Der härteste Job der Welt: Junior-Broker in einer "Dampfstube"

Der härteste Job der Welt: Junior-Broker in einer "Dampfstube"

Nach einem Bewerbungsgespräch im September und einem Rundgang über die Marmorböden in den Büros der Firma, gleich gegenüber der New York Stock Exchange (NYSE), bekam er die Stelle. Er erhielt ein Telefon. Ihm wurde gesagt, er solle wildfremde Leute im ganzen Land anrufen und ihnen erklären, ein Senior-Broker werde sich in Kürze mit einer guten Investmentidee melden.

Seinen Angaben zufolge wurden ihm hunderttausende Dollar pro Jahr an Einkommen in Aussicht gestellt, sobald er gewisse Lizenzen erworben habe. “Ganz ehrlich, das war nichts anderes als ein besseres Call-Center”, erinnert sich Gwiazda, der seinen Arbeitsplatz drei Monate später wieder verlor.

Anastasios “Tommy” Belesis, von dem John Thomas 2007 gegründet worden war, hat schon Millionen von Dollar für Firmen eingesammelt - mit einem Heer von rund 200 Brokern in einer so genannten “Dampfstube”. Dort stehen Trainees mitunter 14 Stunden pro Tag und bellen auswendig gelernte Verkaufsmaschen ins Telefon, teils für 300 Dollar pro Woche. Er ist in den USA zu einer medialen Persönlichkeit geworden, etwa mit Auftritten im Wirtschafts-TV, Empfehlungen von Promis und einer Rolle in “Wall Street: Money Never Sleeps”.

Kurs-Manipulation

Doch nun steht Belesis eher ungewollt im Rampenlicht: Die Aufsichtsbehörde Financial Industry Regulatory Authority sagte ihm im vergangenen Monat, dass womöglich Disziplinar-Schritte gegen ihn eingeleitet werden. Er soll den Preis einer Aktie künstlich nach oben getrieben haben.

Die “New York Post” schrieb am 7. Februar, dass die US- Bundespolizei Federal Bureau of Investigation (FBI) bereits mehrere Ex-Mitarbeiter interviewt hat. Robert Bursky, ein Anwalt der Firma, erklärte, das Unternehmen sei sauber. Es gebe keine Hinweise auf eine FBI-Untersuchung.

"Dampfstuben"-Strategie

Schon seit Jahrzehnten bedienen sich die Firmen an der Wall Street so genannter “Dampfstuben“-Strategien, um auf diese Weise Aktien unters Volk zu bringen. Laut US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) beinhalten diese in aller Regel eine kleine Armee an Verkäufern, die an Telefonen sitzen, so viele fremde Leute wie möglich anrufen und diese dazu drängen, einen bestimmten Titel zu erwerben.

David Pitts, ein Sprecher von John Thomas, erklärte, die Firma sei keine “Dampfstube”. In Gesprächen mit Bloomberg News haben Gwiazda sowie 19 andere Ex-Mitarbeiter des Unternehmens allerdings das Leben bei der Firma beschrieben und dabei von Hochdruck-Taktiken im Aktienverkauf gesprochen. Die meisten wollten jedoch nicht beim Namen genannt werden.

Red Bull und "Rocky"-Musik

Die Büros von John Thomas an der Wall Street sind demnach dekoriert mit einer Bullen-Statue, Großbildfernsehern und einem Automaten, der ausschließlich mit dem Energiedrink Red Bull bestückt ist. Aus Lautsprechern dringt Musik aus den “Rocky”- Filmen. Alle tragen Anzüge. Wer unrasiert ins Büro kommt, wird auf die Toilette geschickt, wo Rasierer, Parfum und Süßigkeiten gereicht werden - und zwar von einem Helfer, der eine Fliege trägt.

Die Junior-Broker müssen am Tag rund 500 Anrufe tätigen. Sie haben keinen Computer und müssen stehen. Letzteres mache sie überzeugender am Telefon, sagen die Senior-Broker. Anwalt Bursky weist diese Beschreibungen zurück.

Einige andere “Dampfstuben” haben die Grenze zum Betrug überschritten. Stratton Oakmont ist nach Angaben von US-Ermittlern eine der berüchtigtsten Firmen gewesen. Das Unternehmen habe Millionen von Dollar an illegalen Gewinnen generiert. Von den Büros in Lake Success, New York, sollen die Mitarbeiter zum Kauf so sogenannter Penny-Aktien gedrängt und deren Preise manipuliert haben. Das Unternehmen wurde 1996 von der US-Aufsicht geschlossen.

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