Colorado: Marihuana-Preis verdoppelt

Colorado: Marihuana-Preis verdoppelt

In Colorado darf Marihuana seit dem Neujahrstag als legales Genussmittel verkauft werden. Angesichts der hohen Nachfrage hat sich der Einzelhandelspreis für die getrockneten Blütentrauben und Blätter der Cannabis-Pflanze innerhalb einer Woche bereits verdoppelt.

Vor dem Laden Medicine Man Denver, der letzte Woche mit dem Verkauf von Marihuana für den Freizeitkonsum begann, standen die Menschen Schlange, um erstmals ganz legal in den Genuss von Gras zu kommen. Einigen riefen den jubelnden Massen “Freiheit!” zu, als sie mit ihren Tütchen aus dem Geschäft kamen.

Für die Kunden spielte es keine Rolle, dass der Preis im freien Verkauf höher war als derjenige für den medizinischen Gebrauch. Eine Achtel Unze (etwa 3,5 Gramm) Marihuana als Genussmittel kostete im Medicine Man Denver 45 Dollar, während sich dieselbe Menge als Therapiemittel auf 25 Dollar belief.

Die Menschen zahlten “was immer der Preis ist”, sagt Andy Williams, President und Chief Executive Officer. “Die Möglichkeit, qualitativ hochwertiges Marihuana sicher und verlässlich in einem witzigen und aufregenden Umfeld zu kaufen, ist bestimmt besser, als in eine Seitengasse zu gehen und zu sagen: ’Hey Kumpel, haste mal ’n Tütchen?’.”

Colorado ist der erste Bundesstaat in den USA, in dem Marihuana frei verkauft werden darf. Einwohner des Bundesstaates, die 21 Jahre oder älter sind, dürfen bis zu eine Unze (etwa 28 Gramm) Marihuana kaufen, während Besucher von Außerhalb nur eine Viertel Unze erstehen dürfen. Der Konsum in der Öffentlichkeit bleibt jedoch verboten, auch in den Läden.

Die Einwohner Colorados hatten der Legalisierung im November in einem Wahlgang zugestimmt und sich damit gegen das US-Bundesgesetz gewendet, das Marihuana als illegale Substanz einstuft. Ein ähnlicher Vorstoß wurde im Staat Washington gebilligt; dort werden die ersten Shops im Jahresverlauf öffnen.

Die zwei Bundesstaaten sind Vorreiter einer Bewegung, die den Gebrauch von Marihuana neu definiert. Zwanzig Staaten und der District of Columbia haben Marihuana für medizinische Zwecke legalisiert und auch New York will das Rauschmittel als Therapiemittel in einigen Krankenhäusern zulassen.

Colorado sieht Millionen-Einnahmen

Von der Legalisierung in Colorado wird auch der Fiskus profitieren. Colorado projiziert im Groß- und Einzelhandel einen jährlichen Marihuana-Umsatz von 578,1 Mio. Dollar. Dadurch würden dem Bundesstaat 67 Mio. Dollar an Steuereinnahmen zufließen, erwartet der Legislative Council der Colorado General Assembly. Die mit 15 Prozent besteuerten Großhandels- Transaktionen sollen den Bau von Schulen finanzieren, während die 10-Prozent-Abgabe im Einzelhandel für die Regulierung der Branche eingesetzt wird. Nach Angaben von Amber Miller, einer Sprecherin der Stadt und des Landkreises Denver, belaufen sich die bundesstaatlichen und kommunalen Steuern auf den Freiverkauf des Rauschmittels zusammen genommen auf etwa 21 Prozent. In der Region hatten 18 Läden die beiden notwendigen Lizenzen von Land und Kommune erhalten, um am 1. Januar mit dem Verkauf zu beginnen, wie das zuständige Amt mitteilte. Auch fünf Hersteller von Cannabis- Produkten und 27 Anbauer hätten Lizenzen bekommen.

Die Ladenbesitzer im Raum Denver haben angesichts der hohen Nachfrage und der Menschenschlangen um die Häuserblöcke ihre Preise angehoben. “Alle waren Feuer und Flamme, Teil der Geschichte zu sein und ihren ersten legalen Marihuana-Kauf zu tätigen”, sagt Brooke Gehring, Besitzerin des Ladens Bud Med, in Edgewater, einem Vorort von Denver. Für medizinisches Marihuana verlangt Gehring 25 Dollar und im Freiverkauf 55 Dollar. Das sei “weitgehend mit den Preisen auf dem Schwarzmarkt vergleichbar”.

Gehring begründet die höheren Preise für Marihuana als Genussmittel mit steigenden Geschäftskosten durch Lizensierung, Compliance-Regeln und das zusätzliche Personal. Außerdem sorgten die höheren Preise dafür, dass ihr die Vorräte nicht ausgehen.

Im Einzelhandel von Colorado wird Gras im Freiverkauf für durchschnittlich 400 Dollar je Unze verkauft, verglichen mit 200 Dollar je Unze als Therapiemittel, sagt Aaron Smith, Executive Director der National Cannabis Industry Association. “Das ist nur Angebot und Nachfrage”, erklärt Smith. “Wenn mehr Läden aufmachen und die Geschäfte die Nachfrage einschätzen und bedienen können, werden die Preise wieder fallen.”

Im Moment aber scheinen die Marihuana-Preise keine Rolle zu spielen, meint Larry Nassau, Mitbesitzer der Colorado Cannabis Facility in Denver. “Es gibt unter den Menschen das Gefühl von Euphorie”, sagt der 61-Jährige. “Das scheint nicht so wichtig zu sein wie einfach nur daran teilzuhaben.”

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