Das Phänomen Wolfgang Schäuble: "Ich bin nur der Finanzminister"

Das Phänomen Wolfgang Schäuble: "Ich bin nur der Finanzminister"

"Ich kandidiere wieder für den Deutschen Bundestag", antwortet er dann kurz, wohl wissend, dass keiner sich den einfachen Abgeordneten Wolfgang Schäuble auf einer Hinterbank im Parlament vorstellen kann. Noch eine zweite Version hat er auf Lager. "Ich strebe weder nach Höherem noch nach Anderem", beschied er jüngst eine Zeitung.

Der CDU-Politiker weiß, mehr sollte er nicht sagen, bevor die Wahlschlacht nicht geschlagen und der Sieg errungen sind.

Schäuble ist der einzige in der Union, der im Wahlkampfgetöse neben der alles dominierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel noch Platz und Beachtung findet. Der Mann von gestern, der seine politische Laufbahn Anfang der 60er Jahre begann und heute im 41. Jahr im Bundestag sitzt, ist für Merkel auch die Stütze von morgen.

Schäuble hat als einer der Schmiede der deutschen Einheit längst seinen Platz in den Geschichtsbüchern. Und wenn alles wie geplant läuft, wird er im übernächsten Jahr der erste deutsche Finanzminister seit mehr als vier Jahrzehnten sein, der verkünden kann: Schluss mit neuen Schulden, wir machen uns an den Schuldenabbau. Darauf ist Schäuble stolz, und das zeigt er. Diese Genugtuung in der nächsten Legislaturperiode will er sich nicht nehmen lassen.

Das Phänomen Schäuble

Mehrfach schien es, als sei Schäubles politische Karriere zu Ende. Etliche schmerzhafte Niederlagen musste der knorrige Badener verwinden. Er wurde weder Bundeskanzler, noch Bundespräsident, noch EU-Kommissar, noch Eurogruppen-Chef - für all diese Ämter galt er zeitweise als heißer Kandidat. Der Kämpfer hielt durch. Er ließ sich nicht durch das Attentat eines psychisch gestörten Mannes stoppen, der ihn mit Schüssen am 12. Oktober 1990 in den Rollstuhl zwang. Seine prominente Rolle in der CDU-Spendenaffäre um die Jahrtausendwende kostete ihn zwar das Amt des Parteichefs - doch er schaffte das Comeback. Längst genießt er wieder allerorten hohen Respekt, auch bei den Wählern, wie seine Sympathiewerte in Umfragen zeigen.

Wenn man Schäuble derzeit hört, spricht er bereits über Projekte, die in der nächsten Legislaturperiode auf ihn warten. Einen neuen Anlauf bei der Reform der Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden will er wagen. Er berichtet davon, wie er mit der Rückzahlung von Bundes-Schulden etwas Last von künftigen Generationen nehmen will. Er macht sich Gedanken über weitere Anstrengungen im Kampf gegen Steuerbetrug und Steuerflucht in der Welt. Und er beschäftigt sich mit dem Reformprojekt Europa.

Dabei ist Schäuble für seine Umgebung und diejenigen, die mit ihm am Verhandlungstisch sitzen, nicht immer ein leichter Partner. Das gibt er selbst zu. "Inzwischen traut sich kaum noch jemand, ihm zu widersprechen", sagt einer, der den Politiker schon lange kennt. Das gelte für sein Ministerium, das gelte aber auch für Europa. "Seit Jean-Claude Juncker nicht mehr Eurogruppen-Chef ist, steht auch in Brüssel keiner mehr gegen ihn auf." Unmut werde meist erst danach, vor den Türen der Beratungsräume geäußert. Schäuble ficht das nicht an. Er ist in der deutschen Politik so mächtig, wie sonst nur noch Merkel, auch wenn er gerne sagt: "Ich bin nur der Finanzminister". Der will er aber bleiben: "Ich bin ein Mensch, der seine Verantwortung wahrnimmt".

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