. Im Laufe des Jahres wird die A-Klasse um eine 320-PS-Version ergänzt. Auch die E-Klasse wird neu aufgemöbelt und steht Anfang des Jahres bei den Händlern. "Neu sind ein Heer von Assistenzsystemen und eine Optik, die stärker emotionalisiert“, sagt Gregor Waidacher, Sprecher von Mercedes Österreich.

Zu den spektakulärsten Premieren zählt der BMW M6 Gran Coupé. Die zwei Tonnen schwere Symbiose aus Luxuslimousine und Sportcoupé schafft es mit 560 PS in 4,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Bei BMW soll im nächsten Jahr, rechtzeitig zum 90-jährigen Jubiläum der Zweirad-Sparte, auch die Motorrad-Kundschaft verwöhnt werden. Zu den fünf neuen Bikes zählen die R 1200 GS Adventure, die R 1200 GS und die F 800 GT.

Neuer Porsche um 30 Kilo leichter

Spaß am Gasgeben versprechen auch der neue Porsche Cayenne Diesel und der Cayman. Bei dem SUV hält 2013 erstmals ein 382-PS-Selbstzünder Einzug. Mit dem neuen Achtzylinder-Doppelturbo sollen ambitionierte Dieselfahrer, denen das bisherige 245-PS-Aggregat im Cayenne zu müde war, auf ihre Kosten kommen. Mit dem Cayman ist wieder ein lupenreiner Porsche mit von der Partie. Im Vergleich zum Vorgänger soll dieser um 30 Kilo leichter und um 15 Prozent sparsamer sein. Dennoch wurde die Leistung der beiden 6-Zylinder-Motoren hinaufgeschraubt, und es kann bis auf 283 km/h beschleunigt werden. Alfa Romeo wird ebenfalls bei den Sportwagen mitmischen und will ab Mitte des Jahres mit dem 4C für Aufmerksamkeit sorgen. Alfa deutete an, dass das Modell mit 235 PS ausgestattet sein wird.

Auch Audi lässt die Muskeln spielen und wartet mit fünf PS-bepackten Modellen auf. Darunter der A3 Sportback, der S3, RS 5 Cabrio und RS 6 Avant. Der neue 313-PS-SQ5-Diesel bolzt mit bis zu 250 Sachen dahin, schluckt aber trotz der zwei Tonnen nur 7,7 Liter.

Fazit: Vernunft und Vergnügen kommen sich immer näher. Die hohe Kunst des Spritsparens wird für die Kunden zwar immer billiger, doch große und schöne Autos haben mit allen ihren extravaganten Zusatzausstattungen trotzdem ihren Preis.

Erektions- und Potenzstörungen sind weiter verbreitet als man denkt, doch kaum jemand sucht professionelle Hilfe.
#Gesundheit #Sexualität
 

Erektionsstörungen: Das ist bei Potenzproblemen zu tun

Potenzstörungen können jeden treffen und bedürfen grundsätzlich einer …

Die Voestalpine liefert 120.000 Tonnen Bleche für den Bau der South Stream Pipeline von Russland nach Österreich.
#ukraine #south stream #russland #putin #omv
 

Voestalpine ist bei South Stream als Lieferant im Geschäft

Mit dem Gemeinschaftsprojekt South Stream soll russisches Gas nach …

Der japanische Konzern präsentiert auf der IFA die neue Flaggschiff-Reihe Z3. Das Acht-Zoll-Tablet ist ein Angriff aufs iPad mini.
#sony
 

Sony stellt Produkte der Z3-Reihe vor

Sonys Highlights auf der IFA 2014 in Berlin: Das Android-Smartphone …

Im zweiten Quartal machte der Online-Händler Zalando ("Schrei vor Glück") einen kleinen Gewinn. Somit ist auch das ganze erste Halbjahr leicht positiv.
#zalando
 

Zalando: Das kleine schwarze Plus ist erstmals da

Die Berliner rüsten sich immer mehr für den bevorstehenden Börsengang. …